Was gibt's Neues ?

Hier gibt es Geschichten über unsere gefährlichsten Abenteuer, die besten Strände, die schlechtesten Straßen und das leckerste Essen ;)

 

Kurz gesagt: Hemmungslose Berichte über das Reisen in den schönsten Ländern der Erde.

 

So

02

Sep

2012

Die letzten Tage unserer Reise

An einem strahlenden Morgen haben wir Las Vegas Richtung Meer verlassen. Da das ein ganz schönes Stück ist, blieben wir eine Nacht in Bakersfield. Aber dann waren wir wieder da, wo ich am liebsten bin, am Meer:


Genauer in Monterey. Monterey hat einen tollen Pier, an dem Möwen, Pelikane, Robben und Seelöwen zu Hause sind. Wir haben unzählige Fotos geschossen. Vor allem die Pelikane haben es uns angetan:


Wir fuhren auch den "17 Miles drive", auf dem es von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt geht. Obwohl oder gerade weil es an dem Tag recht früh neblig wurde, war die Stimmung sehr schön:


Bevor wir uns weiter auf den Weg über den HWY 1 Richtung LA machten, stand noch das "Whale Watching" auf dem Programm. Los gings morgens um 10 Uhr. Das Boot war nicht sooo groß und wir haben es uns vorne an der Reling bequem gemacht, denn wir wollten ja soviel wie möglich sehen. Als es losging, kam die Durchsage des Kapitäns, der da irgendwas sagte, dass es dort draussen auf dem offenen Meer recht "bumpy" sei, er aber "as safe as possible" fahren würde. Soso. Nach spätestens 5 Minuten wussten wir, wovon er spricht. Das Schiff wurde nur so geschaukelt, rauf auf die Welle, runter von der Welle und so weiter. Wir konnten leider keine Fotos machen, da wir damit beschäftigt waren uns an der Reling festzuhalten, um nicht umzufallen oder von Bord zu gehen. Christian hat zum Glück daran gedacht unsere Regenjacken mitzunehmen, ansonsten wären wir erfroren!!! Aber nichtsdestotrotz hat es doch Spaß gemacht und jetzt weiß ich es sicher, mit Blick an den Horizont wird man NICHT seekrank (oder zumindest ich nicht)! Leider hat nur der Wal nicht so mitgespielt. Wir haben lediglich 2 mal die Schwanzflosse gesehen und die war RIESIG! Fotos gibts keine, ging zu schnell und war einfach zu bumpy ;-)!

Nach diesem Abenteuer fuhren wir das schönste Stück des HWY 1, genannt Big Sur:




3.letzter Tag:
Wir erkunden Santa Barbara, das sehr mediterran daherkommt und das nicht zufällig. Nachdem es nämlich vor vielen Jahren durch ein Erdbeben fast völlig zerstört war, hat die Regierung bestimmt, dass es hier mediterran aussehen muss! Schon interessant, in Las Vegas wird halb Europa nach gebaut und auch hier entwickelt sich kein eigener Stil. Eigentlich schon schade.

Uns gefällt es hier gut und auch hier gibt es einen Pier:


2.letzter Tag: Heute steht alles unter dem Motto Hollywood:
Wir parken in der Nähe des Walk of Fames, machen eine Bustour durch Hollywood und wissen jetzt genau, wo Tom Cruise und Brad Pitt wohnen. Von den Häusern am Hollywood Blv selbst habe ich fast nichts gesehen, da ich ja die Namen auf den Sternen lesen musste.

 

 

 

 

 

 

 

 

So sind wir meilenweit rauf und runter gelaufen und waren zum grönenden Abschluss im Hollywood Museum. Sehr unterhaltsam und ich hätte nicht gedacht, dass das original Supermann Kostüm so billig aussieht, wenn man davor steht!

Wir schaffen es dann auch tatsächlich uns durch den Rush-Hour Verkehr zu kämpfen. Mit einer sehr fragwürdigen Straßenkarte und zuguterletzt mit der Karte im Lonely Planet finden wir doch noch aus Hollywood raus und nach Santa Monica. Mittlerweile sind wir da ein eingespieltes Team, ich lese die Karten und navigiere Christian, der sich perfekt durch das Verkehrsgewimmel schlängelt! Aber wir haben das ja nun auch fast  3.000 km lang geübt ;-)!

 

 

Schneller als wir es jemals für möglich gehalten haben, beginnt unser letzter Weltreisetag. Wir beginnen ihn in Santa Monica, wo wir erstmal an den Strand und zum Pier schauen, bevor wir die Ingolstädter Auswanderer in Woodland Hill besuchen und einen sehr netten Nachmittag mit ihnen verbringen. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir wieder am Meer und genießen (mit einem komischen Gefühl im Magen) unseren letzten Sonnenuntergang (in Freiheit):

 

 

Fotos gibts hier, hier und hier.



Di

28

Aug

2012

Mainland USA

Wenn man von Deutschland aus immer weiter Richtung Osten fliegt landet man .... (richtig!) ... an der Westküste von Amerika. In unserem Fall in San Francisco.
Wir bleiben auch hier unserer Gewohnheit treu und laufen am 1. Tag einfach mal los: bergauf, bergab und kreuz und quer durch die Stadt. Gefällt mir alles sehr gut, Christian kennt es ja schon! Die nächsten 2 Tage gehen wir ruhiger an und nehmen den Hop on, Hop off Bus, um auch ja nichts zu versäumen! Toll!


Weiter ging es in den Yosemite Nationalpark:


Der Abstecher in die Geisterstadt Bodie entpuppt sich als Highlight, nur das Wetter mag mal wieder nicht so wie wir, kaum sind wir da, fängt es glatt an zu regnen:


Bei 45 Grad durchquerten wir das Death Valley, hier wäre so ein Regenschauer sehr willkommen gewesen:


Beim Grand Canyon haben wir leider wieder Pech mit dem Wetter:


zum Sonnenuntergang reißt es doch noch auf, wow:


Las Vegas oder besser Sin City ist eigentlich unbeschreiblich, aber ich versuch es mal: Wir wohnen im Excalibur, das aussieht wie ein kitschiges Märchenschloss:


Ich kann es ja erst gar nicht glauben, man darf hier im Casino wirklich rauchen! Wenn man durchs Casino läuft fühlt man sich wie in einem Hollywoodfilm, ich rechne ja fast ständig damit auf einmal vor George Clooney zu stehen! Wir verbringen einen Tag nur damit von einem Casino ins andere zu schauen. Und ja Schauen ist das Stichwort, man wird nämlich nicht fertig damit, da die hier halb Europa nach gebaut haben. So gibt es einen Eifelturm, Venedig, wo man auch mit einer Gondel fahren kann, ein Forum Romanum und neben unserem Märchenschloss steht das Casino Luxor in Form einer Pyramide! Wir haben keine Ahnung, wie diese bunten Automaten funktionieren und auch kein Interesse das herauszufinden, amüsieren uns aber köstlich hier.
Auf der Straße bekommt man ständig Zettelchen mit Bildern von nackten Frauen und Telefonnummern in die Hand gedrückt, von Leuten, die T-Shirts anhaben auf denen steht: "Girls direct to you in 20 Minutes."

Und, wie man ja weiß, gibt es echt Paare, die sich in dieser "romantischen" Stadt trauen lassen! (Schön blöd, finden wir)

 

Fotos gibts hier,hier,hier, hier und hier

 

 

Do

09

Aug

2012

"Shaka" Hawaii

Das Schöne am Flug von Auckland nach Honolulu ist nicht etwa die Aussicht, außer Wasser und Wolken gibts da nämlich so gar nichts zu sehen, sondern das Schöne ist, dass man 1 Tag geschenkt bekommt, es geht nämlich über die Datumsgrenze:

 

Aber eigentlich bekommen wir jetzt nur wieder die Stunden zurück, die wir durch unsere Reise nach Osten verloren haben und ein paar werden uns ja durch die restlichen Flüge wieder abgezwackt, aber egal, ziemlich seltsam ist das schon, wenn man 30. Juli ein Mietauto für den 30. Juli organisieren muss. Aber es hat funktioniert ;-)!

 

Es gibt ja, wie ich finde, nichts berauschenderes, als aus dem Flugzeug zu steigen und schon die warme, feuchte tropische Luft zu spüren! Dieses Gefühl wird nicht mal durch die Einreise in die USA getrübt, denn Sicherheit hin oder her, dass hier nun jeder seine Fingerabdrücke abgeben muss, halte ich schon für etwas paranoid. Aber hilft ja nichts. Denn wer wollte hier her?? Ich (Claudia)! Und Christians Lieblingsspruch seit wir hier sind ist folgender: "Das hab ich Dir doch gesagt!"

Aber zurück zu Hawaii, Oahu gefällt uns sehr gut. Es gibt hier unzählige Strände, einen buddhistischen Tempel, den die Japaner gebaut haben:


Und nicht zu vergessen Honolulu und der Waikiki Beach:


Unser Stil ist das ja nicht unbedingt, aber 1 Tag lang finden wir das hier richtig amüsant!

Einen neuen tierischen "Freund" haben wir jetzt auch: diesen wunderschönen Gecko, der Süßes mag:


Weiter geht es mit Hawaiian Airline auf Big Island. Auf Big Island gibt es den aktivsten Vulkan der Welt, der auch verantwortlich dafür ist, dass es auf der einen Seite der Insel so gut wie immer regnet, nämlich an 2 von 3 Tagen. Und wir scheinen definitiv an 3 Tagen hintereinander die "2 Tage" erwischt zu haben ;-). So brauchen wir ein bisschen, bis wir erkennen, wie unglaublich diese Insel doch ist. Es gibt hier nämlich 11 (!!) der 13 Klimazonen, so dass es hier ständig anders aussieht. Das Wetter ändert sich dementsprechend genauso häufig: so gibt es Ecken, an denen es fast nur regnet, andere, an denen es nie regnet und einen fast immer währenden Regenbogen:

 

Auch den höchsten Vulkan der Welt findet man hier, weil nämlich auch der Teil unter Wasser mit gerechnet wird. Auf diesem Vulkan gibt es eine Sternwarte, wobei ich mir immer noch nicht sicher bin was beeindruckender war, die Fahrt dorthin bei Sonnenuntergang oder der herrliche Sternenhimmel danach.

 

Aber genug der Worte, hier und hier sind die Fotos.

Mo

30

Jul

2012

Stopover in Neuseeland

Ursprünglich nicht geplant war unser Aufenthalt in Auckland, denn, dass es hier kalt ist, war sogar uns klar! Daher haben wir der netten Dame, die unser Round-the-World Ticket verwaltet eine Mail geschrieben, dass wir am liebsten das Gepäck gleich von Sydney nach Honolulu durchgecheckt hätten und in Auckland nur umsteigen wollten. Ging so leider nicht, wir hätten 12 Stunden am Flughafen in Auckland überbrücken müssen. Daher dachten wir uns: wenn wir eh hier stranden, bleiben wir gleich ein paar Tage und schauen uns noch was an. So also der Plan.

Tatsächlich hatten wir ein super Hotel mitten in der Stadt gerade mal 5 Minuten vom Skytower entfernt und schon einige Pläne, was wir gerne sehen und machen wollten. Nur das Wetter, das hatte sich leider so gar nicht auf unseren Besuch eingestellt. Es hat geregnet, geregnet, geregnet ja und gewindet und kalt war es sowieso. So haben wir 1 Tag im Museum verbracht, das uns auch sehr sehr gut gefallen hat und auf dem Sky Tower waren wir natürlich auch:

Der Skytower von unten
Der Skytower von unten


Ansonsten war es herrlich, nach so vielen Nächten in einem Camper oder einem Hostel, mal wieder ein schönes Zimmer mit Fenster, Fernseher und eigener Dusche zu haben, manchmal braucht es tatsächlich gar nicht mehr....

Do

26

Jul

2012

See you, Australia

Der Schlusskommentar über Australien ist uns sehr schwer gefallen (daher hat es auch so lange gedauert).

Gut gefallen hat uns,

  • dass die Sonne hier besonders spektakulär untergeht
  • dass die meisten Australier unglaublich angenehme Zeitgenossen sind.
  • wir so viele lustige Tiere gesehen haben (die schönsten Vögel gibt es eindeutig hier)
  • die Fahrt durchs Outback.


Etwas genervt waren wir dagegen

  • anfangs von der Kälte (schonmal bei Minusgraden in "Freibadduschen" geduscht?)
  • von den Preisen; der Gedanke, wie lange man mit sooo viel Geld in Asien hätte reisen können verfolgt uns heute noch ;-) und by the way auf Hawaii (Big Island) ist es günstiger!!!
  • von den Mücken und Fliegen im Kakadu Nationalpark


Um unsere Gewohnheit auch hier fortzuführen noch ein paar Punkte:

Wir haben:

  • in 6 Betten und 1 Camper übernachtet
  • 5.159 km hinter uns gebracht.
  • Kängurus gesehen (ganz viele sogar)
  • immer mal wieder unsere Gegenüber fast gar nicht verstanden (die im Outback haben vielleicht einen Slang)
  • die schönsten Sonnenuntergänge überhaupt erlebt
  • keine Schlange oder sonstiges giftiges Tier gesehen (außer im Reptilienpark)


Schön war es auf jeden Fall. Schauen wir mal, ob Fortuna uns nochmal vorbeischickt ;-)

Do

26

Jul

2012

Down Under - Teil 2

3.487 km:
Nachdem wir schon 2 Stunden durch das Nichts, genannt Outback, unterwegs waren, dabei gerade mal so 10 andere Autos gesehen haben, steht da auf einmal ein Polizeiauto am Straßenrand und die 2 Polizisten stehen lässig mitten auf der Straße und halten uns mit einer Kelle an. Es war noch nicht mal 11 Uhr Vormittags.
Christian hat also erst mal das Fenster aufgemacht.
Polizist: "... ... Alcohol ...." (mehr haben wir leider nicht verstanden)
Christian: no?!
Polizist: " ... ... ... " und hält ihm das Gerät zum Reinblasen hin
Christian zu mir: "???" nimmt also das Gerät und bläst rein ....
Polizist: "have a safe trip"

Der erste Satz, den wir überhaupt richtig verstanden haben ;-)!

Solche Kleinigkeiten wie Führerschein oder Fahrzeugpapiere wollen die gleich gar nicht sehen! Aber anscheinend ist Alkohol im Straßenverkehr hier doch nicht so selten...


3.742 km: Larrimah
Welcome to Pink Panther Caravan Park:


Eigentlich wollten wir ja bis nach Mataranka, aber die Sonne geht hier einfach viel zu früh unter!


3.827 km: Mataranka
Mataranka ist bekannt für seine heißen Quellen. Da dort immer viel los ist, folgten wir dem Tipp vom Lonely Planet und liefen zu Stevies Hole, das genauso schön, aber nicht so viel besucht sein soll. Dort angekommen wurden wir erst mal mit folgenden Schildern konfrontiert:


Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber wir empfanden eine gewisse Diskrepanz, als wir das lasen. Waren aber trotzdem so mutig und haben mal kurz unsere Füße im Wasser gekühlt (außer uns war da übrigens kein Mensch) und beschlossen, doch lieber dort zu baden, wo alle baden:

 

4.036 km:
Auf dem Campingplatz in Pine Creek machten wir Bekanntschaft mit (millionen) australischen Fliegen, deren Lieblingsplatz ist die Nasenspitze oder wahlweise Oberlippe und wenn sie da mal sitzt, fliegt sie nur weg, wenn man ihr bis auf 2mm auf die Pelle rückt. Das Herumwedeln vor dem Gesicht, um die Fliegen zu vertreiben, wird hier auch als Buschgruß bezeichnet ;-)!

Dort lernten wir auch 2 deutsche Mädels kennen, die hier ein Jahr mit einem "Work and travel Visum" unterwegs sind und dummerdings gestern ihr Auto zu Schrott gefahren haben. Sie hatten aber Glück, ihnen ist nichts passiert und jetzt wohnen sie vorübergehend in der Polizeistation. Die Australier sind schon um einiges lockerer als wir Europäer!

4.085 km:
Am nächsten Tag biegen wir ab Richtung Kakadu Nationalpark, der begrüßt uns so:


Der Kakadu-Nationalpark steht in der Liste der UNESCO sowohl als Weltkultur- als auch als Weltnaturerbe und hat die weltweit höchste Dichte an Krokodilen.
In der Broschüre steht, dass man immer auf die Warnschilder achten und wenn mal keines da ist, immer daran denken soll, dass trotzdem ein Krokodil da sein könnte....(und es durch Krokodilangriffe in diesem Park schon Verletzte und Todesopfer gegeben hat). Komischer Gedanke, müssen wir jetzt Angst haben in den nächsten Tagen als Krokodilfutter zu enden??!!
Vorsichtshalber haben wir alle Warnschilder sehr ernst genommen und gleich mal fotografiert:


Nichtsdestotrotz sind wir fast alle Spaziergänge gelaufen, haben aber weit und breit kein Krokodil erspäht:


Besonders beeindruckt haben uns die Höhlenmalereien. Die Aboriginis sind wohl auch das einzige Volk, das heute noch weiß, was ihre Höhlenmalereien bedeuten:


Kakadus gibt es natürlich auch, die hier haben sich vormittags auf dem Campingplatz geduscht:


Aber eigentlich müsste der Park Moskito Park heißen! Wir sind noch nie vorher in so kurzer Zeit so gestochen worden, und das, obwohl wir eine Familienpackung Mückenspray mit 40 %igem DEET verbraucht haben. Und was in aller Welt ist das Ross River Fever????


4411 km:
Weiter geht es zum Litchfield Nationalpark. Wir verbringen einen Tag mit Wanderungen und sehen dabei zig Wasserfälle:


Termitenhügel:


und quartieren uns mitten im Park im einzigen Caravanpark ein, der Öffentliche und günstigere ist nämlich schon voll!
Der Caravanpark ist so amüsant, das möchten wir Euch nicht vorenthalten:
Das ist der Pool:


Das ist die Camp Küche:


Und das ist die Rezeption:


Die Nacht verbringen wir an diesem schönen Platz:


Unser Campingnachbar, ein älterer Herr aus Sydney erzählt uns, dass, wenn Touristen von Krokodilen gefressen wurden, es meistens Deutsche waren. Wir konnten es noch nicht googeln, daher sind wir uns nicht so sicher: hat der uns jetzt auf den Arm genommen?? Aber egal, wir haben es überlebt!!!
Und freuen uns schon auf die Metropole Darwin, wo wir Krokodile wieder im Zoo besuchen können (oder im Hafenbecken) ;-).


5.159 km:
Nach vielen schönen Tagen und vor allem Nächten müssen wir unseren treuen Toyota Hiace wieder abgeben:


In Darwin ziehen wir ins Hostel mitten in der Stadt und verbringen hier noch ein paar nette Tage:


Wieder zurück nach Sydney geht es in über 4 Stunden mit dem Flugzeug. Wir verbringen noch einen letzten Tag in Sydney:

 

Morgen geht es auf zum "Stopover" ins kalte Auckland, bevor wir ins tropische Hawaii weiter fliegen.

Mo

09

Jul

2012

Down Under

Am Morgen des 23. Juni ging es wieder auf bekanntem Weg zum Flughafen. Dort frühstückten wir vor den Gates bei einem Inder leckere Dosa. So schließt sich der Kreis unseres Asienaufenthalts!

Bevor wir endlich in Sydney landeten kam die Durchsage des Piloten bezüglich des Wetters: 13 Grad!!!! Ja, der australische Winter hat kein Erbarmen mit uns, haben wir doch mit 17 Grad kalkuliert?! So sieht das nämlich auf der Klimatabelle im Lonely Planet aus!!! Und außerdem ist da doch Hochsaison??!! Unsere Stimmung ist äquivalent zur Temperatur, ganz so kalt haben wir uns das nicht vorgestellt. Wir scheinen die Winter außerhalb von Europa einfach nicht richtig ernst zu nehmen ;-)!

Der Flughafen in Sydney ist, wenn man von Singapur kommt, richtig alt und so gar nicht modern, nicht mal so sauber! Diesmal dauerte es wieder richtig lange, bis wir mal durch den Zoll durch sind. Unser Gepäck wurde sogar von einem süßen, kleinen Spürhund beschnüffelt, als "einreisbar" befunden und wir machten uns auch hier mit der U-Bahn auf den Weg ins nächste Rotlichtviertel. Schon die 1. U-Bahnfahrt sprengte jegliche unserer Vorstellungen, kostete uns der Spaß doch glatt über 16 Dollar pro Nase. Australien ist ja schon im Vergleich zu Deutschland teuer, aber wenn man, wie wir, Monate in Asien war fühlt es sich extrem teuer an.

Christian tut sich leichter mit der Umstellung, ich brauche länger, bis ich mich in der westlichen Welt wieder angekommen fühle.

Am 1. Tag liefen wir bei herrlichstem Sonnenschein an den Hafen und bekamen die wohl bekannteste Oper zu Gesicht:

 

Wir finden aber, die Fotos der Oper schauen besser aus, als die Oper selbst! Weiter ging es kreuz und quer durch die Stadt. In einem Kunstmuseum nahmen wir spontan an einer kleinen Tour teil und schlenderten später noch über einen Markt.
Die Harbour Bridge haben wir natürlich auch bewundert:

 

Der nächste Tag stand unter dem Motto "wie es nun weitergehen soll". Die grobe Planung war ja einen Camper zu mieten und an der Westküste entlangzufahren. Wir checkten alles mögliche, von Flügen in den Norden über eine Eisenbahnfahrt mit der Ghan von Adelaide über Alice Springs bis nach Darwin, sogar Flüge zurück nach Asien ;-) und bleiben aber auf der Strecke Adelaide bis Darwin hängen. Einmal mitten durch Australien, das gefällt uns. Die Frage ist nur noch, ob einen Teil mit der Bahn oder gleich alles mit dem Camper. Nach langem hin und her entschieden wir uns dafür, doch gleich einen Camper zu leihen und buchten einen Flug von Sydney nach Adelaide.

Einen Tag in Sydney hatten wir noch, einen Regentag, den verbrachten wir mit Shoppen. Jeder bekam noch was Warmes zum Anziehen und dann fühlten wir uns ausgerüstet, fürs Campen im Winter! Am nächsten Morgen flogen wir nach Adelaide und siehe da wir bekamen bei Apollo gar keinen Camper mehr und bei Britz den LETZTEN! Mal ehrlich, die hier in Down Under sind echt hart im Nehmen, die gehen ALLE im WINTER campen!

Nach einer Nacht in einem Hostel und einem Großeinkauf bei Woolworths konnte es auch schon losgehen: auf dem Stuart Highway mitten durch das Outback von Adelaide über Alice Springs nach Darwin, mit einem Abstecher zu den Flinders, zum Ayers Rock und wer weiß wohin noch....(wir reisen ja gerne spontan ;-))

 

 

324 km:
Nach unserer 1. Nacht, die wir Dank Heizlüfter und Wärmflasche ohne Frostbeulen überlebt haben, biegen wir ab Richtung Flinders Gebirge. Hier gibt es auch die ersten Kängurus zu sehen. Nur leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, liegen die hier doch alle zusammengefahren, in verschiedenen Verwesungsgraden und mit Krähen geschmückt am Straßenrand. Manchmal sitzt noch ein großer Adler dabei, der sich nicht mal von vorbeikommenden Fahrzeugen stören lässt, sondern einem genau in die Augen schaut, als wolle er sagen: DU bist der nächste!


470 km: Flinders
Beim Caravanpark bei den Flinders ist es dann aber endlich so weit und wir bekommen ein süßes, hüpfendes Känguru (samt Joey) zu Gesicht:

 

Die Flinder sind toll und so wollten wir am nächsten Tag eine kleine runde Wandern, bevor es wieder zurück zum Stuart Highway geht. Da machte uns aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es nieselte, windete und war extrem ungemütlich. So beschlossen wir eine Strecke durch die Flinders zu fahren. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass auch der ca 30 km ungeteerte Teil für uns befahrbar ist. Dass wir da auch mehr als einmal durch ein Flussbett müssen, sagte uns keiner. Hat aber funktioniert:

 

750 km:  Quorn
Hier war Endstation für heute, die Tankstelle war nämlich geschlossen und unser Tank leer! Generell müssen wir immer gut planen, da teilweise 300 km lang einfach mal gar nichts geschweige denn eine Tankstelle kommt. Da ist sie nämlich schon, die australische Weite, sehr beeindruckend:

 

1.336 km: Cooper Pedy
Pünktlich zum Sonnenuntergang landen wir in Cooper Pedy, einer alten Opalsucherstadt. Dort gibt es 3 Caravanparks, die ALLE ausgebucht sind, denn es sind Schulferien und ALLE Australier scheinen bei dieser Kälte nichts besseres zu tun zu haben als mit ihren Campern unterwegs zu sein. So nehmen wir uns für 1 Nacht ein Motelzimmer und reservieren für die Nächste einen Stellplatz. Nachdem die letzten Tage im Camper schon sehr kalt waren (ca 5 Grad Außentemperatur), genießen wir den Luxus eines Zimmers mit Bad und Fernseher sehr! Der nächste Tag steht unter dem Motto Opal, wir besuchen nämlich eine Opalmine, die zufällig einer Deutschen gehört:

 

Aus Ingolstadt war offensichtlich noch keiner da, daher verewigen wir uns gleich mal:

Jetzt steckt auch bei IN ein Pin
Jetzt steckt auch bei IN ein Pin

 

und spazieren noch durch dieses interessante Städtchen, denn hier gibt es fast alles nur unterirdisch, so wie diese Kirche:

 

Man könnte es hier auch länger aushalten, aber uns ist es zu kalt. Die Gegend schaut durch das Graben und die dadurch entstandenen Hügel ziemlich abgefahren aus. Hier wurden Teile einiger Filme gedreht, wie zum Beispiel Mad Max.

 

So geht es weiter nach Norden Richtung Ayers Rock. (Wo es noch kälter sein soll)


1.971 km: Curtin Springs
wir sind nach zig Kilometern endlich angekommen und wiedermal gibt es keinen Powered Stellplatz mehr. Zum Weiterfahren ist es zu spät, denn gerade bei Dämmerung springen die Kängurus gerne über die Straßen. So müssen wir eine Nacht einen Stellplatz ohne Strom nehmen. Ohne Strom heißt, dass wir unseren Heizlüfter nicht benützen können. Mit einigen T-Shirts übereinander und der Wärmflasche kommen wir irgendwie durch die Nacht. Wie wir später erfahren, hatte es 5 Grad MINUS!

Lustig war, dass ein Emu auf dem Parkplatz spazieren gegangen ist. Ich hab ja immer einen großen Bogen um diesen riesigen Vogel gemacht, denn da bin ich mir sicher, der rennt schneller als ich! Das Gute an diesem Caravanpark ist, der Stellplatz ist kostenlos, das Schlechte ist, die sanitären Anlagen sind auch keinen Cent Wert!!! (Und das sagen wir, nachdem wir in Indien einiges gesehen haben......)
Dementsprechend früh und ungewaschen starten wir am nächsten Tag.

2.068 km:
Nach 1 Stunde sind wir im Ayers Rock Resort, der einzigen Unterkunft weit und breit angekommen. Eigentlich hätten wir es ja wissen müssen, alle Stellplätze mit Strom sind ausgebucht. Um hier einen zu bekommen, hätten wir, noch bevor wir wussten, dass wir überhaupt kommen, reservieren müssen. Da wir uns den Ayers Rock nicht nur am Vorbeifahren anschauen wollen, muss also ein Zimmer her. Wir haben die Wahl zwischen einem Budgetzimmer mit Gemeinschaftsbad für 220 Dollar und einem Hotelzimmer für 450 Dollar. Wir wählen die günstigere Alternative, lassen uns davon aber die Laune nicht verderben und machen uns auf in den Nationalpark.

"It will blow your mind", war der Kommentar eines Schafhirten über den Ayers Rock, mit dem Christian sich in Cooper Pedy unterhalten hat. So ist unsere Erwartungshaltung gar nicht mal so klein. Aber eigentlich kennt man ihn ja schon, denkt man, denn das Bild verbindet wohl jeder mit Australien. Bevor wir aber zum Ayers Rock fahren, nehmen wir uns die Olgas vor. Von der Existenz der Olgas hatten wir vorher keine Ahnung. Wie wir jetzt wissen, gehören sie zum gleichen Nationalpark und sind gerade mal 60 km vom Ayers Rock entfernt. 60 km sind in Australien quasi ein Steinwurf. Von den Olgas sind wir gleich schwer angetan:

 

Später, zum Sonnenuntergang, ist es dann aber endlich so weit und wir stehen vorm Ayers Rock bzw. auf einer Wiese mit vielen vielen anderen Touristen und beobachten das Lichtspiel, wenn die Sonne untergeht. Hier eine kleine Auswahl der zig Fotos, die wir davon gemacht haben:

 

Dort wurden wir von einer australischen Familie angesprochen. Schon lustig, wir meinen, dass wir das Campen im Winter recht gewöhnungsbedürftig finden. Sie erzählen daraufhin, dass sie in Norwegen vor Jahren im September einen Camper ausleihen wollten und ganz erstaunt waren, dass Campingplätze zu dieser Jahreszeit geschlossen sind. Sie fragen uns auch, wie es uns mit der Weite geht, da sie schon Europäer getroffen haben, die damit nur schwer umgehen konnten.


Die Australier sind eh sehr interessante Zeitgenossen. Wir amüsieren uns köstlich und üben auch schon fleißig, um auch mal "Hihowareyou" in einem Wort sagen zu können. Sie scheinen die Meister des Smalltalks zu sein und die, die wir getroffen haben, hatten einen sehr sympathischen Humor. Das Verstehen fällt uns manchmal schwer, da viele reden, als hätten sie einen Tischtennisball und einen Kaugummi gleichzeitig im Mund. Aber meistens bemühen sie sich sehr, habe ich den Eindruck.

Bevor wir am nächsten Tag weiterfahren, kommen wir nochmal zum Ayers Rock zurück und machen eine kleine Wanderung. Das gefällt uns sehr gut, die kleinen Höhlen, die Erklärungen dazu, die Wasserstelle, man bekommt einen kleinen Einblick, warum dieser "Fels" den Aborigines so heilig ist. Wir wären ja gerne einmal komplett drumherum gelaufen, aber noch eine 220 Dollar Nacht oder eine Eiskalte ist es uns dann doch nicht Wert, außerdem lechzen wir nach warmem Wetter.

2.704 km: Alice Springs oder mitten in Australien.
Wir bekommen beim 1. Caravanpark einen Platz mit sehr sauberen sanitären Anlagen und gutaussehendem Personal, wie uns die 2 lustigen Kerle an der Rezeption erzählen und mieten uns gleich für 2 Nächte ein. Nach so vielen Kilometern durch karge Landschaft wirkt diese Stadt mit ihren nicht mal 28.000 Einwohnern wie eine Metropole!
Von den vielen Dingen, die der Lonely Planet uns als "Sightseeing" vorschlägt, wählen wir den Reptilienzoo, denn wir wollen schon wissen, wovor man hier Angst haben muss. Und vor allem will ich das über 3 m große Krokodil sehen und hoffe natürlich, dass uns so eins nicht nochmal über den Weg läuft:

 

Der kleine Kerl lief wie wir durch den Zoo und hat es sich dann in der Sonne gut gehen lassen:

 

In einem Souvenirladen erstehen wir ein Thermometer, weil wir wissen wollen, wie kalt es tatsächlich ist:

 

Vollgetankt, mit einem 15 l Wasserkanister, dem Kühlschrank voller Gemüse und 1 kg Reis und und und kann es am nächsten Tag wieder losgehen.

3.000 km:
Soso Ufos gibts hier also auch:

 

3.225 km: Tennant Creek
Wir haben es geschafft, tagsüber hat es fast 30 Grad und nachts immerhin 15 Grad, juchuuuhhhh!!!!
Langsam wird der Überlebenskampf doch noch zu einem netten Campingurlaub:

Sa

23

Jun

2012

Welcome back to Singapur

Dieses mal fühlen wir uns schon wie "alte Hasen" und fahren mit der Metro in das Viertel, in dem unser Hotel ist. Das Hotel ist ein Tipp von Bruni und Harald, die wir in Myanmar kennengelernt haben. Nach einigem hin und her finden wir es auch. Wir sind sehr amüsiert davon, dass jeder, den wir nach dem Weg fragen, mal kurz mit einem Smartphone oder einem Laptop online geht, aber zuguterletzt kennt dann doch der "Wirt an der Ecke" den richtigen Weg. Wir wohnen im Rotlichtviertel, unser Hotel vermietet die Zimmer auch stundenweise, mit der Begründung "Transit". Um unser Hotel gibt es zig Garküchen und Obststände, die man schon von weitem riecht, also die Obststände, denn es gibt überall Durians!!!

Da wir noch fit sind, machen wir uns gleich wieder auf und trinken in einer Garküche ein Bier. Dort werden wir vom Nachbartisch aus angesprochen und lernen so einen deutschen Koch kennen, der seit ein paar Monaten hier arbeitet. Er ist sichtlich erfreut mal Deutsche zu treffen und erzählt gleich, wie das Leben hier so ist. Interessant, was wir da alles zu hören bekommen und so verfliegt die Zeit nur so und wir landen erst morgens gegen 2 Uhr im Bett! Man bekommt hier vor unserem Hotel nämlich 24 Stunden lang Bier und Essen und es ist immer viel los, so dass man gar nicht merkt, dass es schon recht spät ist.

Nachdem wir ausgeschlafen sind, sind mal wieder Besorgungen zu machen, denn wir brauchen dringend einen Reiseführer für Australien und ein Zimmer in Sydney haben wir auch noch nicht. Aber kein Stress, den Reiseführer bekommen wir in der Orchard Road, die diesmal total überlaufen ist. Das Zimmer reservieren wir via Internet.

 

Christian möchte unbedingt eine Durian probieren. Ich finde ja, der Geruch langt vollkommen, denn was so stinkt kann einfach nicht schmecken! Das muss aber erst mal noch bewiesen werden, findet Christian. Daher kaufen wir 1 kleine Durian und, weil sie sooo lecker sind auch ein paar Mangostan.

Durian
Durian

 

Schade, dass es Mangostan bei uns nicht gibt!!! Die Durian dagegen schmeckt wie ein würziger Käse, nur irgendwie richtig widerlich, also noch schlimmer als sie riecht und das mag was heißen!!!!

 

Kein Wunder, dass es überall verboten ist Durians dabeizuhaben, sogar in der Metro: (wo eigentlich eh alles verboten ist)

 

Den letzten Tag lassen wir uns durch Singapur treiben und gönnen uns zum Abschluss einen Singapur Sling am Hafen.

 

Hier nehmen wir uns auch die Zeit unsere bisherige Reise Revue passieren zu lassen. Denn ein bisschen traurig sind wir schon, da morgen ein großer Teil davon zu Ende geht. Unterwegs kam uns oft der Gedanke, dass wir es auch locker 10 Monate hier in Asien ausgehalten hätten. Und je mehr wir gesehen haben, desto mehr fällt uns auch ein, was wir noch gerne sehen wollten ;-). (So haben wir unseren Weiterflug von Singapur nach Sydney immer wieder nach hinten verschoben.)
Wir diskutieren lange, was uns in Asien so gut gefällt, und wie immer, sehen wir es ganz verschieden, nur bei einem sind wir uns einig, Asien ist für uns ein Lebensgefühl.
Besonders waren neben der Natur und den Sehenswürdigkeiten, die Begegnungen mit den Menschen. So haben wir hier neben den Einheimischen auch sehr viele interessante Reisende getroffen. Und mal ehrlich, ich kann es mir nicht vorstellen in einem anderen Eck dieser Welt gefragt zu werden "was 10 Wochen in Indien mit meiner Seele gemacht haben", oder doch?! Wir werden sehen.....

 

Singapur hätte uns nicht besser verabschieden können:

Do

21

Jun

2012

Fazit Indonesien

Kleiner Abschlussbericht zu Indonesien

Wir haben

  • in 13 verschiedenen Betten geschlafen
  • einen toten Skorpion im Rucksack gefunden
  • 1 Nacht und 1 Tag in Jakarta am Flughafen verbracht
  • eine 27 Stunden Anfahrt auf uns genommen (lohnt sich)
  • die anstrengendsten Fahrten überhaupt erlebt
  • Kaffee immer ohne Milch getrunken (auf unsere Bestellung "mit Milch" ist keiner auch nur eingegangen)
  • festgestellt, dass mit Fähren unterwegs zu sein eigentlich ganz nett ist
  • das klarste Wasser und die schönsten Strände unserer Reise gesehen


Eigentlich kann man Indonesien gar nicht unter einen Hut bringen, das Land ist viel zu groß und zu vielfältig und wir haben gerade mal einen Bruchteil davon gesehen.

Bali hat uns davon am wenigstens gefallen!
Besonders schön war es auf Gili Meno, was auch daran lag, das wir dort in unserer Unterkunft ein nettes Personal hatten und wir uns fast schon wie daheim gefühlt haben! Wäre uns das Bargeld nicht ausgegangen, wären wir dort wahrscheinlich immer noch!


Flores ist landschaftlich unglaublich schön, aber auch genauso unglaublich anstrengend zu bereisen.
Auf Lombok waren wir ja nur kurz zur Visaverlängerung, sind aber immer noch sehr beeindruckt von der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Menschen (gerade auch in der Immigration)!

Alles in allem sind wir uns hier einig: Wir wollen wiederkommen: Java, Sulawesi, Sumatra.....es gibt noch viel zu sehen!
Und Rina freut sich bestimmt, wenn wir sie besuchen kommen....

Mi

13

Jun

2012

Drachen, Flughunde und der perfekte Strand

In Ende gibts nicht besonders viel zu sehen. Der Ort ist aber ganz nett und wir stromern einfach mal durch die Straßen und über den Markt. Das Weiterfahren ist mal wieder nicht so einfach, da uns jeder was anderes erzählt. Der Bus nach Riung soll so um 6 Uhr am Busbahnhof losfahren. Oder wie unser Hotelmanager meint, kein Stress, 6 Uhr indonesischer Zeit kann auch mal 7 oder 8 werden.... aha. In der Nacht kann ich wegen Magenschmerzen fast nicht schlafen und beschließe daher morgens um 5, dass ich keine Lust habe heute Stunden in einem Bus zu verbringen.
So sitzen wir nachmittags bei der tollen Aussicht etwas planlos herum, weil wir nicht so recht wissen, wie es nun weitergehen soll, da langsam die Zeit knapp wird. Die Lösung finden diesmal nicht wir, sondern sie uns und zwar in Gestalt von Rian, der auf einmal da steht und meint, ob wir uns noch an ihn erinnern können. Wir schauen ihn an, dann uns und sind uns zumindest einig, dass wir ihn schon mal gesehen haben. Rian setzt sich zu uns und meint, er kennt uns vom Kilimutu. Stimmt, er ist Taxifahrer und wir haben uns am Kilimutu kurz mit ihm unterhalten.
Da er gerade Zeit hat, sympathisch ist und uns auch ein gutes Angebot macht, sind die nächsten Tage schnell verplant und wir ganz froh, dass wir nicht nochmal Bus fahren müssen!

Am nächsten morgen holt er uns pünktlich ab und es stellt sich raus, dass er eigentlich nur als Guide mitkommt und wir auch noch einen Fahrer haben, nicht schlecht! Der Fahrer hat auch wirklich die Ruhe weg, so langsam waren wir in Asien noch nie unterwegs und es mag echt was heißen, wenn mir mal einer fast zu langsam fährt ;-)! Die Landschaft, ich kann es gar nicht oft genug schreiben, hier auf Flores ist einfach wunderschön:


Und die nächsten Tage vergehen wie im Flug. Angefangen mit Riung, wo wir am Nachmittag landen. Dort gibt es einen etwas provisorisch aussehenden Steg:


an dessen Ende wir uns den Sonnenuntergang anschauen.


Als es fast dunkel ist kommen die Flying Foxes bzw. Flughunde von den Inseln herüber geflogen und wir fühlen uns ein bisschen, wie in einem Vampirfilm.

Am nächsten Morgen um 7 Uhr starten wir unsere Tour. In Riung gibt es nämlich die bekannten 17 Islands. Eigentlich sind es 24 Inseln, da aber der 17. August der indonesische Unabhängigkeitstag ist, lautet der offizielle Name 17 Islands.
Unsere Tour beginnt mit der Insel, auf der die Flughunde tagsüber schlafen. Als wir mit unserem lauten Boot vorbeifahren, schrecken wir sie natürlich auf, was ich ja nicht ganz richtig finde. Aber beeindruckend waren sie schon:


Wir machen erst einen Halt unterwegs zum Schnorcheln, bevor wir zu dieser einsamen Insel kommen.


Unglaublich: das Wasser,der weiße Strand, die Ruhe, die Sicht es ist einfach alles perfekt! Wir bekommen den besten gegrillten Fisch, den wir bis jetzt in Asien gegessen haben und die Zeit verfliegt hier nur so. Am frühen Nachmittag fahren wir wieder zurück, denn heute geht es noch weiter nach Bajawa. Auf der Fahrt machen wir Halt bei den heißen Quellen:


Bajawa liegt wieder recht hoch und es ist richtig kühl! Gar nicht weit weg ist dieser aktive Vulkan:


Am nächsten Tag schauen wir uns den Markt und 2 traditionelle Dörfer an.

Schon unglaublich, dass es hier noch Menschen gibt, die komplett ohne fließendem Wasser und Strom leben.

Eine richtig lange Strecke haben wir noch vor uns, die Fahrt zurück nach Labuan Bajo. Da wieder Sonntag ist kommen wir ganz gut durch. Langweilig wird es einem im Auto ja nicht, denn man kann sich eigentlich gar nicht satt sehen! Und schlafen will ich gar nicht, dafür ist die Landschaft zu schön! In Labuan Bajo quartieren wir uns in dem uns bekannten Guesthouse wieder ein und organisieren für den kommenden Tag den Ausflug nach Rinca zu den Kommodowaranen.

Außer uns ist nur noch ein amerikanischer Tourist mit an Bord, Ray, der uns gleich sehr sympathisch ist. Er ist auch schon seit Dezember unterwegs und hat die gleichen Länder besucht wie wir, so dass wir sehr viel Gesprächsstoff haben. Es ist immer interessant, wie die Eindrücke der anderen Reisenden so sind. So verbringen wir einen super Tag mit wilden Drachen, die eigentlich nur faul im Schatten rumliegen:


Schnorcheln im kristallklaren Wasser:


und setzen Ray dann auf dieser Insel ab, da er hier eine Nacht verbringen wird.


wir fahren wieder zurück:


Und lassen unseren letzten Tag mit einer Pizza ausklingen.
Der Flug zurück nach Denpasar (Bali) ist gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe. Wir haben nur ein bisschen Pech, da wir in dieser chinesischen Propeller-Maschine genau in der Mitte sitzen und uns die Tragflächen ein wenig die Sicht versperren:


Nach einer Nacht auf Bali fliegen wir am nächsten Morgen nach Jakarta. Dort treffen wir uns mit Rina, unserer indonesischen Freundin, die wir in Thailand, Laos und Kambodscha immer wieder getroffen haben. Die Zeit vergeht viel zu schnell und der Abschied von Rina wird richtig emotional. Eigentlich wollten wir uns mit Rina ja schon früher treffen, aber wir haben uns hier in Indonesien etwas verschätzt und somit Java gar nicht mehr geschafft und Rina ist länger als geplant in SOA geblieben.

 

Für uns geht es weiter nach Singapur, von wo aus wir am 23. Juni nach Sydney fliegen.

 

Fotos gibts hier, hier, hier, und hier.

 

 

Do

07

Jun

2012

Einmal quer durch Flores

Den ersten Stopp unserer Tour über die Insel machen wir in Ruteng. Auf der Fahrt dorthin lernen wir einen netten und lustigen katholischen Pfarrer kennen, denn die Portugiesen haben hier ganze Arbeit geleistet, auf Flores wohnen fast nur Katholiken und man sieht überall Kirchen, Kapellen und Kathedralen (also ganz kleine).

 

In Ruteng wollten wir eigentlich im katholischen Konvent einchecken, aber leider sind alle 10 Zimmer schon belegt, so müssen wir mit einem Zimmer im daneben gelegenen Guesthouse Rima vorlieb nehmen. Da uns das nicht so besonders zusagt, beschließen wir gleich am folgenden Tag weiter zu fahren.

Aber jetzt wollen wir noch den See sehen, von dem jeder erzählte, er wäre sooo schön. Da es hier leider keine Tuktuks gibt fahren wir mit einem Sammeltaxi, das man einfach auf der Straße anhält. Unser Zimmerwirt erklärt uns, wir sollen, um zurückzukommen einfach am Straßenrand winken, dann würde uns schon einer mitnehmen. Etwas skeptisch, da der See ja 1 Stunde weit weg mitten im Nirgendwo liegt, machen wir uns einfach mal auf den Weg. Leider ist das Wetter nicht besonders gut und da wir auf 1.000 m sind, ist es erstaunlich kühl. Der See gefällt uns auch sehr gut:

 

Als wir wieder an der Straße sind, winken wir einfach beim 1. Fahrzeug, das vorbeikommt und das hält auch wirklich an. Von Außen haben wir es gar nicht erkannt, aber es handelt sich hierbei um einen Krankenwagen und so darf Christian auf der Liege Platz nehmen und ich auf dem Stuhl daneben. Unterwegs hält der Fahrer noch kurz an, um uns eine Flasche Wasser anzubieten. Es ist uns ja fast schon ein bisschen peinlich, besonders als sie uns direkt vor unserem Hotel rauslassen und auf Teufel komm raus kein Geld annehmen wollen.

Für den nächsten Tag besorgen wir uns im Hotel noch Busfahrkarten nach Bajawa. Der Bus soll uns am nächsten Tag gegen 6 Uhr abholen. Also stehen wir um kurz nach 5 Uhr auf, bekommen einen Banana Pancake zum Frühstück und warten.....irgendwann um halb 7 heißt es, der Bus müsse in der nächsten halben Stunde kommen.....um 10 vor 7 dann meinen sie, der Bus hätte eine Panne und halten ein Sammeltaxi auf. Das Sammeltaxi fährt bis nach Maumere, also um einiges weiter. Da das Sammeltaxi viel bequemer als ein Bus ist, beschließen wir spontan auch so weit mitzufahren. Luftlinie keine 250 km, kann ja nicht sooo schlimm sein, meinen wir. Aber da haben wir Flores etwas unterschätzt. Die Insel besteht nämlich aus lauter Bergen und so fahren wir den ganzen Tag bergauf, bergab oder um irgendeinen Berg drumrum und hobbeln durch zig Baustellen. Die Landschaft ist einfach nur herrlich, aber wir sind doch mehr als froh, als wir nach 13 Stunden endlich in Maumere angelangt sind.

In der 1. Nacht landen wir in einem zwar annehmbaren Zimmer, aber nebenan ist eine Karaokebar, die ab 10 Uhr abends Musik spielt. Schlafen war nur mit Ohropax möglich und weil wir sooo müde waren. Wir checken am nächsten morgen um 8 Uhr gleich wieder aus und ziehen um: in eine Strandhütte am Meer.

Hier haben wir es uns 2 Tage gut gehen lassen und uns von den anstrengenden Fahrten erholt. Ständig ewig unterwegs zu sein zehrt langsam an unseren Kräften. Das Resort, in dem wir hier sind gehört einer Stiftung die von Pater Heinrich ins Leben gerufen wurde. Pater Heinrich läd uns, wie jeden Gast, an unserem letzten Abend zu einem "Sundowner" ein. Als wir uns davor am Strand den Sonnenuntergang anschauen kommen wir mit einem anderen Gast, Kurt ins Gespräch, der auch eingeladen ist. Außer Kurt, Pater Heinrich und uns kommt noch Pater Klaus vorbei. Pater Heinrich serviert uns den leckersten Drink seit 200 Tagen: Wodka-Lemon! Und so lustig haben wir uns das Stelldichein gar nicht vorgestellt. So hatten wir einen sehr netten letzten Abend in Maumere, an den wir noch lange denken werden!

Am nächsten Tag heißt es wieder früh aufstehen und mit einem Taxi gehts zur örtlichen Busstation. Die Sammeltaxis scheinen wir schon verpasst zu haben, so landen wir in einem einfachen kleinen Bus und fahren erst noch ne Stunde immer wieder durch den Ort, bis der Bus voll ist und die eigentliche Fahrt beginnt. Wiedermal haben wir eine Panne, halten an und der Reifen wird gewechselt, der beim Ausbau mit einem lauten Knall explodiert. Die 2 jungen Männer, die es abbekommen haben legen sich für 5 Minuten benommen auf die Straße. Zum Glück scheint ihnen nichts Gröberes passiert zu sein.

Am frühen Nachmittag kommen wir in Moni an und steigen beim Tipp des Lonely Planets aus. Naja, die Zimmer sind recht spartanisch, nicht gerade sauber und haben nur kaltes Wasser. Moni liegt in den Bergen und hier ist es selbst tagsüber nicht sehr warm, also keine besonders guten Voraussetzungen für eine kalte Dusche!

Als wir später durch den Ort streifen, werden wir von einem Einheimischen angesprochen, ob wir nicht sein neues Restaurant ausprobieren wollen. Seine Frau hat schon ein Gericht gekocht, meint er und da das recht nett klingt, gehen wir einfach mal mit. Hier treffen wir ein deutsch-irisches Pärchen, Angela und Dave und verbringen einen sehr netten und lustigen Abend mit extrem gutem Essen! Nebenbei organisieren wir uns noch den Transport zum Kilimutu und gleich weiter nach Ende.
Das Restaurant liegt ziemlich abseits, so dass wir zurück durch stockdunkle Straßen laufen müssen. An sich kein Problem, da wir ja immer Taschenlampen dabei haben, aber diesmal werden wir von ein paar Hunden verfolgt, die sich langsam von hinten an uns ran pirschen. Den hinter Christian sehe ich noch und schon hat mich einer schier erwischt. Ich hab sein Maul schon gespürt, aber richtig zugebissen hat er nicht. Vielleicht auch, weil ich gleich losegeschrien habe, keine Ahnung.

Am nächsten morgen ging es zum Kilimutu. Der Kilimutu besteht aus drei vulkanischen Seen, die aufgrund der Mineralien verschiedenen Farben haben. Und welche Tiere rennen hier wieder herum? Natürlich Affen:

 

Am Parkplatz treffen wir Angela und Dave wieder, die schon zum Sonnenaufgang oben waren, aber erzählen, dass bis jetzt die Sonne nicht rausgekommen ist. Wir dagegen haben richtig Glück, denn als wir oben ankommen, machen die Wolken auf und die Sonne kommt raus. Manchmal erwischt der frühe Vogel wohl doch nicht den Wurm, sondern der Ausgeschlafene ;-)!

 

Die Einheimischen glauben, dass die Seelen der Verstorbenen in den Seen sind. Je nachdem, wie jemand im Leben war, landet er im jeweiligen See. Die Atmosphäre ist toll und obwohl Sonntag ist, ist nicht sooo viel los. Heut ist überhaupt der erste Sonntag, den wir auch als Sonntag wahrnehmen. Auf den Straßen ist viel weniger los und einige Geschäfte und Shops am Straßenrand haben geschlossen. So fahren wir nach Besichtigung des Kilimutus gemütlich nach Ende. Da wir diesmal mit einem eigenen Taxi unterwegs sind, halten wir unterwegs immer mal wieder an um Fotos zu machen:

 

In Ende beginnt wieder die leidige Zimmersuche und es ist wirklich unglaublich, was man hier als VIP-Zimmer für 25 Euro angeboten bekommt. Wir sind ja einiges aus Indien gewöhnt, aber Flores toppt das mit links!!! Wir nehmen das "sauberste" und haben einen schönen Blick aufs Meer von der Terrasse des Restaurants aus, immerhin:

Mi

30

Mai

2012

Nächstes Ziel: Flores

Nach einem wiedermal schweren Abschied haben wir morgens um 8 Uhr die Fähre von Gili zurück ans Festland von Lombok genommen. Diesmal haben wir am Hafen unsere Schuhe gleich wieder eingepackt und sind barfuß ins Wasser und aufs Boot geklettert. In Lombok ging es mit dem Bus weiter nach Mataram. Die Fahrt war wunderschön, die tropische Landschaft gefällt uns sehr gut! In Mataram haben wir uns ein Guesthouse gesucht und sind dann gleich mal in der Immigration vorstellig geworden, um unser Visum zu verlängern. Wir mussten ganze 3 mal vorbeikommen und dann hatten wir es auch schon! An der Immigration, oder genauer an Mrs Idha kann sich manch einer in der Dienstleistungsbranche in Deutschland mal ein Beispiel nehmen, so freundlich wurden wir während des Prozederes betreut!!! Da wären wir ja sogar freiwillig und gerne noch ein viertes mal vorbeigekommen ;-)!
Wobei der Ablauf schon optimierungsbedürftig ist, da man am 1. Tag lediglich die Formulare ausfüllen muss, von denen eins nur auf indonesisch zu haben ist. Aber Mrs. Idha hat es uns schnell mal übersetzt. Am 2. Tag muss man zahlen und am morgen des 3. Tages kann man die Pässe wieder abholen.

Derweil haben wir uns mit allem, was wir noch so brauchen, aber nicht hatten eingedeckt. So ist Christian jetzt wieder stolzer Besitzer einer Jeans und für unsere Rucksäcke haben wir noch Regencapes besorgt. Außerdem Soffel (Mückenschutz), Bücher (mein ebookreader hat leider genau hier seinen Geist aufgegeben und zeigt mir jetzt nur noch den Bildschirmschoner) und Proviant für die lange Fahrt, die wir noch vor uns hatten. Den Strand von Senggigi haben wir auch noch besucht:

 

Dann war es wieder soweit und wir haben alles mal wieder ordentlich in unseren Rucksäcken verstaut, dabei haben wir diesen blinden Passagier entdeckt, überlebt hat der die Reise nicht:

 

Unser nächstes Ziel ist Flores und um dorthin zu kommen gibt es 3 Möglichkeiten: Fliegen, 4Tage/3Nächte auf einem Schiff oder abwechselnd Bus, Fähre, Bus, Fähre. Den Flug heben wir uns für den Rückweg auf und da ich leicht seekrank werde, wählen wir die Bus, Fähre.... Variante. Nach anstrengenden 27 Stunden waren wir auch schon da. Aber fragt nicht, Geduld braucht man hier schon eine Menge!!! Und das Meer hätte schon auch ruhiger sein können! Dafür wars mal wieder wunderschön:

 

Ja, und wir sind zum ersten mal überhaupt bestohlen worden. Als nämlich unser Bus auf der Fähre war und wir irgendwo an Deck saßen, hat uns jemand das beste und größte Stück Schokoladenkuchen aus unserer Provianttüte geklaut (alles andere hatten wir ja dabei). Unglaublich, da da ja mehr Sachen drin waren und nur 1 gefehlt hat!!!! Mir wäre es ja lieber gewesen, hätte derjenige die Sushi-Chips mitgenommen ;-)! Aber egal, seis ihm/ihr vergönnt....  

Irgendwann am Abend des folgenden Tages nach langen 8 Stunden auf der Fähre sind wir auch schon in Labuan Bajo angekommen. Die Zimmersuche war relativ schwierig, aber Christian hat es mal wieder geschafft ein brauchbares Zimmer aufzutreiben. Jetzt wollten wir erstmal nur eins: schlafen!!!

Flores ist bekannt für seine spektakuläre Unterwasserwelt und den Kommodowaranen auf der Nachbarinsel Kommodo. Wir beschließen aber dieses Highlight noch aufzusparen und machen uns auf den Weg über die Insel. Generell kann man sagen, je weiter man von Bali wegkommt, desto schwieriger ist der Transport und desto schlechter ist der Standard der Zimmer (nur die Preise ändern sich nicht), aber umso freundlicher und hilfsbereiter sind die Menschen. Leider sprechen hier nur noch ganz wenige englisch! Aber Christians Indonesisch wird schon besser..... Soviel bis jetzt, beim nächsten mal erzählen wir von unserer Fahrt im Krankenwagen und warum man für nicht mal 250 km Luftlinie 13 Stunden unterwegs ist....

 

Fotos

 

So

27

Mai

2012

Gili Meno

Christian geht sein (Fußball)Trauma erstaunlich offensiv an. Bereits am Montag nach dem Spiel hat er wieder sein Bayern München T-Shirt an. Nach dem Frühstück und einer erfrischenden Freiluftdusche in der Sonne machen wir uns auf den Weg zum Vogelpark. In unserem Reiseführer steht irgendwas von zig Vögeln, einem Komodowaran und Känguruhs. Didit erzählt noch etwas von einem Krokodil und das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Auf dem Weg mitten auf die Insel kommen uns 2 ungefähr 10jährige Einheimische Jungs entgegen. Von Weitem fällt mir auf, dass einer davon die ganze Zeit eine Hand vor dem Mund hat. Genau auf unserer Höhe ertönt dann unter dieser Hand hervor: "Chelsea win"


Herrlich ;-)! (Rotzgrippe, greislicha)
Selten hat mich Schadenfreude so amüsiert, wie in diesem Fall! Bis wir beim Vogelpark ankommen, kann ich fast gar nicht aufhören zu lachen! Super!!! Christian findet es nicht ganz sooo lustig wie ich!

Der Vogelpark samt dazugehörigem Guesthouse gehört einem Engländer, der vom T-Shirt inspiriert erzählt, wie er das Spiel empfunden hat. Er hat es, ohne das Ergebnis zu kennen, am nächsten Morgen angeschaut. Schon interessant, wie man so gleich immer ein Gesprächsthema hat!

Der Vogelpark war auch ganz nett:


nur die Känguruhs sind leider altersbedingt schon vor einer Weile verstorben. Dafür haben sie jetzt wohl das Krokodil:


Die nächsten Tage verbringen wir mit lesen, schwimmen, schnorcheln und faul am Meer rumliegen:

 

Diesmal wird uns das auch nach 10 Tagen nicht wirklich langweilig. Wer hätte auch gedacht, dass wir uns in einer offenen Hütte so lange sooo wohl fühlen. Es soll übrigens auch hier auf der Insel Warane geben, einer, der über 1 Meter lang ist, schaut wohl manchmal hier in unserer Anlage vorbei, wenn Essensreste im Müll sind. Aber anscheinend sind die so scheu und verziehen sich gleich wieder, wenn man sich ihnen nähert.

Da es auf der Insel keinen ATM gibt und langsam aber sicher unser Bargeld ausgeht, müssen wir spätestens übermorgen zurück aufs Festland! Wir haben ja auch noch den langen Weg nach Flores vor uns und unser Visum sollten wir auch noch verlängern.... ausgeruht sind wir ja jetzt.....

So

20

Mai

2012

Gili Meno, live aus dem Paradies

Um von Ubud zu den Gili Inseln zu kommen gibt es mehr oder weniger 2 Möglichkeiten: Slowboat oder Fastboat. Wir entschließen uns die langsamere Variante zu nehmen. Der Transport sah dann folgendermassen aus: Bus1 holt uns ab, unterwegs umsteigen in Bus2, Fähre, Bus3, Nußschale.

Die Fahrt auf der Fähre beginnt bei schönstem Wetter:

 

und trotzdem haben wir ziemlichen Seegang. Aber mit Blick auf den Horizont schaffe ich es doch, dass es mir nicht schlecht wird. Christian dagegen schläft prompt ein. Schön war die Fahrt allemal:

 

Lombok empfängt uns mit einem tropischen Schauer.

 

Da das Anlegen der Fähre ewig dauert, hört der wenigstens fast wieder auf, bis wir endlich aufs Festland kommen. Hier gehts weiter mit dem nächsten Bus. Bei der Fahrt sind wir ganz hin und weg von der schönen tropischen Landschaft. Jetzt müssen wir nur noch mit einer "Nußschale" zur Insel rübersetzen. Da es weder hier noch auf den Inseln sowas wie einen richtigen Hafen gibt, muss man samt Gepäck bis ins knietiefe Wasser waten und auf das Boot klettern!
Pünktlich zum Sonnenuntergang fahren wir los:

 

Auf Gili Meno folgt das gleiche Prozedere, samt Gepäck runter vom Boot und durchs Wasser auf die Insel.

Gili Meno ist eine von 3 kleinen Inseln. Die größte ist Gili Trawanang, die Partyinsel, dann gibt es noch Gili Air, die mittelgroß ist und eben Gili Meno, die kleinste und ruhigste der 3. Christian hat sich vorher schlau gemacht, wo man gut wohnen kann und so laufen wir einfach mal los. Die Insel ist ungefähr 1 km lang und 500 m breit und "verkehrsberuhigt": hier gibt es nur kleine Pferdekutschen.

 

Die erste Hütte, die wir uns anschauen, liegt zwar direkt am Meer gelegen, aber so richtig überzeugt sind wir nicht . Wir werden aber gleich vom nächsten angesprochen und schauen uns ein paar andere Hütten an, die etwa 200 m vom Strand entfernt, also schon fast mitten auf der Insel liegen. Die Hütten sind schöner und günstiger und da wir seit fast genau 12 Stunden unterwegs sind und Hunger haben, beschließen wir hier zu bleiben. Als Harry, ein Einheimischer vom Staff, der uns die Hütten gezeigt hat, von einer "Lombok-Style-Hütte" erzählt, die irgendwie offen ist, schauen wir uns die auch noch an. Ja, und jetzt wohnen wir da. Also eigentlich empfinden wir es ja eher als Zelten, aber seht einfach selbst:

 

Nachdem wir in erster Euphorie zugesagt haben, entdecken wir im offenen Bad an der Wand eine recht große Spinne. Also vor ein paar Monaten hätten wir noch geschrieben die wäre rießengroß und wären evtl. nochmal umgezogen, aber man wächst ja schließlich mit den Aufgaben oder mit der Zeit oder einfach durch Erfahrung, wie auch immer....an diesem Abend zumindest beschließen wir die Nacht in friedlicher koexistenz mit der Spinne zu verbringen. Da ja alles irgendwie offen ist, fühlt es sich anders an, als wenn man so eine Spinne in einem geschlossenen Raum hätte.

Wir essen hier in unserer Dschungel-Bar noch einen gegrillten Fisch und schlafen dann ausgesprochen gut!

Am nächsten Tag ist Samstag, 19. Mai und unser (oder Christians) größtes Problem für heute ist: Kann man irgendwo das Champions Leage Finale sehen. Da ja in Asien jeder irgendwie Fußballfan ist, fragen wir einfach mal Harry. Und tatsächlich, Harry meint, kein Problem, sie würden es auch alle anschauen wollen und uns mitnehmen! Der Tag scheint gerettet. Bevor es soweit ist, laufen wir erstmal die komplette Insel ab, um festzustellen, dass wir schon im schönsten Eck wohnen, baden im türkisfarbenen sauberen Meer und chillen noch etwas, da das ja eine lange Nacht werden wird.

Da wir euch zeitlich 6 Stunden voraus sind, beginnt das Spiel für uns nachts um 3 Uhr. Vorher sitzen wir mit unserem Staff (Harry, Didit und noch ein paar) und einem weiteren französischen Gast (Patrice) in unserer Dschungelbar rum, trinken Reiswein und schauen später noch auf einer einheimischen Party am Strand vorbei.

  • Noch 3 Stunden bis zum Anpfiff: Auf der Party ist die Stimmung am Kochen, es gibt Livemusik und es wird getanzt (also die Anderen). Wir sitzen am Strand und genießen die Atmosphäre.
  • Noch 2 Stunden bis zum Anpfiff: Die Party ist immer noch voll im Gange, Reiswein gibt es auch noch und wir sind bester Laune.
  • Noch 1 Stunde bis zum Anpfiff: Wir machen uns langsam auf den Weg zurück, müssen wir doch einmal quer über die spärlich beleuchtete Insel.
  • Noch 35 Minuten bis zum Anpfiff: wir sitzen am Strand der Strandbar, in der das Spiel gezeigt werden soll, als einer kommt und alle in den nebenliegenden Hütten aufweckt. Aus den Hütten kommen lauter junge einheimische Männer, die eher aussehen, als würden sie gleich selbst Fußball spielen.
  • Noch 25 Minuten bis zum Anpfiff: Stromausfall auf der ganzen Insel, d.h. wir sitzen im STOCKDUNKELN!!!
  • Noch 20 Minuten bis zum Anpfiff: Wir bestaunen den Sternenhimmel und warten einfach mal ab
  • Noch 15 Minuten bis zum Anpfiff: Wir warten und bestaunen den Sternenhimmel
  • Noch 5 Minuten bis zum Anpfiff: Wir wecken Harry und Didit mal auf, die glatt am Strand eingeschlafen sind.
  • Noch 0 Minuten bis zum Anpfiff: Wir geben Harry unsere Handynummer, er soll uns anrufen, falls in nächster Zeit noch was geht.


Wir schaffen es irgendwie im Stockdunkeln mit 2 Taschenlampen uns bettfertig zu machen und ins Bett zu klettern. Da stellen wir fest, dass wir nicht mal die Hand vor Augen sehen können, schlafen aber sofort ein. Der Strom muss wohl so in etwa mit der Sonne wieder gekommen sein.

Beim Frühstück werden wir von Didit so begrüßt: "I have Information from Lombok: Bayern loose."

Da Christian das ja fast nicht glauben kann, machen wir uns mit dem Laptop zur Strandbar auf, die WIFI anbietet. Zu dem was wir da lesen, fällt nicht mal mir ein schlauer Kommentar ein. Harrys Kommentar, als wir ihn später treffen war so: "Seise". Harry spricht nämlich unglaublich gut deutsch, versteht auch fast alles, was wir sagen, nur das mit dem SCH fällt ihm ein bißchen schwer. Lustig ist, dass er ganz viele Sprüche und Redewendungen auf Lager hat und ein netter Kerl ist er sowieso. Mit anderen Worten, wir fühlen uns hier rundum wohl!

Wie lange wir hier noch bleiben, wissen wir noch nicht so genau. Erstmal muss ja das Trauma verarbeitet werden....
Und hier scheint uns der perfekte Ort dafür zu sein ;-)

Ach ja, die Spinne...die war am morgen weg und hat sich seitdem nicht mehr blicken lassen....

 

 

Fotos

 

 

Mi

16

Mai

2012

Bali, Insel der Götter

Wir landen planmässig kurz vor Mitternacht in Jakarta und die Einreise nach Indonesien verläuft recht unspektakulär. Unser Weiterflug ist erst um 7:30 Uhr und wie sich herausstellt, sind wir nicht die einzigen, die die paar Stunden am Flughafen überbrücken müssen. Auch Dora hat morgens ihren Weiterflug und bei der einzigen Sitzgelegenheit, einer Art Theke an einem Mini-Supermarkt sitzen wir die nächsten Stunden zu 7. rum und verbringen die Zeit mit Ratschen und Tiramisu-Kaffee oder Bier trinken. Mit dem Flughafenshuttle fahren wir gegen 4 Uhr zum nationalen Abflug, wo wir uns in ein Restaurant setzen, indem es für 5 Euro pro Nase ein Frühstücksbuffet und (mir viel wichtiger) bequeme Sessel gibt. Prompt verschlafe ich da die nächste Stunde! Als erstes fällt uns eines auf: die Menschen gehen hier wieder viel viel freundlicher mit uns um und lächeln auch mal!

Gegen Spätvormittag landen wir auf Bali und wollen nur noch eins: ein Bett und zwar bitte schnell. So nehmen wir uns ein Taxi in die am nächsten gelegene Stadt und landen so in Kuta. Kuta ist der Ballermann der Australier und so gehts dort auch zu. Die Zimmersuche wird auch fast schwieriger als geplant, aber wie immer hat Christian ein gutes Händchen dafür und findet ein super Zimmer zu einem guten Preis. Ich lande komischerweise jedesmal, wenn ich alleine suche in den teuren ganz schlechten Zimmern??!! Die perfekte Rollenverteilung sieht also so aus: ich sitze im Cafe und Christian klappert derweil die Guesthouses ab. Mag er zwar nicht so gern, funktioniert aber perfekt ;-)!!!

Aber zurück zu Kuta: Kuta ist laut, nervig, voll und gefällt uns überhaupt nicht! Genaugenommen ist das der schlimmste Ort, seit wir unterwegs sind!! Daher fahren wir, als wir ausgeschlafen haben mit dem Shuttlebus weiter nach Ubud. In Ubud quartieren wir uns erst in der Nähe des Monkey-Forests ein und lassen uns dann ein bißchen durch den Ort treiben. Es ist hier definitiv besser als in Kuta, aber immer noch sehr touristisch! Was wohl auch daran liegt, dass hier, wie Dora schon meinte, viele "Eat Pray Love-Touristinnen" unterwegs sind. Als extrem empfinden wir den Straßenverkehr, der teilweise mehr steht als fährt, obwohl wir ja gerade mal Nebensaison haben, wie das in der Hauptsaison erst zugehen muß.....

Um ein bißchen aus dem Trubel rauszukommen, suchen wir uns ein Zimmer mit toller Aussicht:


Leider ist das Wetter nicht besonders gut und es regnet fast jeden Tag. Wir verbringen die nächsten Tage mit Sightseeing in und um Ubud, shoppen oder auch mal einfach mit purem Nichtstun.  

Für einen Tag nehmen wir uns ein Taxi und fahren zu den Tempeln um Ubud und den Berg Batur. Die Tempel an sich sind ganz nett, aber wenn man schon den einen oder anderen Tempel gesehen hat nix besonderes. Auffallend anders sind jedoch die Skulpturen in den Tempeln, die sind teilweise richtig gruselig:

 

Unterwegs landen wir bei einem für die Gegend typischen Touri-Nep, dem "Coffee-Break". Wir gehen durch einen Gewürzgarten und bekommen die Tierchen zu sehen, die Kaffeebohnen essen, die, wenn wieder ausgeschieden, gesäubert und geröstet, richtig teuer sind. Das lassen wir uns nicht entgehen und teilen uns eine kleine Tasse dieses schonmal verdauten Kaffees für fast 5 €. Der Chilli-Schokolade für umgerechnet fast 10 € können wir dagegen sehr gut widerstehen. Auf Nachfrage, warum denn 100 Gramm Schokolade mehr kosten, als ein indonesisches Abendessen für zwei, bekommen wir erklärt, dass alles organisch ist. Ja klar! Und solange es Dumme gibt, die hier wirklich einkaufen, werden die Preise auch so bleiben. Aber egal, so läufts einfach in den meisten touristischen Gebieten Asiens.


Alles in allem kann ich mich des Gedankens nicht verwehren, ob es hier den Göttern nicht dann und wann auch zuviel wird. Die Balinesen sind sehr freundlich, aber wir haben den Eindruck, dass hier mitunter doch (auch) eher der schnöde Mammon angebetet wird. Wie auch immer. Da wir langsam aber sicher wirklich keine Lust mehr auf Tempel und Sightseeing haben, wirds Zeit, dass wir mal wieder ans Meer kommen. Daher machen wir uns auf den Weg Richtung Gili Meno.

 

 

Fotos

 

So

06

Mai

2012

Can Tho & Saigon

Nach dem absurden Erlebnis an unserem 1. Tag hier in Can Tho, waren wir am 2. Tag nicht gerade in bester Stimmung und die Lust vor die Türe zu gehen und irgendwas zu unternehmen ging gegen Null!

Der Kontrast zwischen Kambodscha und Vietnam hätte nicht größer sein können und wir sehnen uns richtig die netten, freundlichen, lustigen Kambodschaner herbei. Aber hilft ja nichts, jetzt sind wir hier! Da wir uns so gar nicht aufraffen können nochmal in der Travel Agency vorbeizuschauen, setzen wir uns zumindest in ein Cafe, trinken leckeren vietnamesischen Kaffee und schreiben den letzten Eintrag über Kambodscha. (Übrigens haben wir die Wörterliste ohne jegliche Aufzeichnungen gemacht, die hatten wir nämlich nicht dabei).  

Nebenbei beobachten wir den konfusen Verkehr auf einer Kreuzung und stellen fest, dass die Vietnamesen das Transportieren vieler Dinge auf einem Roller am besten können:

 

Später organisieren wir genau DIE Bootstour für den kommenden Tag und zwar über unser Hotel, so wie wir es vor 3 Jahren auch schon gemacht haben. Abends treffen wir Pamela und Alex nochmal und verbringen wieder einen super lustigen Abend mit den beiden!

Am nächsten Tag haben wir richtig Glück mit dem Wetter. Unsere Tour beginnt mit einem herrlichen Sonnenaufgang:

 

 

 

Wir kommen wieder bei einem recht großen schwimmenden Markt vorbei:

 

 

 

Machen Halt in einer Reisnudelfabrik:

 

 

 

Kommen noch zu einem kleineren schwimmenden Markt:

 

 

 

Entdecken eine riiieeeeßen Spinne:

 

 

 

laufen über eine sog. Monkeybridge:

 

 

 

und fahren wieder durch die Mangroven:

 

 

Alles in allem ist diese Bootstour zwar alles andere als günstig (daher will die ja auch jeder verkaufen), aber sie lohnt sich allemal! Nach fast 7 Stunden Bootstour ist uns die Weiterfahrt nach Ho CHi Minh für heute zuviel, so verbringen wir einen letzten Abend bei unserem vietnamesischen Italiener, diesmal leider alleine weil Pamela und Alex heute schon weitergefahren sind.

Tags drauf gehts dann mit einem Minibus weiter nach Ho Chi Minh City (Saigon).
Mit uns kommt auch der Regen! Es schüttet gut eine halbe Stunde, wie wir es aus Deutschland gar nicht kennen:

 

Am nächsten Tag treffen wir uns wieder mit Pamela und Alex. Wir besuchen zusammen das War Museum und gehen hinterher lecker Sushi essen und noch ein Bier trinken. Es ist schade, dass wir nicht länger zusammen unterwegs sein können, weil wir uns richtig gut verstehen und es immer sehr lustig zugeht, wenn wir uns treffen! Daher verschieben wir den Abschied auf morgen und verabreden uns zu einem späten Frühstück (oder frühen Mittagessen) um 12 Uhr mittags.

Hier in Saigon sind die Menschen um einiges angenehmer und Pamela und Alex haben es tatsächlich geschafft, das Päckchen auf den Weg nach Kanada zu bringen. Auch wir haben unseren ersten Schock etwas überwunden, sind aber nicht böse, dass es heute Abend weiter geht. Vielleicht muss man es auch noch ein bißchen relativieren, beim letzten Mal sind wir direkt aus Deutschland gekommen und da war der Kontrast nicht so extrem, aber auch damals nach über 3 Wochen in Vietnam war ich total angetan von den Kambodschanern, da man sich dort gleich viel viel willkommener fühlt. Hier in Vietnam gibt es schon auch nette Leute, aber die Grundstimmung gegenüber den Touristen ist, wie ich finde, eine andere als in den Nachbarländern.

Bevor es weitergeht müssen wir uns nun wirklich von Pamela und Alex verabschieden und wir hoffen sehr, dass das mit den gegenseitigen Besuchen in der Zukunft auch klappt!

Eigentlich wollten wir ja vor dem Flug noch etwas Zeit für uns haben, da ich ja trotz zig Flügen immer noch nicht gerne in diese Flugzeuge steige. Aber da kommt uns ein Chat mit Rina dazwischen. Da Rina momentan noch in Vietnam ist, aber um den 20. Mai rum zurück nach Jakarta fliegt, beschliessen wir spontan unsere Tour umzudrehen und versuchen einen Weiterflug von Jakarta auf Bali oder Lombok zu bekommen, quasi in letzter Minute. Die Flüge auf Lombok sind "sold out" aber wir finden einen nach Bali, den wir aber nicht online buchen können, da man da 48 Stunden vorher dran sein muss. Also suchen wir uns spontan eine Travel Agency, in der wir buchen können. Auf die Minute werden wir mit allem fertig und schaffen es trotz dem absoluten Chaosverkehr in einer halben Stunde zum Flughafen.

 

Am Flughafen machen wir noch Bekanntschaft mit Dora, einer Engländerin, die mit einem Indonesier verheiratet ist und fast noch mehr Flugangst hat als ich. So bekommen wir gleich noch ein paar "Insidertipps" und die Zeit bis zum Start vergeht fast zu schnell.

Der Start ist wider Erwarten der Hammer, ich sitz am Fenster und bin über den Blick auf das Lichtermeer von Saigon so begeistert, dass ich ganz vergesse Angst zu haben. Leider ist mein Fotoapparat in der Tasche oben in der Ablage.

Für die paar Tage Vietnam sparen wir uns ein Fazit und diesmal sind wir uns einig und absolut sicher: 2 Besuche dieses Landes sind eigentlich schon 1 zuviel!!!

 

Bilder

 

 

Do

03

Mai

2012

Verfolgungswahn in Vietnam oder

die Bootstour Mafia in Can Tho oder (eine hypothetische Frage)
Sind denn jetzt alle Vietnamesen verrückt geworden???

Nachdem ja die Flugverbindung nach Indonesien von Ho Chi Min City aus besser ist, als von Phnom Phen aus, haben wir uns ein (Bus)Ticket nach Can Tho besorgt. Denn, wenn wir schon durch Vietnam müssen, dann kann man ja noch schnell nen kleinen Halt im Mekongdelta einlegen. Lt. unserem Guesthouse in Phnom Penh sollten wir um 15 Uhr in Can Tho sein. Das kam  mir ja gleich komisch vor! Tatsächlich angekommen sind wir um kurz vor 7 Uhr abends und waren abwechselnd mit Bus und Boot unterwegs. War aber nicht so schlimm, im Bus haben wir ein Pärchen aus Kanada getroffen, die in Don Det im gleichen Guesthouse gewohnt haben und so wars wenigstens nicht langweilig.

Wir haben dann alle das erstbeste Guesthouse bezogen und wie schon vor 3 Jahren stand sofort nach dem Einchecken jemand bei uns im Zimmer, diesmal eine ältere Frau, um uns eine Bootstour anzudrehen. Genau die Bootstour haben wir damals auch gemacht und sie war auch wunderschön, aber erstmal wollten wir mal ankommen. Morgen ist ja auch noch ein Tag. So haben wir sie mit einem "maybe tomorrow" vertröstet. "Tomorrow" sind wir dann aber erstmal in ein sauberes Hotel umgezogen und wurden dort auch gleich wieder von einem älteren Mann gefragt, ob wir die Bootstour machen wollen. Auch zu ihm haben wir gesagt, dass wir es noch nicht genau wissen.

Als wir dann später aus unserem neuen Guesthouse gingen, ist Christian aufgefallen, dass eine Frau davor stand und uns dann folgte. Und tatsächlich, wir laufen absichtlich anders als geplant, aber sie lässt sich nicht abschütteln. An der Uferpromenade spricht sie uns dann an, wie es mit der Bootstour ausschaut und es stellt sich raus, dass es die ältere Frau vom Tag zuvor ist. Wie die rausgefunden hat, wo wir jetzt wohnen??!! Christian meint gleich "Nein", worauf sie aber gar nicht eingeht. Somit bleibt uns keine andere Alternative, als sie stehen zu lassen.

Wir gingen also weiter zur Pizzeria. Dort bekommen wir wenigstens das erste vernünftige Essen in diesem Land! Christian ist kurz mal raus um Zigaretten zu holen und wurde dort von einer anderen Frau angesprochen, ob er eine Bootstour machen möchte??!! Er hat mit "nein" geantwortet! Als wir dann später zahlten und das Lokal verliesen, standen beide (!!!) davor und sind uns hinterhergelaufen!!! Die Neue hat gleich noch auf uns eingeredet, wie toll doch die Tour ist und wie billig.... wir haben sie einfach nicht beachtet! Interessiert hier aber keinen.

Nach so 500 m ist eine Touristinformation an der Uferpromenade und wir sind hin, um uns eine Karte von Can Tho zu besorgen. Wir standen dann da an der Theke und die eine "neue" Frau stand nen halben Meter rechts neben Christian, die andere ältere stand nen halben Meter links neben mir! Total absurd war das! Eine Karte von Can Tho gab es an der Tourist Information nicht. Da ich total genervt von den Bootstourverkäuferinnen war, hab ich gefragt, ob es hier denn sowas wie eine Tourist Police gibt. Die junge Frau der Touristen Information hat mich ganz plötzlich nicht mehr verstanden, dafür kam ein junger Mann, dem ich erklärt habe, dass wir von den beiden Damen rechts und links neben uns zwecks der Bootstour nun sogar schon verfolgt werden. Der junge Mann erklärte uns daraufhin, dass es hier Leute gebe die "bad habits" also schlechtes Benehmen an den Tag legen, dass er uns da aber auch nicht weiter helfen könne. Aha.

Wenigstens eine von den Beiden (die Ältere) hat das wohl verstanden und ist abgezogen, die andere dagegen war renitent. Als wir das merkten haben wir uns einfach mal auf eine Bank gesetzt und abgewartet, sie auch:

Als wir da saßen, stand der nächste schon da und hat gefragt, ob wir eine Boottour machen wollen. Wir: NEIN!!!!!! Aber da wir ja gerne vergleichen, haben wir mal nach dem Preis gefragt. Und der ist bei jedem gleich! Wir haben ihm dann aber erklärt, dass wir die Tour schonmal gemacht haben und noch nicht entschieden haben, ob wir sie dieses mal machen wollen. Der Mann scheinte das akzeptieren zu können und hat nicht weiter nachgefragt.
Da die übriggebliebene Bootsverkäuferin keine Anstalten machte zu gehen, sind also wir weitermarschiert, mittlerweile eher amüsiert ob dieser total seltsamen Situation.

Nach weiteren 500 Metern, dicht auf unseren Fersen war die Bootsfrau, stand auf einmal der Mann vom Ufer wieder neben uns und hat auch wieder mit der Bootstour angefangen??!! Wo der aufeinmal wieder herkam?? Aber langsam wars unheimlich! So sind wir in eine Travel Agency geflüchtet, denn wir wollten ja immer noch eine Karte. Dort haben wir also nach einer Karte gefragt, aber auch hier gibts keine. Da man hier auch recht gut mit dem Fahrrad touren machen kann, wie wir beim letzten mal schon gehört haben, fragten wir, ob man hier Räder ausleihen kann. Kann man und der nette Herr hat uns auch gleich Orte aufgezählt, wo man hinradeln könnte. Ich fragte ihn dann, wie wir da am besten hinfinden, wenns doch keine Karte gibt. Daraufhin hat er gestutzt, 1 Minuten überlegt und dann gemeint, wenn wir morgen wieder kommen, hätte er eine Karte für uns. Aha! Christian konnte sich gar nicht auf das Gespräch konzentrieren, weil er durch die Glastüre beobachtet hat, wie sich unsere übrig gebliebenen Bootstourverkäuferin notdürftig hinter einer kleinen Palme versteckt hat, köstlich!

Wir wollten uns heute auch mit Pamela und Alex, den Kanadiern treffen, daher war unser nächstes Ziel unser ehemaliges Guesthouse, um zu schauen, ob sie gerade da sind. Dort angekommen, fragten wir an der Rezeption. Die junge Frau dort schaute uns an und meinte, sie verstehe nicht, was wir wollen. Nachdem ich also nochmal erklärt habe, was wir wollen, steht aufeinmal wieder der männliche Bootsverkäufer neben uns und fragt, ob er helfen kann, also hab ich alles ein drittes mal gesagt und gemeint, ob er es ihr nicht übersetzen kann. Daraufhin reden sie miteinander auf vietnamesich, er zückt sein Handy, wählt eine Nummer und drückts mir in die Hand, hä??!! Komplett perplex sag ich einfach mal Hallo und eine Stimme antwortet und möchte mit mir die Details für unsere Bootstour ausmachen. Spontan denk ich mir, was ihr könnt, kann ich schon lange, und frag sie, ob sie mir nicht helfen möchte, "the kanadian couple" zu finden und leg dann auf!

Kopfschüttelnd gehen wir wieder. Die Bootstourverkäuferin ist uns immer noch auf den Fersen:

Langsam aber sicher fühl ich mich wie in einem schlechten Film und wir beschliessen irgendwo ein Bier zu trinken und zu warten, bis sie weg ist!

Mal ehrlich: Sowas gibts doch eigentlich gar nicht, oder??!!

Als wir später wieder auf die Straße kamen, haben wir sie nicht mehr gesehen und konnten somit zu unserem Hotel gehen.

Später wollten wir noch eine Kleinigkeit essen und haben zum Glück zufällig Pamela und Alex getroffen, funktioniert doch. Sie hatten einen ähnlichen Tag! Als sie nämlich an der Rezeption nach uns gefragt haben, wurde ihnen erzählt, wir hätten spontan heute morgen die Bootstour gemacht und wären jetzt schon auf dem Weg nach Ho Chi Minh City??!!

Sie wollten heute ein Päckchen mit Büchern und diversen Einkäufen heim schicken. In der Post allerdings hat eine Angestellte einfach alles wieder ausgepackt, bei so gut wie allem einfach "No" gesagt und wollte zum Schluss nur 2 kleine Sachen verschicken lassen. Auf die Frage, wo denn das Problem liegt Bücher von Vietnam nach Kanada zu schicken, konnte sie nicht antworten und hat eine Kollegin geholt, die besser englisch spricht. Aber Fehlanzeige, auch sie konnte keine Erklärung abgeben. Um dem ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, haben sie bei der Packaktion ein Bild aus Kambodscha beschädigt, sich nicht entschuldigt und das Ende von der Geschichte ist, dass kein Päckchen von Vietnam nach Kanada geschickt wird. Die Beiden waren extrem sauer und genau wir wir, ziemlich irritiert über die Leute hier!!!!

Nichtsdestotrotz verbrachten wir einen sehr netten Abend zusammen!


Als wir zum ersten mal in Indien waren habe ich immer gesagt, frei nach Asterix und Obelix: "die spinnen, die Inder"

Ich hoffe ja, dass sich der Eindruck bis zum 8. Mai wieder ändert, aber für heute bin ich mir totsicher:
"die spinnen, die Vietnamesen" ;-)

Mi

02

Mai

2012

Lee-hai Kambodscha

Wir haben

  • in 4 verschiedenen Betten geschlafen
  • Leckeres Amok bekommen, das schmeckt wie daheim
  • Einige Stunden im und vor dem Bus verbracht, da wir bei JEDER Busfahrt eine Panne hatten
  • zig Wörter und Phrasen auf Khmer gelernt
  • geschwitzt, wie noch nie in unserem Leben
  • und Christian hat seinen kulinarischen Horizont erweitert:

Alles in allem ist Kambodscha mittlerweile zu unserem Lieblingsland in SOA geworden! Besonders die Menschen hier haben es uns angetan. Leider waren wir hier zur heißesten Zeit des Jahres und mussten feststellen, dass wir bei der Hitze zu nicht mehr viel in der Lage sind. Somit sind wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge weitergefahren und hoffen, dass wir bald mal wieder kommen können!

Orkuhn Kambodscha

(bis zum nächsten Mal)

Di

24

Apr

2012

Siem Reap

Nach einem Frühstück am Fluß mit Rina, ging es mit dem Bus Richtung Siem Reap los. Diesmal hat es ungefähr eine halbe Stunde vor Phnom Penh einen lauten Schlag gemacht: hinten rechts war der Reifen geplatzt. Zum Glück hat es nur etwas geraucht und wir konnten noch eine kleine Strecke langsam fahren. An einer provisorischen Werkstatt wurde der Reifen gewechselt und weiter gings nach Siem Reap.

Wir haben dort den "free pick-up" des OK 1 Guesthouses genutzt und gleich nen ganz netten Tuktukfahrer bekommen. Christian hatte sein Bayern München Trikot an und der Tuktukfahrer informierte ihn gleich, dass der FCB gegen Real 2:1 gewonnen hat. Das Ergbnis war uns schon bekannt, aber es ist immer wieder amüsant, wie gut sich die Asiaten im europäischen Fußball auskennen.

Zur Begrüßung im OK 1 gab es ein kaltes Tuch und ein Glas Limonensaft, super! Die anschließende Zimmerbesichtigung war leider nicht wie erwartet. Denn da lief doch glatt ne mittelgroße Kakerlake im Bad rum, der Typ vom Personal ist kurzerhand draufgestiegen und hat sie ins Klo geworfen, aha.

Da es schon recht spät war, haben wir ein anderes Zimmer genommen und wollten uns eigentlich am nächsten Tag in einem anderen Gueshouse einquartieren. Der Plan wurde kurz später geändert als wir die Dachterrasse sahen:

Neuer Plan war: wir bleiben bis wieder eine Kakerlake auftaucht. Und die tauchte auf, aber dazu später...

Wie immer haben wir uns am nächsten Tag einfach ein bißchen durch Siem treiben lassen und einen Tuktukfahrer für den kommenden Tag organisiert. Pünktlich um 5 Uhr ging es tagsdrauf auch los. Ab zu den Tempeln! Erstmal aber muss man eine Eintrittskarte erwerben. Wir nahmen wieder das 3-Tages-Ticket für den Schnäppchenpreis von 40 Dollar pro Person. Als wir vor dem Angkor Wat ankamen war schon eine Menge los, aber es war kein Problem einen guten Platz zu ergattern:

Die Atmosphäre hier ist schon fast einzigartig! Schade ist, dass der Eingangsbereich des Tempels momentan renoviert bzw. konserviert wird und man daher über einen Seiteneingang hinein gehen muss. Wir sind einfach mal kreuz und quer durchgelaufen. Egal, wie viele Tempel man vorher gesehen hat, Angkor Wat beeindruckt uns immer!

Vor dem Tempel gibts einige Souvenirläden und auch Stände, an denen man Kaffee und Frühstück bekommt. Wir trinken erstmal einen Kaffee und essen einen Pancake. Gesellschaft bekommen wir dabei auch:

Weiter gings zum Tempel Bayon, der in der Stadt Angkor Thom steht. Diesmal lassen wir das mit dem Laufen durch das Stadttor, da hier jede Menge los ist:

Zeitlich haben wir es nun etwas schlecht erwischt, da gerade die kleinen Busse hier Halt machen und richtige Menschenmengen unterwegs sind. Wir sind ganz froh, dass wir den Tempel auch schonmal anders erlebt haben. So setzten wir uns einfach in den Schatten und beobachteten die anderen Touristen, die sich immer wieder posend an der gleichen Stelle fotografieren lassen, köstlich!

Die nächste Station war der Dschungeltempel Ta Prohm oder besser, das, was davon momentan betretbar ist. Denn hier haben die Inder angefangen Teile des Tempels zu renovieren bzw. konservieren, wie wir auch auf einer Tafel nachlesen konnten. Schade, die Atmosphäre ist somit dahin. Wir versuchen uns an die roten Pfeile zu halten, was aber fast nicht möglich ist, denn irgendwie zeigen die Pfeile immer mal wieder in entgegengesetzte Richtungen. Aber keine Wunder, denn wer renoviert hier nochmal gleich? Genau, die Inder ;-)! Wir erkannten zumindest noch den "Ausgang" und verlassen den Tempel recht schnell wieder.

Eigentlich reichts uns auch schon fast für den 1. Tag, denn die Hitze stresst einen ziemlich, es hat ungefähr 37 Grad. Im Tuktuk fühlt man sich, wie in der Trockenphase einer Autowaschanlage oder als ob jemand einen Ganzkörperfön angemacht hat! Nichtsdestotrotz schauen wir doch noch beim Banteay Kdei vorbei (oder besser unser Tuktukfahrer kann gar nicht verstehen, dass es uns langt und fährt uns einfach mal hin) und wenn wir schon mal da sind, schauen wir uns den Tempel natürlich auch schnell an:

Dann reichts aber wirklich und wir lassen uns zurück in unser Guesthouse fahren. Dort wollen wir uns nur kurz ausruhen und verschlafen glatt den restlichen Nachmittag! Gerade noch zum letzten Augenblick des Sonnenuntergangs schaffen wir es auf unsere Dachterrasse.

Am nächsten Tag machen wir es uns dort oben bequem und lassen es uns einfach gut gehen! Wir haben hier auch angefangen ein bißchen die Landessprache zu lernen und das Personal oben ist super! Die 2 Jungs lernen uns alles, was man so braucht. Im Gegenzug wollen sie wissen, was "I love you" auf deutsch heißt. Mittlerweile können sie es auch fast akzentfrei aussprechen ;-)! Wir dagegeben können jetzt u.a. bis 19 zählen, im Lokal bestellen (sogar einen Aschenbecher), nach dem Preis fragen, bezahlen und zu jeder Tageszeit grüßen!

Diesmal wollen wir natürlich auch irgendwas Neues sehen und machen somit ein Taxi klar, mit dem es zu dem über 60 km entfernten Dschungeltempel Beng Mealea geht. Diesmal starten wir um 7 Uhr. Der erste Halt ist beim Pre Rup, den wir gleichmal raufklettern. Super, morgens um halb 8 sind wir komplett nassgeschwitzt, aber die Aussicht ist schon toll.

Weiter gehts zum Bantheai Srei, ein Frauentempel lt. unserem Reiseführer. Die Verzierungen hier sind sehr sehr fein und so wird vermutet, dass sie von Frauen gemacht wurden. Leider kann man hier gar nicht so frei überall hin, sondern muss sich an den Weg halten. Auch der Eingangsbereich ist absolut modern. Der Tempel selbst ist toll:

Nach einer längeren Fahrt, auf der sich unser Fahrer glatt mal verfährt kommen wir beim Beng Mealea an. Herrlich!!! In unserm Reiseführer steht, dass es "die Titanic" unter den Tempeln sei und das kommt schon hin. Wir klettern dort unter Regie eines Guides kreuz und quer durch den Tempel:

Anschliessend setzen wir uns noch auf ein paar Steine und geniessen die Ruhe und Stimmung hier.

Langsam ist Zeit für das Mittagessen. Unser Fahrer bringt uns zu einem netten Restaurant und als er mitbekommt, dass wir schon ein paar Brocken Khmer können, lernt er uns auch gleich noch ein paar weitere Phrasen. Es ist total nett zu beobachten, wie die Leute reagieren, wenn wir auf Khmer bestellen. Wir verstehen ja selbst nicht so genau, was wir sagen und sind ganz stolz, wenn wir verstanden werden! Lucky, unser Fahrer meinte auch, dass man, wenn man in Khmer bestellt, bessere Preise bekommt! Somit fragen wir am Markt jetzt immer: tlai bon mahn? (geschrieben, wie gehört). Schade, dass das Klima momentan so extrem ist, sonst wären wir bestimmt länger in Kambodscha geblieben, um noch mehr zu lernen!!!!

Nach dem Essen machen wir Halt beim Tempel Bakong. In unserer Fahrt inbegriffen sind Wasser und Regenschirme. Total lustig, bis jetzt haben wir auf die Regenschirme verzichtet, aber hier besteht unser Fahrer darauf, dass wir sie mitnehmen. Die Temperatur schätzt er auf 39 Grad, später erfahren wir, dass es 42 Grad waren!!!!
Ein Video der "Tempelbesteigung" gibts natürlich auch:

Wir hätten noch 2 kleinere Tempel anschauen können, aber wir sind soooo fix und fertig von der Hitze, dass wir nur noch zurück wollen! Anstrengend ist, dass man ständig nass geschwitzt ist, im klimatisierten Auto wieder trocknet und dann wieder schwitzt. Wir haben schon geschaut, dass es im Auto nicht ganz sooo kalt ist!

Damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt: die Klimaanlage in unserem Zimmer stellen wir nachts auf 27 Grad! Tagsüber auf 25 Grad und der Wechsel von draussen nach drinnen ist immer noch sehr extrem. Wenn man hier irgendwelche Geschäfte betritt ist es noch schlimmer, denn dort wird auf ca. 20 Grad gekühlt. Man fühlt sich hier, als ob man samt Kleidung in einer Sauna ist und dann in einen Kühlschrank kommt!

Am angenehmsten ist die Temperatur auf unserer Dachterrasse, da es dort ein bißchen windet und man immer einen Schattenplatz bekommt. Das Wasser im Pool ist definitiv keine Abkühlung, aber trotzdem ganz angenehm. So verbringen wir einige Zeit hier oben, da es total entspannend ist, wenn der Körper sowas wie "Normaltemperatur" ausgesetzt ist!
Weniger entspannend war dann das Abendessen. Christian hat Fried Rice mit Vegetables bestellt, der auch recht lecker schmeckte, nachdem er über die Hälfte gegessen hatte, fand er mitten im Reis eine tote (frittierte) Kakerlake!!! Überraschend locker sind wir damit umgegangen, schlecht wurde es uns mal nicht und die nächsten Tage haben wir lieber mal in der "Pub-Street" gegessen. Apropos, die Pub-Street, der Name ist hier Programm, denn die ganze Straße besteht nur aus Restaurants und Kneipen. Neben der Happy Hour, in der ein Glas Bier 50 Dollar-Cent kostet, gibt es auch eine Very Happy Hour, da kostet das Glas Bier nur mehr 35 Dollar-Cent. Wenn man da sitzt, könnte man eigentlich überall auf der Welt sein! Landestypisch ist hier nichts mehr, nicht mal das Amok schmeckt!


Unseren letzten Tempeltag starten wir wieder um 5 Uhr! Diesmal lassen wir uns Richtig Zeit und verbringen gleich über 4 Stunden im und um Angkor Wat! Es wird einem hier einfach nicht langweilig, weil man immer wieder neue Dinge sieht! Wir schauen auch im Infostand unserer Landsleute vorbei, die hier die Renovierung organisieren:

Eigentlich wollen wir nur noch den Preah Khan sehen, aber unser Fahrer ist wohl noch nicht ganz ausgeschlafen, denn er sagt Preah Khan und fährt zum Ta Prohm??!! Aber egal, wenn wir schon mal da sind, schauen wir doch nochmal schnell rein! Diesmal nehmen wir einen anderen Weg durch den Tempel und müssen dann unseren Fahrer erstmal suchen. Wir finden ihn schlafend im Tuktuk! Weiter gehts nun zum Preah Khan, einem der größten Tempel: 800 m lang und 600 m breit auf nur einer Ebene! Toll:

Und dann heißt es wieder Abschied nehmen von den für uns beeindruckendsten und schönsten Tempeln der Welt!!!

Aber da ja jeder Abschied auch ein Anfang ist, sollten wir uns langsam entscheiden, wie unsere Reise weitergeht. Da das Klima hier nicht besonders angenehm ist, wollen wir sobald als möglich nach Indonesien fliegen. Von Phnom Penh aus schauts schlecht aus, daher entscheiden wir uns doch nach Vietnam weiterzufahren und von Ho Chi Minh City aus über Jakarta auf Bali zu fliegen.

Wir verbringen noch einen letzten sehr netten Abend auf unserer Dachterrasse mit unseren Khmerlehrern:

Am nächsten Morgen gehts mit dem Bus wieder zurück nach Phnom Penh. Wir haben den gleichen Bus, wie bei der Hinfahrt und sitzen zufällig auf den genau gleichen Plätzen, was sich als schlechtes Omen herausstellt. Nach fast 2 Stunden riechts komisch, der Bus hält und nix geht mehr. Motorschaden! Ein weiterer Bus aus Siem wird uns geschickt und bis er da ist sitzen wir weitere fast 2 Stunden an einer provisorischen Tankstelle im Nirgendwo rum! Gegend Abend kommen wir endlich ziemlich genervt in Phnom Penh an!

 

Fotos

 

Sa

14

Apr

2012

Killing Fields

Da das jetzt unser 2. Besuch der kambodschanischen Hauptstadt ist, wird es Zeit, dass wir uns auch mit der jüngeren Vergangenheit dieses Landes auseinander setzen. So standen heute das Gefängnis S 21, das heutige Toul Sleng Museum und die sog. Killing Fields auf dem Programm. Ein deutsches Pärchen, das wir in Myanmar getroffen haben, hat uns von ihrem Besuch hier erzählt, so dass wir schon eine ungefähre Ahnung haben, was auf uns zu kommt. Auch haben wir seit unserem letzten Besuch vor 3 Jahren viel über die Geschichte Südostasiens gelesen. Aber wie so oft, kann man auf manche Dinge einfach nie richtig vorbereitet sein.

Aber erstmal schnell ein bißchen Geschichte: Während der Herrschaft der Roten Khmer unter Pol Pot sind in Kambodscha ca. 1,8 - 2,2 Millionen Menschen entweder ermordet worden oder an Unterernährung oder Krankheiten gestorben. Pol Pot wollte aus Kambodscha einen Bauernstaat machen. Die Menschen aus den Städten wurden aufs Land umgesiedelt und alle, die er als Verräter betrachtet hat, ins Gefängnis gesteckt, gefoltert und ermordet worden. Wen es näher interessiert, klicke hier.

 

Unsere 1. Station war das heutige Toul Sleng Museum, damals bekannt als das S21 Gefängnis, davor war es mal eine Schule. Die ehemaligen Schulräume wurden zu Zellen umgebaut.

 

Die Schule besteht aus mehreren Gebäuden und einem Innenhof. Als die Vietnamesen dem Spuk in Kambodscha ein Ende bereitet haben, fanden sie hier 14 Tote, die im Innenhof begraben wurden und 7 Überlebende. Die Gebäude selbst wurden teilweise so belassen, wie man sie vorgefunden hat und teilweise werden dort z. B. die Fotos der ehemaligen Insassen ausgestellt.
Denn wie auch die Nazis, haben die Roten Khmer alles fein säuberlich dokumentiert und jeden Insassen erstmal fotografiert.
Auch die Führungsriege der Roten Khmer kommt nicht zu kurz. In einigen Räumen sind ihre Lebensläufe und auch original Briefe aus dieser Zeit ausgestellt. Fast alle haben sie in Frankreich studiert. Erschreckend ist auch, wie paranoid alle waren! Das geht so weit, dass noch im Jahr 1997 Pol Pot einen anderen Führenden samt Familie hat umbringen lassen.


In einem Gebäude sind die Räume durch Holzwände in klitzekleine Zellen unterteilt worden. Ich (Claudia) konnte erst fast nicht reingehen. Das beklemmende Gefühl war so extrem, dass ich erst einen Stock höher mal kurz reingegangen bin. Unglaublich!!!!

Besonders extrem sind auch die Folterwerkzeuge, die uns eher ans Mittelalter und die Folterung von Hexen erinnert haben!

Weiter ging es zu den Killing Fields, es gab ungefähr 300 solcher Killing Fields in Kambodscha. Man geht davon aus, dass man bis heute noch nicht alle gefunden hat.

Hierher wurden die Gefangenen gebracht, zusammengepfercht auf irgendwelche Karren. Wir fahren mit einem Tuk Tuk.
Jeder Besucher bekommt einen Audioguide, den es in vielen Sprachen gibt. Schon zu Beginn wird einem erklärt, dass man nichts vom Boden aufheben, aber gut aufpassen soll, da immer noch Knochen, Zähne und Kleidung nach oben kommen, gerade nach der Regenzeit.

So laufen wir von einem Punkt zum anderen und sind immer mehr schockiert von den Greueltaten, die sich hier auf diesem recht idyllischen Feld zugetragen haben. Die Löcher, die wir schon von weitem gesehen haben, entpuppen sich als ehemalige Massengräber, in denen auch mal nur Frauen und Kinder oder mal ein ganzes Heer ohne Köpfe gefunden wurden. Da Munition damals teuer war, wurden die Menschen auf unglaublich brutale Art getötet, nämlich erschlagen oder ihnen wurde sogar mit den scharfen Kanten von Palmblättern die Kehle durchgeschnitten. Am allerschlimmsten ist ein Baum, an dem kleine Kinder einfach mit dem Kopf dagegen geschlagen wurden. Alles in allem mag man gar nicht glauben, dass Menschen zu solcher Gewalt und Brutalität überhaupt fähig sind. Eine Gedenkstupa wurde mitten auf dem Feld erbaut, in der sind nun die Totenschädel und größere Knochen der Opfer aufgebahrt. Mehr als einmal kämpfen wir mit den Tränen.



Für uns ziemlich unglaublich ist, dass die Rote Khmer bis ins Jahr 1982 einen Sitz in der UN hatte und als offizielle Regierung von Kambodscha anerkannt wurde. Erst vor ein paar Jahren haben die ersten Gerichtsverhandlungen gegen die Verantworlichen dieser Massaker begonnen. Lediglich einer der Führungsriege hat bis jetzt so etwas wie Reue gezeigt.

Fr

13

Apr

2012

Phnom Penh

Wie immer, also mit dem Bus, ging es von den 4.000 Inseln zur laotisch-kambodschanischen Grenze. Diesmal haben wir die einfachste Variante gewählt, nämlich Pässe samt Visaantrag und Passfoto abgeben und warten, bis alle Formalitäten in diesem Falle für den kompletten Bus, erledigt sind. Der Bus hat an der Grenze öfter mal gehalten, so dass die meisten einfach zu Fuß von einem Land ins andere gestiefelt sind, ohne Pass, was hier niemanden interessiert! An der kambodschanischen Seite kann man sich, wenn man zu Fuß kommt, einem Gesundheitscheck unterziehen. Und der war so: Ein kleines Gerät wurde an den Kopf gehalten und hat gepipst.

Unsere Pässe haben wir samt Einreisestempel wiederbekommen. Damit zumindest der Hauch eines Überblickes da ist, mussten wir alle aus dem Bus. Dann wurden die Pässe verteilt und ein Beamter hat aufgepasst, dass nur die mit Pass einsteigen. Super, spätestens beim 10. war das so ein Durcheinander, dass es eigentlich grad egal gewesen wäre. Aber so läufts nunmal in Asien!

Weiter gings auf den kambodschanischen Straßen, die noch schlechter sind, als die in Laos. Es hat auch "nur" weitere 10 Stunden und eine kleine Motorreparatur lang gedauert, bis wir in Phnom Penh angekommen sind.

Phnom Penh hat uns vor 3 Jahren schon sehr gut gefallen und auch jetzt fühlen wir uns gleich wieder sehr wohl! Verändert hat sich in dieser Zeit auch einiges: Die Uferpromenade des Tonle Sap Rivers, die vor 3 Jahren noch aus Geröll und Schutt bestand, ist jetzt wirklich eine Promenade! Nur leider gibt es weder den guten Inder, noch die Sportbar mit den tollen Pizzen mehr. Dafür wissen wir jetzt, wo es das beste Amok der Stadt gibt! Das schmeckt genau wie daheim, wenn Christian kocht!!! Hier treffen wir auch Rina, die "speed travellerin" wieder und verbringen ein paar sehr lustige Tage mit ihr!

Über Neujahr, das hier gleich 4 Tage lang gefeiert wird, schauen wir öfter mal beim Wat Phnom vorbei. Nachmittags gabs ein paar Spiele:

 

Das neue Jahr 2556 nach buddhistischer Zeitrechnung begann am Freitag, dem 13.04. um 19.11 Uhr. Leider hat es kurz vorher angefangen zu regnen, so dass wir nicht so lange beim Wat geblieben sind. Aber schnell war der Regen wieder weg und wir immer noch bester Laune:

 

Ja, und unseren Marktbesuch wollen wir euch auch nicht vorenthalten:

Sehr irritierend war das 1. mal Geldabholen. Da kam gerade mal 1 (!!!!!) Schein aus dem Automaten. Die letzten Monate kam da ein mindestens 5 mm dicker Packen Geld raus, den man gerade so irgendwie untergebracht hat. Und hier bekommen wir einen 100 Dollarschein. Ja, in Kambodscha bekommt man bei allen Geldautomaten Dollar, denn überall werden auch Dollar verlangt. Nur wenns nicht grad rausgeht kommt die einheimische Währung Riel ins Spiel, 4.000 Riel sind 1 Dollar. Wenn man also 1,50 Dollar zurückbekommen sollte, bekommt man 1 Dollar und 2.000 Riel.

 

Fotos

 

Mi

11

Apr

2012

Nach knapp 3 Wochen in Laos ein kleines Resümee

Wir haben diesmal

  • in 7 verschiedenen Betten geschlafen
  • 3 Kakerlaken getötet
  • 2 Tage im Slowboat und
  • etliche Stunden im Bus hinter uns gebracht (Buspannen: 1)
  • sehr viele sehr freundliche Menschen getroffen
  • gestaunt, wie schön es hier ist
  • zum 1. mal Süßwasserdelphine gesehen
  • gelernt, dass Hähne zu JEDER Tages- und Nachtszeit krähen!!!


Und vor allem waren wir immer wieder MILLIONÄRE, denn 100 Euro sind 1.000.000 Kip!!!

Das Highlight war:
die Höhle in Kong Lor! (und diesmal sind wir uns einig)

Anstrengend waren die immer ewig dauernden Busfahrten und vor allem die üble Regenfahrt im Sammeltaxi!

Sehr nett dagegen war, dass wir immer wieder die gleichen Leute getroffen haben, da jeder auf ungefähr der gleichen Route durchs Land unterwegs war!

Und eines ist eh klar: wir kommen wieder! Da ja bald ein Gästezimmer in Peking auf uns wartet, kann man das bestimmt gut verbinden.

Alles in allem hat es uns hier sehr gut gefallen und war fast zu schnell wieder vorbei!

Khop Chai Lai Lai Laos und

Sabaidiii bis zum nächsten Mal ;-)

Di

10

Apr

2012

4000 Inseln

Nach einer kurzen Verschnaufspause in Pakse, haben wir uns auf den Weg zu den 4000 Inseln gemacht.

Das Gebiet der 4000 Inseln ist eine Ansammlung von vielen Inseln im Mekong, die mal mehr oder weniger bzw. größer oder kleiner sind, je nach Jahreszeit. Wenn man Lust auf eine richtige Idylle hat, ist man hier richtig:

Und hier gibt's auch???? Hähne!!!!! Laos wird von uns jetzt umbenannt, in das Land der Hähne, denn soooo viele haben wir ja noch nie irgendwo gesehen geschweige denn gehört!!!! Wir wohnen auf Don Det, der Partyinsel lt. unserem Reiseführer, aber zum Glück hält sich das hier doch recht in Grenzen. Unsere Unterkunft gehört zur HAPPY-Bar, in der auch HAPPY-Food, HAPPY-Drinks und vor allem HAPPY-Cigarettes feilgeboten werden. Dementsprechend hat es gerochen und war das Publikum....alle ganz HAPPY ;-)

Um die Gegend zu erkunden, haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind extra früh gestartet. Neben Don Det liegt Don Khon. Rüber gehts über eine Brücke, die wohl die Franzosen gebaut haben. Dort gibt es einen Wasserfall und man kann eine Bootstour machen. Wenn man dabei Glück hat sieht man die Delphine, die hier noch im Mekong leben. Früher soll ja der komplette Mekong von Delphinen gewimmelt haben, aber durch die Umweltverschmutzung gibt es leider nur noch ganz wenige. Wir haben ein bißchen Glück und sehen sie immerhin von Weitem. Weiter gehts bei mittlerweile fast 40 Grad über immer schlechter werdende Trampelpfade und Brücken. Herrlich, wenns nur nicht soooo heiß wäre! Zwischendrinn machen wir im einzigen schattigen Plätzchen, das wir finden Pause, bis sich ein paar Wolken vor die Sonne schieben.

Ziemlich fertig kommen wir am Spätnachmittag wieder in unserer Unterkunft an und beschliessen zusätzliche 3 Dollar für unser Zimmer springen zu lassen, um die Klimaanlage nutzen zu können.

Nachdem die Klimaanlage nachts auf 25 Grad eingestellt war, fühlt sich das Verlassen des Zimmers um 8.00 Uhr morgens an, als ob man eine römische Dampfsauna (Caldarium) betritt! Subtropisches Klima nennt man das hier wohl!

Aller Idylle zum Trotz besorgen wir uns die nächsten Busfahrkarten Richtung Kambodscha, denn kühler wird es soo schnell nicht werden, eher heißer und feuchter.....

 

Fotos

 

Fr

06

Apr

2012

Reisetage oder warum wir nicht immer zu beneiden sind

Am nächsten Morgen um 5.00 Uhr erwache ich nach ein paar Stunden Schlaf nicht vom Wecker, sondern weil die Hähne mal wieder krähen und es in Strömen regnet. Prima, am liebsten wäre ich ja einfach liegen geblieben und hätte die Abfahrt um einen Tag verschoben. Aber nichtsdestotrotz machen wir uns fertig und bis wir nach draussen gehen, hat sich der Regen zumindest beruhigt.

Da hier keiner so richtig Auskunft geben kann, wie man weiter kommt, fahren wir einfach mal mit dem Bus Richtung Vientiane los. Da wir ein anderes deutsches Pärchen getroffen haben, die bei der Hinfahrt in unseren Bus umgestiegen sind, steigen wir genau dort aus und (dummerweise) in ein Sammeltaxi um:

die große Version eines Sammeltaxis, unsere war halb so groß
die große Version eines Sammeltaxis, unsere war halb so groß

Das soll sich noch rächen. Denn

  1. sitzen wir hier zusammengepfercht mit mind. 20 anderen Passagieren, zwei davon stehen draussen,  
  2. ist es ziemlich kühl und
  3. fängt es unterwegs wieder an in Strömen zu regnen.

An den Seiten wird schnell eine Plastikplane festgemacht, die einen etwas vom Regen schützt. Die zwei, die draussen standen zwängen sich ins Trockne. Bei mir gehts, ich werde nur am Rücken nass. Christian dagegen hat eine komplett nasse Hose und zieht seine Jacke an, damit er ein bißchen vom Regen geschützt wird. Unsere Rucksäcke liegen derweil auf dem Dach unter einer Plane. Nach ca. 4 Stunden kommen wir endlich in Tha Khaek an. (Luftlinie ca. 50 km, Dauer 5,5 Std!!!!!)

Weiterfahren wollen wir nicht, daher nehmen wir ein TukTuk und fahren in die Stadt, spätestens danach sind wir Beide richtig nass!!!

Das 1. Hotel, der Tipp aus dem Lonely Planet nehmen wir auch. Als wir das Zimmer dann genauer inspizieren finden wir zig Mücken und im Bad 3 (!!!!) richtig große Kakerlaken, na Prima! Somit wieder was gelernt, Zimmer im Erdgeschoss bei Regen in Zukunft meiden!!!!

Die Kakerlaken werden wie immer mit Teebaumöl besprüht und vor die Tür gekickt. Dann gehen wir auf Mückenjagd, fackeln eine Mückenspirale ab und hängen unser elektrisches Antimückenzeugs an. Bevor wir mit Regenschirmen ausgerüstet ein Restaurant suchen, organisier ich noch, dass das Zimmer nochmal geputzt wird.  

Mit etwas im Magen, sieht die Welt dann schon besser aus. Auch der Himmel wird langsam heller und es hört endlich auf zu Regnen. So machen wir es uns in der Lobby bequem und gehen nach 3 Tagen mal wieder online. Leider finden wir keine neuen Kommentare!!! Dafür findet sich endlich jemand ein, der unser Zimmer nochmal putzt. Naja das Bad wird indisch geputzt, d.h. man nehme einen Eimer Wasser und schütte ihn einmal über alle Sanitären Anlagen, fertig! Wir ergeben uns somit unserem Schicksal, 1 Nacht halten wir das hier schon aus.

Jetzt wird erstmal die kleine Stadt besichtigt und die ist auch ganz nett. Wir laufen kreuz und quer durch dieses Städtchen und bleiben dann an einem Restaurant hängen, wo gerade Happy Hour ist. Die Cocktails haben wir uns nach diesem Tag verdient! Auf dem Heimweg machen wir noch Halt in einer Karaokebar. Super! Es ist total amüsant, wie enthusiastisch hier gesungen wird und die Stimmung ist richtig gut. Später als geplant, kommen wir in unsere Absteige zurück und lassen vorsichtshalber das Licht im Bad die ganze Nacht an. (damit die Kakerlaken in ihren dunklen Ecken bleiben)

Am nächsten Morgen wollen wir uns keinen Stress machen und kommen so gegen 9.00 Uhr am Busbahnhof an. Blöd gelaufen, der VIP Bus nach Pakse ist um 8.30 Uhr abgefahren und der nächste fährt nicht, wie es in unserem Reiseführer steht um 9.30 Uhr, sondern erst um 10:30 Uhr. Somit haben wir Zeit uns noch Baguettes zu besorgen und pünktlich um halb 11 gehts tatsächlich los. Das ist unser Bus:

Nobel: Ein Bus mit Holzboden
Nobel: Ein Bus mit Holzboden
und freier Sicht auf die Strasse
und freier Sicht auf die Strasse

Und so wie er ausschaut, ist er auch: eine unglaubliche Schrottkarre!!! Es wackelt und scheppert ununterbrochen.
40 km vor Pakse, dunkel ist es auch schon, würgt der Fahrer den Motor ab und nix geht mehr. Die Einheimischen nutzen die Pause gleich mal für den Toilettengang vor und neben dem Bus und die Crew versucht die Ersatzbatterie anzuschliessen. Das Werkzeug besteht aus 2 kleinen Schraubenschlüsseln, die eher Zubehör eines Fahrrads sind und 1 Eisenstange. Ein gescheites Licht haben sie auch nicht. Zum Glück hab ich immer mein Outdoorhandy dabei und da die eingebaute Taschenlampe heller ist, als das, was die hier haben, stelle ich mich daneben und leuchte. Ein anderer Einheimischer Fahrgast übernimmt die Reparatur. Der Bus wird daraufhin von den restlichen Fahrgästen angeschoben und schon läuft der Motor wieder und es kann weitergehen! Nach 9 langen Stunden sind wir tatsächlich in Pakse angekommen!

Di

03

Apr

2012

Kong Lo

Kong Lo oder "Urlaub auf dem Bauernhof"

Wiedermal gings mit dem Bus weiter. Diesmal sind fast keine Touristen dabei, denn sonst wär die 1. Toilettenpause bestimmt anders verlaufen. Denn da war ne Pause mitten in der Pampa, nur leider keine Toiletten, was für die Einheimischen absolut kein Problem darstellt, die verteilen sich mal schnell um den Bus und schon kanns weiter gehen! Nach so 7 Stunden war Endstation. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn hier hört auch die Straße auf! Aber die Fahrt hat sich gelohnt, die Landschaft ist herrlich:

 

Wir sind in Kong Lo, einem kleinen Dorf. Hier gibt es fast keine Autos und Mopeds, dafür viele Hennen und Hähne, Hunde, Kinder, Traktoren und die freundlichsten Menschen, die wir bis jetzt in Laos getroffen haben. Jeder, der einem auf der Straße begegnet grüßt und auch an jedem Haus hören wir gleich ein "Sabaaidiii", wenn wir vorbeilaufen.

Hier gibt es eine über 7 km lange Höhle, durch die man mit einem Boot fahren kann. Dafür werden wir mit Rettungswesten und Stirnlampen ausgerüstet und schon kanns losgehen. Man muss in die Höhle reinlaufen, dort steigt man in das ganz einfache Boot ein und die "Reise zum Mittelpunkt der Erde" kann beginnen. Da die Augen etwas brauchen, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, fährt man quasi ins Stockdunkle. Nach so 10 Minuten wird das Boot angehalten und man steigt an einer Sandbank aus. Hier geht es zu Fuß weiter, durch Stalaktiten hindurch, die blau beleuchtet werden:

 

Der eine Bootsmann, macht für uns immer die Lichter im jeweiligen Abschnitt an und aus und führt uns per Handzeichen durch die Höhlenwelt, der andere Bootsmann wartet derweil beim Boot. Nach dem Stalaktitenwald geht die Fahrt weiter durch diese faszinierende Höhle, die nur von unseren Stirnlampen erleuchtet wird. Nach einiger Zeit landen wir in einem Bereich, der die Ausmasse einer Kathedrale hat, so dass selbst unsere Lampen die Wände schier nicht erfassen und man das Gefühl hat, man ist wieder draussen und es ist Nacht. Zwischendurch müssen wir immer mal wieder aussteigen und kurz durch das Wasser waten, weil es zu seicht für das Boot ist. Tiere sehen wir keine, obwohl unser Reiseführer von extrem großen Spinnen erzählt! In der ganzen Zeit sind uns gerade mal 4 andere Boote entgegengekommen, so dass wir immer wieder eine gefühlte Ewigkeit ganz alleine durch diese Höhle fahren! Irgendwann nach einer Kurve sieht man Licht und wir kommen auf der anderen Seite des Berges wieder nach draussen. Dort machen wir kurz Halt und trinken zusammen mit unseren neuen laotischen Freunden, die leider unsere Sprache nicht sprechen eine Cola. Der Weg zurück ist mit der Strömung und geht fast zu schnell vorbei. Kurz überleg ich ja, ob wir die Fahrt morgen einfach nochmal machen. Nach über 2 Stunden sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt. Das war das mit Abstand abgefahrenste, was wir bis jetzt auf unserer Reise erlebt haben. Das Gefühl, wenn man dort ewig durch die Dunkelheit fährt und dabei die ganzen Felsen, Sand- und Steinstrände sieht ist unglaublich!

Da es uns hier so gut gefällt, bleiben wir noch 1 Tag länger, geniessen die Ruhe, die schöne Landschaft, die endlich wieder saubere Luft und laufen einfach ein bißchen durch die Gegend. Das Wegkommen scheint eh nicht so einfach zu sein, da uns jeder was anderes erzählt. Somit werden wir morgen um 6:30 Uhr einfach mal schauen, welcher Bus oder welches Sammeltuktuk in unsere Richtung fährt! Anspruchsvoll sind wir ja nicht, nach Süden wollen wir, alles andere ergibt sich dann schon!

 

Fotos

 

Sa

31

Mär

2012

Vientiane

Vientiane

In aller Früh gings mit dem VIP Bus nach Vientiane. Im Bus haben wir gleich alte Bekannte getroffen, Mr+Mrs America oder besser Kelsey und Wes. Die Fahrt ging über zig Berge und die Sicht war wunderschön! Je näher wir Vientiane kamen, desto schlechter wurden die Straßen, bis teilweise gar kein Teer mehr zu sehen war! Abends pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir dann auch schon da! Zumindest am Busbahnhof, weiter ging es mit einem TukTuk, das wir uns mit Kesley und Wes teilten in die Innenstadt. Dort haben wir ein riesiges Zimmer mit Fernseh (!!!!), Kühlschrank und Balkon im 5. Stock mit Sicht auf den Mekong bezogen, waren noch in einem indischen Restaurant und haben dann eine Folge "Neues aus der Anstalt" auf DW (Deutsche Welle) gesehen.

Lt unserem Reiseführer ist das Wat Si Saket, der älteste Tempel in Vientiane "well worth a visit even if your overdosed on temples". Also genau das Richtige für uns! Nur leider hat er das nicht ganz gehalten. Aber was solls, da wir schon mal unterwegs waren, haben wir schräg gegenüber noch das Haw Pha Kaew besichtigt, ein alter Tempel, der heute ein Museum für religiöse Artefakte ist. Das war schon besser!

Abends haben uns Kesley und Wes spontan besucht und da wir das WIFI des benachbarten Restaurants nutzen wollten, das nur auf dem Balkon funktioniert, standen wir alle draussen, als Christian sich aus Versehen an die Tür lehnte, die man nur von Innen aufmachen kann und diese einschnappte. Tja und dann standen wir da, ausgesperrt auf dem Balkon im 5. Stock!
Ein Pärchen auf der Straße hat unsere Rufe gehört und zum Glück war unsere Zimmertür offen, so dass sie uns problemlos "retten" konnten! Den Abend haben wir dann mit ein bißchen Wein und Bier in einem netten kleinen Restaurant ausklingen lassen!

Nicht weit weg von Vientiane gibt es einen Buddhapark. Erbaut wurde der Park 1958 von einem Yoga-Priester-Schamanen mit Namen Luang Pu, der aus hinduistischer und buddhistischer Philosophie, Mythologie und Iconographie (Bildniskunde; Forschung religiöser oder künstlerischer Symbole) ein kryptisches Ganzes geschaffen hat. Das habt ihr nicht verstanden? Wir auch nicht! Aber so siehts aus:

 

Da wir nun sowas von "overdosed" sind was Tempel, Pagoden und Buddhas angeht, haben wir uns bei unserem nächsten Ziel mal ein ganz anderes Highlight ausgesucht. Mehr davon beim nächsten mal ;-)!   

Fotos

 

 

Fr

23

Mär

2012

Luang Prabang

Sabadi Laos,
 
unsere Weiterfahrt bis nach Luang Prabang haben wir über unser Guesthouse in Chiang Kong gebucht. So wurden wir morgens auf dem Pick Up zum Mekong gebracht und es ging erstmal mit einem Boot zur anderen Seite, an der die Thailändisch-Laotischen Grenze ist.

Unsere Reisegruppe bestand aus einem amerikanischen Pärchen und uns. Da wir uns auf der anderen Seite des Mekongs einer anderen Reisegruppe anschliessen sollten, bekamen wir, um erkannt zu werden noch einen Zettel mit. Auf dem Stand handgeschrieben:

4 Pax:
1. Mr. Germany
2. Mrs. Germany
3. Mr. America
4. Mrs. America

Auf der anderen Seite mussten erstmal die Grenzformalitäten erledig werden. 30 Dollar und 1 Passfoto brauchten wir und dafür gabs lediglich einen Einreisestempel. Mittlerweile war unsere Reisegruppe schon weitergezogen und nur eine weitere reisende Amerikanerin wartete und brachte uns zum Minibus, der uns alle zu einem Cafe fuhr. Das Cafe liegt an der Straße zum Pier und hier ist ein Cafe neben dem anderen, die sich wohl die Touristen teilen. Nach und nach wurden dann die Cafes geleert und die Touristen aufs Slow Boat gebracht. Da hatten wir richtig Pech, da wir im letzten Cafe gelandet waren und somit das Boot eigentlich schon voll war!!! Frei waren nur noch die Plätze hinter dem Motor! Dort war es heiß, laut, hat nach Benzin und Öl gestunken und ein paar Einheimische waren noch da, die teilweise am Boden saßen, so dass wir uns ein bißchen, wie auf einem Flüchtlingsboot gefühlt haben. Ja und gesehen hat man auch nicht soo viel, da es nur 2 Fenster gab.

In weiser Voraussicht hatten wir wenigstens Ohropax dabei, aber 7 Stunden in dem Lärm sind schon hart! An dieser Stelle vielen Dank an Dipsi und Kollegen, die uns immer gut mit Ohropax ausrüsten!!!

Von den Umständen an Bord einmal abgesehen ist die Landschaft am Mekong herrlich! Man fährt zwischen Felsen hindurch, sieht immer wieder Sandstrände und kleine Dörfer. Was wir auch nicht wussten, ist, dass zu dieser Jahreszeit die Bauern ihre Felder niederbrennen. Die Folge ist, dass es aussieht, als hätte es Nebel und die Luft ist unglaublich schlecht!

Brandrodung
Brandrodung

So gibt es leider keine Fotos mit Sonne. Und eins haben wir recht schnell beschlossen, wir kommen wieder! Nach 1 Tag auf dem Boot, kamen wir fix und fertig in Pakbeng an. Dort sind wir die Nacht über geblieben und tags drauf ging es weiter. Diesmal waren wir extra früh dran und saßen recht weit vorne, direkt bei den Motorrädern und da wars, man sollte es nicht glauben, richtig kühl. Hier haben wir die Landschaft richtig gesehen und waren hin und weg, wie schön es hier ist! Am Ufer sah man ganz oft Goldwäscher und als wir bei einem Halt mal ins Wasser sahen:

Gold!
Gold!

Haben Mr + Mrs America, die hinter uns saßen, kurz überlegt, ob wir nicht einfach hier bleiben und unser Glück versuchen ;-)!

Abends, nach guten 9 Stunden kamen wir endlich in Luang Prabang an. Und so schön die Landschaft auch ist, 2 Tage auf so einem Boot sind eindeutig genug. Beim nächsten mal werden wir an dieser Stelle wohl mehr Geld investieren und die Luxusvariante an Boot nehmen.

Wir wohnen jetzt sehr zentral bei einem Laoten, der schon in mehr deutschen Städten gewohnt hat, als wir gesehen haben! Er ist Ingenieur und hat u.a. auch mal bei Telefunken gearbeitet, also quasi ein Kollege! So klein ist die Welt. Deutsch spricht er natürlich auch.

Am 1. Tag machen wir ja eigentlich eh immer das gleiche, ausschlafen, frühstücken und einfach mal schauen, wo wir hier gelandet sind. Luang Prabang ist ein kleiner Ort mit ganz vielen Wats (Tempeln), einem kleinen Hügel, den Phu Si auf dem auch ein Wat steht, einem weiteren Fluß, den Nam Khan und vielen Touristen. Wir lassen uns einfach mal treiben und treffen dabei einige, die wir aus Chiang Khong oder Chiang Mai kennen. Hier gibt es Dank der französischen Kolonialherren überall Croissants, Kuchen, Baguette und Wein! Lecker!!!

Nur die Folgen des Rauches sind ziemlich extrem, man kann tagsüber ohne Probleme in die Sonne schauen und sieht immer eine rote Scheibe. Irgendwie liegt so ein bißchen Endzeitstimmung in der Luft. Nur gut, dass wir keine Probleme mit den Atemwegen haben, aber mein Kreislauf ist auch nicht begeistert! Lt. Reiseführer findet das Abbrennen der Felder immer im März statt, um die Felder für die nächste Ernte vorzubereiten. Bei uns wird gepflügt, hier abgefackelt. Wieder was dazugelernt.

Es ist echt schade, weil die Stadt wunderschön ist! Wenn man sich nur ein bißchen wegbewegt steht man mitten in der Pampa und dort gibts glatt Kühe mit Kuhglocken. Wie daheim, riecht auch so ;-)! Christians neue Freunde sind die Hähne, die hier eigentlich IMMER krähen, vorwiegend nachts!

Morgen fahren wir mit dem sog. VIP Bus nach Vientiane und hoffen, dass es dort weniger Rauch hat!!!!

Do

22

Mär

2012

Chiang Mai

Chiang Mai

Nachdem wir aus Yangon kamen sind wir mit dem Nachtbus von Bangkok nach Chiang Mai gefahren. Dort sind wir dann spontan gleich über 1 Woche geblieben. Nach so vielen Eindrücken in den letzten Wochen, haben wir hier die Reiseberichte von Myanmar geschrieben, die Fotos sortiert und ganz einfach mal fast gar nichts gemacht.

Sonntags ist hier immer der Sonntagsmarkt, Samstags der Samstagsmarkt und unter der Woche ist jeden Abend ein Nachtmarkt. So haben wir jeden Tag auf einem dieser Märkte vorbeigeschaut und uns mit T-Shirts und Hosen eingedeckt. Auch das Essen ist hier immer recht lecker, solange man die Finger von panierten Shrimps läßt! Die werden nämlich nicht wie bei uns ohne Kopf, geschält und entdarmt paniert, sondern einfach mit allem! Haben wir leider erst gemerkt, als wir das Hirn entdeckten! Hier gibt es Eier in Bananenblättern gebacken, die lokale Spezialität: Kao Soi, unglaublich viele verschiedene Würste, Papaya- und Mangosalate, frittierte Bananen, Padthai, gegrillter Tintenfisch, verschiedene Curries, Wachtelspiegeleier, Sushi, Suppen und viele Dinge, von denen wir keine Ahnung haben, was es war.  

Da uns das Essen hier so schmeckt, haben wir gleich einen Kochkurs gemacht:


Christian wars dann doch zu langweilig, so hat er sich einen Tag im "Jungle-Flight" gegönnt. Mitten im Thailändischen Dschungel ist er fast wie Tarzan von Baum zu Baum geflogen, aber seht selbst:


An Christians Geburtstag haben wir eine Bootstour auf dem Ping River gemacht und es abends beim Italiener krachen lassen:

Danke Christl!

Langsam wurde es wieder Zeit unsere Rucksäcke zu packen und so sind wir mit dem local Bus nach Chiang Khong gefahren.
Chiang Khong ist eine Grenzstadt zu Laos. Eigentlich wollten wir ja nur über Nacht bleiben, aber da es uns hier sooo gut gefallen hat sind wir doch 2 Nächte geblieben! Aber dann gings weiter nach Laos!

Davor noch schnell ein kleiner Kommentar zu Thailand:

Thailand war für uns immer nur als Sprungbrett zu den anderen Ländern gedacht. Es macht es einem aber auch sehr einfach, sich dort wohlzufühlen! Das Essen schmeckt, es ist sauber, man kommt einfach von A nach B und die Menschen sind sehr angenehm! Aber genau aus diesen Gründen bleibt man hier auch gerne hängen! Aus geplanten wenigen Tagen, wurden schließlich einige Wochen, die wir in diesem Land verbracht haben. Kop-khun-kha Thailand.

 

Fotos

 

 

Fr

09

Mär

2012

Myanmar - The golden land

Myanmar, the golden Land

Nach 3 Wochen in diesem Land eine kleine Statistik:

Wir haben

  • ....in 10 verschiedenen Betten geschlafen
  • ....gerade mal 2,5 Stunden im Flugzeug verbracht (3 Flüge)
  • ....10 Stunden auf dem Irrawaddy genossen
  • ....die 3 heiligsten buddhistischen Orte besucht

    (Shwedagon Pagode, Mahamuni Pagode und Golden Rock)

  • ....unzählige unglaublich freundliche Menschen getroffen
  • ....Kakerlaken nur auf der Straße gesehen
  • ....uns irgendwann an den Geruch des Wassers gewöhnt

    (sind aber froh, dass es in anderen Ländern nicht so stinkt)


Hier wird dem Wochentag der Geburt ein Tier und eine Eigenschaft zugeordnet:


Samstag:                 Drache/Schlange, heißblütig + streitsüchtig       
Sonntag:                 Adler, geizig
Montag:                  Tiger, eifersüchtig
Dienstag:                Löwe, ehrlich
Mittwoch bis Mittag:     Elefant mit Stoßzähnen, cholerisch
restlicher Mittwoch:     Elefant ohne Stoßzähne, besonders cholerisch
Donnerstag:              Ratte, sanft
Freitag:                 Meerschweinchen, gesprächig



Alles in allem hat es uns hier recht gut gefallen, wir glauben aber, dass wir schon fast zu spät dran waren und es früher noch schöner war ;-)! Am 01.04.2012 sind die Nachwahlen, an denen auch die Lady, Aung San Suu Kyi, teilnehmen wird. Wir hoffen, dass diesmal die Versprechen seitens der Regierung gehalten werden und sie, wenn sie gewählt wird tatsächlich ein Amt bekommt. Am meisten beeindruckt haben uns die Menschen, die eine unglaubliche Freundlichkeit, Lebensfreude und Hilfsbereitschaft ausstrahlen und leben! Ja und singen können sie alle auch sehr gut!!!

 

Diese Musik gabs oft zum Frühstück und das Personal von unserem Hotel hat immer mitgesungen:

Di

06

Mär

2012

Golden Rock

Golden Rock

Nach einer Nacht in Yangon wurden wir von MaungMaung und seiner Familie morgens abgeholt und die Fahrt zum Golden Rock begann. Auf der Hinfahrt haben wir öfter mal gehalten und ansonsten die Fahrt genossen. Es macht immer wieder Spaß, durch neue Länder zu fahren und sich einfach das Leben dort auf den Straßen anzuschauen. Nach fast 6 Stunden kamen wir im "Basislager" an und haben unser Zimmer bezogen. Letztes Jahr bekam man es noch für 18 Dollar, dieses Jahr kostet es 30 Dollar, erzählt uns MaungMaung. Das kommt davon, weil extrem viele Touristen unterwegs sind!

Da wir allein schon von der Hitze total erschlagen waren, haben wir uns erstmal ein bißchen ausgeruht. Später sind wir noch durchs Dorf gelaufen und haben uns dann mit MaungMaung samt Familie zum Abendessen getroffen. Seine Kinder haben Ferien, daher haben sie die Gunst der Stunde genutzt und sind mitgefahren. Die Kinder können leider kein Englisch, aber irgendwie schaffen wir es schon zu kommunizieren. Wir sind recht amüsiert davon, dass der 5jährige Sohn (mit dem komplizierten Namen, den wir uns einfach nicht merken können) den ganzen Tag nur eins trinkt: Red Bull. Aber sobald das Auto fährt, schläft er und nachts wird uns versichert, schläft er auch immer. Mittlerweile glaub ich ja, dass asiatische Kinder einfach anders sind, egal wie klein, die schreien weder auf Nachtfahrten noch, wenn sie den ganzen Tag im Bus verbringen müssen. Nach einem sehr netten Abend, verabreden wir uns für den nächsten Tag um 7.00 Uhr.

Pünktlich um 7.00 Uhr bringt uns MaungMaung zum Truck der nach oben fährt, das ist ein 7,5-Tonner auf dessen Ladefläche Bretter festgemacht sind, so dass man sich da zwar nicht bequem, aber immerhin hinsetzen kann. Bei uns würde man damit Kies oder sowas transportieren. Wir quetschen uns noch in einen Truck. MaungMaung und MinMin samt Kindern fahren mit dem nächsten Truck. Generell ist es so, dass Touristen nicht bis nach ganz oben mitfahren dürfen, sondern das letzte Stück laufen müssen. Einheimische können bis ganz nach oben fahren. Die offizielle Erklärung dafür ist, dass das letzte Stück "not safe" wäre. 45 Min dauert die Fahrt ungefähr. Da gerade heute ein VIP unterwegs ist, müssen wir zwischendrinn noch fast 1 Stunde warten. Gegen 9.00 Uhr können wir endlich aus dem "Höllentruck" aussteigen. Das Stück zu laufen soll auch so 45 Min dauern. Wir halten uns an ein paar Einheimische und erwischen glatt den falschen Weg, aber dafür schöneren Weg. Zum Golden Rock geht er auch, es dauert nur noch fast 1,5 Stunden, bis wir endlich oben sind!

Wie er aussieht, der Golden Rock schaut ihr Euch am Besten auf den Fotos an!

Runter haben wir dann den kürzeren Weg genommen. Bei mittlerweile fast 40 Grad sind wir die steile Straße runter gelaufen und waren fast froh, den Rest fahren zu können. Aber auch die Fahrt nach unten war ein recht zweifelhafter Spaß! Um 14.00 Uhr sind wir unten wieder angekommen. (Christian hatte von der Fahrt einen extremen blauen Fleck am Rücken, der mittlerweile gelb ist) Die anderen warteten schon und es ging wieder zurück nach Yangon. Fix und Fertig waren wir, als wir abends gegen 8 Uhr wieder im Motherland angekommen sind!

Am nächsten Tag haben wir ausgeschlafen und es mal tatsächlich ruhig angehen lassen. Zum Sonnenuntergang wollten wir in den Sakura Tower. Als wir dann dort im 22. Stock saßen, merkten wir, dass die Idee nicht sooo gut ist. Man sieht ganz toll auf die Shwedagon Pagode, den Sonnenuntergang sieht man nicht, denn gerade da steht ein Hochhaus! Aber was solls, jetzt waren wir ja schon mal da und haben etwas getrunken. Später wollten wir dann im indischen Viertel etwas essen, mussten aber feststellen, dass die Inder hier ganz seltsame Dinge auf der Speisekarte haben:

Die Inder hier scheinen keine Vegetarier zu sein, und ich bin mir sicher, in Indien niemals ein Ziegenhirncurry auf der Karte gesehen zu haben.

Am nächsten Tag gings zurück nach Bangkok.

 

Fotos

 

 

So

04

Mär

2012

Bagan

Bagan

Nach einem langen Tag auf dem Irrawaddy sind wir in Bagan angekommen. Unser Hotel ist in New Bagan und dorthin fuhren wir mal wieder mit einem (überteuertem) Taxi. Wir haben hier recht viel Zeit eingeplant, da es lt. Reiseführer ca. 2.000 Tempel gibt.

Am 1. Tag wollten wir es ruhig angehen lassen. Wir haben gefrühstückt und uns gegen halb 11 Uhr Fahrräder ausgeliehen und sind einfach mal losgefahren. Nach einem kleineren Tempel, neben dem fleissig neue Tempel gebaut werden, haben wir eine größere Pagode besichtigt. Mittlerweile war es schon richtig heiß (ca. 36 Grad) und so haben wir hier:

eine längere Pause gemacht.

Da wir ja noch was sehen wollten, sind wir trotz der Hitze weiter geradelt und hatten auch Glück, ein paar Wolken haben sich immer mal wieder vor die Sonne geschoben und dann ging das ganz gut. Irgendwo haben wir wohl eine Abzweigung übersehen, so dass wir zwar viele Tempel von weitem sahen, aber nicht den Weg dorthin. Wir haben es auch mal querfeldein versucht:

War aber keine gute Idee, und nach dem kleinen Umweg konnten wir die nächsten Tempel besichtigen. Als wir in ein kleines Dorf kamen, war Zeit dür die nächste Pause und (zur Abwechslung) eine Portion Fried Noodle with Vegetable. Eine junge Frau hat uns dort angesprochen, ob wir nicht ihr Dorf besichtigen wollen. Schon unglaublich, wie die Menschen hier wohnen und leben! Den Weg zurück hat sie uns auch erklärt. Wir haben in der Ecke noch ein paar Tempel angeschaut und wollten dann zurück, um bei einer Pagode bei New Bagen den Sonnenuntergang zu sehen. Wir mussten uns richtig beeilen und dachten schon, wir haben uns wieder verfahren:

War aber nicht so. Und so waren wir bei Sonnenuntergang hier:

So ganz spurlos ist der Tag auch nicht an uns vorübergegangen:

Tags drauf haben wir einen Ausflug gemacht, erst waren wir ein altes Kloster besichtigt und danach gings zum Mount Popa. Mount Popa ist der Sitz der Nats, der Geister, die hier besonders verehrt werden. Rauf gehts über zig Stufen, auf denen mal wieder auch Affen unterwegs sind. Oben wars ganz nett, so ganz verstanden haben wir zwar nicht, was das jetzt zu bedeuten hat, aber die Sicht war toll!

 

Am nächsten Tag sind wir schon um 9.00 Uhr auf den Rädern gesessen. Diesmal Richtung Old Bagan. Schon gegen halb 11 Uhr war es eigentlich viel zu heiß!!! Daher sind wir am frühen Nachmittag wieder ins Hotel gefahren und haben uns im Pool erfrischt! Unglaublich wie kalt 20 Grad sein können!!!! Da wir jetzt schon den ein oder anderen Tempel gesehen haben, ist der schier undenkbarste Fall eingetreten: Ich hatte keine Lust mehr Tempel zu besichtigen!!! Christian war darüber gar nicht sooo unglücklich und so war der Plan für den kommenden Tag, es uns einfach mal am Pool gutgehen zu lassen.

Hier hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, am nächsten Morgen war es bedeckt und ziemlich kühl am Pool. Gegen Mittag hat es dann angefangen zu regnen und erst am nächsten Tag wieder aufgehört!

Unser Flug zurück nach Yangon am folgenden Tag startete erst gegen 17 Uhr. So haben wir für den Nachmittag noch ein Taxi organisiert, um noch ein paar weiter weg gelegene Tempel zu sehen. Im Reiseführer habe ich etwas von einem Höhlentempel gelesen, den ich unbedingt sehen wollte, weil da stand, dass der ganz anders, als die anderen Tempel sei. Unser Taxifahrer war ganz begeistert von unserem Plan und meinte, diesen Tempel würden 98 % der Touristen nicht anschauen und er sei sehr schön. Bei diesem Tempel musste man erst einige Stufen nach unten gehen, um zum Eingang zu kommen. Die Tempel hier haben sog. Schlüsselwächter, die aufsperren, wenn Touristen kommen. Unser Schlüsselwächter hat erstmal gefragt, ob wir auch Taschenlampen dabei haben. Natürlich ;-). Auf Nachfrage, ob wir elektrisches Licht haben wollen, haben wir spontan Nein gesagt, eine sehr gute Entscheidung, wie sich gleich herausstellen sollte.

Wie immer mussten wir die Schuhe draussen ausziehen. Man kam erst in einen größeren Raum mit einer Buddhastatue, an der Seite ging ein Gang weg. Der Schlüsselwächter ging voran und hat am Boden Kerzen angezündet, wir hinterher. Am Boden war Sand, und gerade hier in Myanmar soll es ja viele Skorpione geben, auf Nachfrage meinte der Schlüsselwächter: "It`s safe yet" Na, da sind wir ja froh, wenn das jetzt sicher ist und denken am besten gar nicht weiter drüber nach. Es ging 2 mal ums Eck und ohne Kerzen oder Taschenlampe wäre es stockdunkel gewesen. Durch das Kerzenlicht war die Atmosphäre unbeschreiblich. Ein bißchen, wie bei Indiana Jones. Von dem Weg gingen immer wieder Kammern ab, hierher kommen die Mönche zum Meditieren. Eigentlich kann man das schier nicht mit Worten erklären, es war einfach nur toll und ein super Abschluss unserer Tempelbesichtigungen!

Da wir noch etwas Zeit hatten, hat unser Taxifahrer den Vorschlag gemacht, ob wir nicht noch die Aussicht vom Turm genießen wollen. Gesagt, getan, die Aussicht ist tatsächlich der Hammer:

Danach gings zum Flughafen. Der Taxifahrer meinte zum Abschied:" you are always warmly welcome in Bagan"! Wow, so hat uns noch kein Taxifaher verabschiedet (aber so viel Geld für so wenig Arbeit hat auch noch keiner von uns bekommen). Unser Flug war wie immer, Flugzeug landet, ein paar steigen aus, wir steigen ein, Türen zu und los gings! Diesmal hats beim Steigen gar nicht gewackelt und die Sicht nochmal auf die Tempel war herrlich. Ich sitze genau richtig und habe einen wunderbaren Blick auf den Sonnenuntergang, so macht fliegen selbst mir Spaß!

In Yangon gibt es bei nationalen Flügen kein Gepäckband. Lustig, wir laufen einfach mal ein paar anderen Touris hinterher, die dann beim Ausgang schnell merken, es fehlt noch was. Also alle wieder zurück. Das Gepäck steht derweil vor dem Flughafengebäude auf einem Fahrzeug und jeder geht einfach hin und holt seins. MaungMaung holt uns am Flughafen ab und wir vereinbaren, dass er uns am nächsten Tag um halb 9 Uhr abholt. Denn ein wichtiger buddhistischer Pilgerort steht noch auf unserer Liste: the golden Rock

 

Fotos

 

 

Di

28

Feb

2012

Mandalay

Mandalay

Morgens holt uns das Taxi am Hotel ab, das wir uns, wie sich herausstellt, mit einem deutschen Ehepaar aus Berlin teilen. Passt super, wir unterhalten uns gut und so vergeht auch die Zeit am Flughafen im Nu! Die Strecke von Heho nach Mandalay mit einem Flugzeug zurückzulegen ist eigentlich mehr als dekadent, sind es doch gerade mal 200 km Luftlinie. Aber mit dem Bus hätte es 10 Stunden gedauert. Diesmal fliegen wir mit Asien Wings, einer recht neuen Airline, die gerade mal 2 Flugzeuge hat. Der Flug dauert nicht mal eine halbe Stunde und mit dem Taxi, das wir uns gleich wieder teilen, gehts ins Hotel.

Unser Hotel gefällt uns sehr gut und wir verbringen den Nachmittag damit, Pläne für die nächsten Tage zu schmieden und ein bißchen zu chillen. Gerade als wir fertig sind und das Zimmer verlassen wollen, klingelt das Telefon. Unsere neuen Freunde Bruni und Harald sind in der Lobby und auf der Suche nach einem besseren Zimmer, da ihres wohl nicht der Hit ist. Passt wunderbar und wir gehen gleich zusammen Abendessen. Was hier gar nicht sooo einfach ist, denn die touristischen Restaurants aus unserem Reiseführer sagen uns alle nicht zu. Nach einigem Suchen finden wir ein nettes Restaurant, das hauptsächlich von Einheimischen besucht ist und es gibt Thai Fried Rice with Vegetable! Es ist extrem scharf, aber sonst ganz lecker!

Am nächsten Tag gehts erstmal zum Königspalast. Dort gibt es für 10 Dollar pro Nase ein Ticket, mit dem man alle Sehenswürdigkeiten in Mandalay anschauen kann. Als nächstes fahren wir mit 2 Motorradtaxis zur Kuthodaw Pagode. Auf dem Weg dorthin läuft uns schier ein Hund ins Motorrad, aber mein Fahrer "dabremst" es gerade noch und auch Christians Fahrer fährt nur fast in uns rein. Glück gehabt! Überhaupt ist der Verkehr in Mandalay richtig chaotisch. Wir haben ja schon viel gesehen, aber hier bekommen wir zum ersten mal auch Unfälle mit. Später lassen wir uns noch ein bißchen durch die Stadt treiben und laufen den Weg zurück zu unserem Hotel.

Für den nächsten Tag steht die Insel In-wa und die U Bein Brücke auf dem Programm. Da wir gerne den Sonnenuntergang bei der U Bein Brücke sehen wollen, aber der letzte Bus bereits um 5 Uhr nach Mandalay zurück fährt, blieb uns keine andere Wahl, als ein Taxi für einen halben Tag zu mieten. Auf der Fahrt zur Insel In-wa machen wir Halt bei einem Shop. Das Gespräch mit dem Verkäufer beginnt wie gewohnt: "Where do you come from?" "Germany". Als wir ihm erklären, dass wir "near Munich" herkommen, sagt der Verkäufer, dass er ein Fan vom FC Bayern München ist. Erzählt haben uns das schon viele, aber der hier ist echt. Als Christian ihm nämlich erklären will, dass Bayern gerade an zweiter Stelle in der Bundesliga steht, meint er, dass Gladbach doch noch vor ihnen stehe. Soweit sind wir also schon, dass ein Burmese besser informiert ist, als wir. Er weiß auch genau, wann abends das Spiel gegen Schalke kommt und meint auch, dass wir ja gerne nochmal vorbeikommen können. Schade, dass der Shop so weit von unserem Hotel weg ist und der Transport hier kompliziert ist, sonst hätten wir das Angebot gerne angenommen.

Nach einem weiteren Halt bei der Mahamuni Pagode geht es weiter Richtung In-wa. Mit einem Boot gehts rüber zu Insel, dort fahren wir mit einer Pferdekutsche die Sehenswürdigkeiten ab. Toll! Hier fühlt man sich um 100 Jahre zurück versetzt! Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir bei der U Bein Brücke. Um die Zeit ist hier ziemlich viel los und wir machen viele Fotos und laufen dann auch ein Stück über die Brücke. Danach essen wir noch schnell etwas (fried rice with vegetable) und dann gehts schnell zurück ins Hotel und auf Sendersuche. Nachdem der Sender nicht eingespeist ist, geht Christian in die Lobby und organisiert die Sendersuche. Dabei wird das Arsenalspiel durch das Bayernspiel ersetzt, so muss das sein! Beschwerden der anderen Gäste liegen uns bis heute nicht vor ;-)!

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug nach Pyin Oo Lwin. Die Stadt ist eine alte Shan-Bergsiedlung und war die Sommerresidenz der Briten. Auch wir genießen es sehr, mal nicht zu schwitzen!

Die letzte Nacht verbringen wir in einem anderen Hotel und früh morgens gehts zum Irrawaddy, da wir die Strecke nach Bagan mit dem Schiff zurücklegen.

 

Fotos

 

Do

23

Feb

2012

Inle Lake

Min Galabar!

Auf dem Weg zum Nationalen Flughafen, machen wir noch schnell Halt beim Internationalen Flughafen von Yangon, weil wir noch Geld wechseln müssen. Wir wechseln 200 Dollar und bekommen eine kleine Plastiktüte überreicht, wie man sie bei uns in Apotheken bekommt. Wir amüsieren uns köstlich darüber, denn wer möchte nicht mal so viel Geld haben, dass es nur in der Tüte platz hat. Aber so verwunderlich ist das hier nicht, denn der höchste Schein, den wir je zu Gesicht bekommen ist ein 5.000 Kyatt Schein, umgerechnet ca. 5 Euro. Wir bekommen aber alles in 1.000 Kyatt Scheinen:

 

Beim Einchecken zum Flug von Yangon nach Heho bekommt man einen kleinen runden Aufkleber, den man sich aufs T-Shirt kleben muss, damit das Flughafenpersonal weiß, wer wohin fliegen möchte. Es gibt hier auch keine Anzeigetafeln oder Gates, hier kommt einer vom Personal mit einem Schild, auf dem der Flug steht und dann werden alle, die mitmüssen aufs Rollfeld geleitet und steigen dort in die Maschine ein. Die Maschinen fliegen hier den ganzen Tag im Kreis (Yangon-Heho-Mandalay-Bagan-Yangon). Meistens machen die Piloten nicht mal den Motor aus, sondern landen, Türen auf, ein Teil steigt aus, die nächsten steigen ein, Türen zu und es wird wieder gestartet. Wir sitzen in der 10. Reihe, die, wie sich herausstellt auch die letzte ist. Kaum sitz ich im Flugzeug, scheint mir eine 10 Stunden Busfahrt doch die Bessere Alternative zu sein, aber lange Zeit habe ich nicht zu hadern, denn kaum sind die Türen zu, gehts auch schon los. Nach 1 Stunde landen wir in Heho und ich bin froh, den 1. Flug in so'ner kleinen Schüssel hinter mir zu haben. Und wenn man wieder Boden unter den Füßen hat, dann war das "Rauf- und Runtergewackle" eigentlich ganz lustig.   

Von Heho ins Dorf Nyaungshwe am Inle See gehts mit dem Taxi. Maung Maung meinte, die Fahrt kostet normalerweise so 18.000 Kyatt. Der Taxifahrer, der gleich auf uns zukommt verlangt 25.000 Kyatt. Ok, noch sind wir guter Dinge und fangen an zu handeln. Aber davon hält er gar nichts und erklärt uns, dass das der letzte Flug war, der hier heute landet und wir jetzt entweder 25.000 Kyatt bezahlen können oder eben nicht nach Nyaungshwe kommen. Na Prima! Langsam aber sicher sind wir schon etwas genervt, dass hier manche Dinge unverhältnismässig teuer sind. Wir lassen uns erstmal noch Zeit und geben uns dann geschlagen, denn wer möchte schon ne Strecke mit Rucksack laufen, für die wir mit dem Taxi über eine halbe Stunde brauchen.  

Bis wir angekommen sind ist es fast dunkel, wir checken noch ein und suchen uns dann ein nettes Restaurant.

Am ersten Tag lassen wir uns einfach durch Nyaungshwe treiben und organisieren für den folgenden Tag eine Bootstour auf dem Inle See.

Die Bootstour beginnt am frühen Morgen und beinhaltet eine Fahrt über den See und verschiedene Besichtigungen. Wir landen mal wieder in einer Pagode, auf einem Markt und in verschiedenen Manufakturen. Es wird uns gezeigt, wie man aus dem Stiel einer Lotusblume einen Faden macht und daraus dann einen Schal webt. Ziemlicher Aufwand, daher ist das Endprodukt auch viel teurer als Seide, aber uns überzeugt es nicht! Weiter gehts zu Zigarettenherstellern, einem Silberschmid und einem Kloster, in dem Katzen trainiert werden, die dann durch einen Reifen springen. Naja ansonsten kommt mir die Katze eher etwas seltsam vor und wir beschliessen, diese Tierattraktionen ab jetzt nicht mehr anzuschauen, denn nach artgerechter Tierhaltung sieht uns das nicht aus. Die Fahrt geht immer wieder durch Stelzendörfer. Schon spannend, wie die Menschen hier leben!

Da wir ja bald wieder nach Heho zum Flughafen müssen, machen wir uns noch auf die Suche nach einem "shared Taxi" und werden am letzten Abend glatt noch fündig! Irgendwie muss man ja den Wucherpreisen entkommen!

Somit kann es weitergehen nach Mandalay.....

Fotos

 

So

19

Feb

2012

Yangon


Myanmar, the golden Land

Abends gegen 18:00 Uhr sind wir in Yangon gelandet. Der Flughafen ist richtig süß! Da wir in der Luft keinen Kugelschreiber zur Hand hatten, füllen wir erstmal die Arrival-Card aus, bevor wir uns beim Immigration anstellen. Hier ist ja alles recht übersichtlich. Beim Gepäckband stehen unsere Rucksäcke schon da und draussen steht auch der "Free Pickup" von unserem Guesthouse, der mit einem Schild in der Hand wartet (da steht Christian Nebl + 1Pax). Beim 2. Blick stellte sich raus, dass auch ca. 10 Reisende, die schneller waren als wir warten. Aber nun sind wir ja da und die Fahrt zum Motherland Inn 2 kann losgehen. Wir werden in einen alten klabbrigen Bus verfrachtet und die Fahrt quer durch Yangon beginnt. Uns fällt gleich auf, dass hier auf der rechten Seite gefahren wird, obwohl Burma doch mal eine englische Kolonie war. Die Antwort auf dieses Paradoxon erhalten wir aus unserem Reiseführer. Im Jahr 1979 wurde dem amtierenden Staatsoberhaupt von seinen Astrologen ein Unfall vorhergesagt, auf der linken Fahrbahnseit. Um dem zu entgehen, wurde der Linksverkehr über Nacht zu einem Rechtsverkehr. Und es scheint auch funktioniert zu haben, da der besagte Staatsmann im Alter von über 90 nicht an einem Verkehrsunfall verstorben ist.

Das Motherland Inn 2 ist DER Guesthouse Tipp im Lonely Planet, daher ist hier auch immer viel los und man sollte rechtzeitig reservieren. Wir waren leider zu spät und haben das Zimmer nur für 1 Nacht. Eins merken wir gleich, das Publikum hier ist sehr interessant und alle Altersgruppen sind vertreten. Wir lernen gleich ein nettes deutsches Paar kennen und der Abend wird länger und flüssiger als geplant. Aber hilft nix, wir wollen ja was sehen und ein Zimmer brauchen wir auch. So beginnt der nächste Tag erstmal mit der Zimmersuche. Gleich ums Eck schauen wir uns das Triple H an, sind uns aber nicht so sicher. Wir haben die Wahl zwischen Zimmer mit warmem Wasser und ohne Fenster oder Zimmer mit Fenster und kaltem Wasser. Wir beschliessen den Stadtbummel mit der Zimmersuche zu verbinden und laufen einfach mal los.

Ein bißchen erinnert uns Yangon an Indien, es ist nur sauberer und es liegt nicht so viel Müll herum, ja und Kühe sehen wir auch keine und ihre Notdurft scheinen die Menschen auch nicht auf der Strasse zu verichten.

Wir laufen, wie wir später nachvollziehen kreuz und quer und schauen bei zig Guesthouses vorbei, aber entweder ist alles voll oder die Zimmer sind so, dass wir da gar nicht einziehen wollen oder schlichtweg zu teuer. Wir stellen schnell fest, dass die Preise, die in unserem Reiseführer stehen, der von 2009 ist, heute mind. doppelt so hoch, wenn nicht noch höher sind. Unterm Strich kann man sagen, man zahlt um einiges mehr als in Thailand, bekommt aber etwas viel schlechteres! Zuguterletzt entscheiden wir uns für das Zimmer im Tiple H, das ohne Fenster mit warmem Wasser.

Am nächsten Tag gehts zum Highlight in Yangon, der Shwedagon Pagode. Da wir vor der Tür eine Bushaltestelle haben, lassen wir uns an der Rezeption erklären, wie wir dort hinkommen und fahren Bus. Die Busse hier sind sogar noch wackeliger als in Indien, hier sitzt man in der Holzklasse, im wahrsten Sinne des Wortes!! Die Shwedagon Pagode ist sehr beeindruckend! Es ist nur richtig heiß und wir haben uns schon an asiatische Gewohnheiten angepasst und sind heute mit Schirm unterwegs. In der Pagode passen wir uns auch gleich richtig an die Einheimischen an und machen erstmal Pause:

 

In Pagoden in Myanmar herrscht richtig leben. Dort wird gebetet, geschlafen, gegessen und und und..... Es ist ein Ort der Begegnung und wir sind sehr beeindruckt, man stelle sich mal eine Kirche vor, in der es so zugeht!

Da die Stimmung bei Dämmerung besonders sein soll, wollen wir uns draussen etwas zu essen suchen und später nochmal kommen. Wir finden nicht nur ein Restaurant, sondern auch "Happy World", ein klitzekleiner Freizeitpark direkt neben der Pagode. Da wir Zeit haben, schauen wir einfach mal rein. Die Attraktion ist eine 5D simulierte Achterbahn, die wir uns nicht entgehen lassen. Lustig! Auch die Geisterbahn probieren wir aus und schauen dann noch ein paar Jugendlichen Mönchen beim Glücksspiel zu und auch Christian versucht sein Glück:

 

Zur Dämmerung gehts wieder rüber in die Pagode.



Am nächsten Tag müssen wir erstmal das Zimmer wechseln, vom Zimmer ohne Fenster mit warmem Wasser ins Zimmer mit Fenster und kaltem Wasser. Denn irgendwie habe ich mir den Magen verdorben und verbringe den ganzen Tag pendelnd zwischen Bett und Bad. Zum Glück gehts am Tag drauf wieder besser, dafür ist Christian jetzt krank! Langsam wird es Zeit unsere Weiterreise zu organisieren und nachdem es Christian einen Tag später auch wieder besser geht, rufen wir Maung Maung an.

Maung Maungs Nummer haben wir von Monika, die wir in Indien kennen gelernt haben. Monika hat Maung Maung schon eine E-Mail geschrieben, so dass er gleich weiß, wer wir sind. Maung Maung ist auch gleich zur Stelle und wir organisieren zusammen unseren weiteren Reiseplan. Da auch die Preise für ein Taxi extrem gestiegen sind, entscheiden wir uns zu fliegen (ist günstiger) und buchen über ihn gleich einige Unterkünfte, da es zur Zeit zu viele Touristen und fast zu wenig Unterkünfte gibt und wir keine Lust haben, Tage mit Zimmersuche zu verschwenden!

Am Tag darauf gehts auch schon los. Maung Maung holt uns ab und bringt uns zum Flughafen, zu unserem Flug nach Heho, Inle See.

 

Fotos

 

Mo

13

Feb

2012

Kanchanaburi

Nach fast einer Woche auf Koh Phayam wurde uns das Nichtstun zu langweilig und wir beschlossen weiterzuziehen und uns, bevor wir nach Myanmar fliegen, noch Kanchanaburi anzuschauen. Somit gings wieder zurück nach Bangkok, diesmal mit dem Nachtbus. Hier hatten wir Glück: unser Bus kam um halb 6 Uhr an und um 6 Uhr saßen wir schon im Bus nach Kanchanaburi. Die Fahrt haben wir fast ganz verschlafen! In Kanchanaburi haben wir uns dann mal wieder mit einer Fahrradrikschaw auf die Suche nach einem Zimmer gemacht. Gefunden haben wir eins direkt auf einem Floß im Kwai. Sehr idyllisch und wir fühlen uns gleich wohl hier!

 

Ja, Richtig, hier ganz in der Nähe ist die bekannte Brücke. Unser Floß war keine 2 km davon entfernt und somit machten wir uns mit 2 Rädern auf den Weg zur Brücke am Kwai. Es war Sonntag und die Brücke entpuppte sich als extrem touristisch und irgendwie kann man sich gar nicht mehr so richtig vorstellen, unter welchen Bedingungen diese Brücke entstanden ist. Heute ist hier ziemlich viel los, man kann an jeder Ecke Postkarten und kalte Getränke kaufen und neben der Brücke im Fluß gibt es zig Restaurants auf Flößen! Über die Brücke fährt ein kleiner Zug immer wieder hin und her, der ein bißchen aussieht, wie eine Kinderattraktion in einem Freizeitpark.

Wir liefen erstmal über die Eisenbahnbrücke und wollten danach auch eine Runde mit dieser Bummelbahn fahren. Als wir uns Fahrkarten kaufen wollten, erhielten wir folgende Antwort: "finished for today". Schade, derweil ist es doch erst früher Nachmittag. Somit haben wir uns wieder auf unsere Räder geschwungen und ein bißchen das Hinterland erkundet. Aber so richtig spaßig war das nicht, denn es hatte gute 30 Grad und recht wenig Schatten. Daher fuhren wir lieber auf unser Floß und das Zimmer mit Klimaanlage zurück. Abends gabs für Christian noch eine komplette Massage, mir war eine reine Fußmassage lieber.

Die Brücke am Kwai
Die Brücke am Kwai

Tags drauf ging es in aller Früh mit dem ersten Bus Richtung Erawan Nationalpark. Bekannt ist der Nationalpark für seinen Wasserfall, der verschiedene Ebenen hat, die alle beeindruckend malerisch aussehen. Auf der untersten Ebene gehts los, hier wird man gleich vor den "aggressiv monkeys" gewarnt und der Aufforderung ja nichts essbares mitzunehmen. Obwohl wir ja schon seit Wochen immer mal wieder mit Affen konfrontiert werden, habe ich doch immer noch Respekt vor den Tieren. Spätestens seitdem ich weiß, dass Affen sich Gesichter merken können und einen immer wieder erkennen, wenn man sich einmal mit ihnen angelegt hat. Ich wollte ja mal einen, der auf der Bustür saß, durch die ich gerade einsteigen wollte, verscheuchen, indem ich geklatscht habe. Der Affe ist daraufhin aufs Dach gestiegen und hat mich bitterböse angefaucht, woraufhin ich erstmal wieder 2 Schritte rückwärts gegangen bin. Der Affe hat mich da ein bißchen an Bilbo von Herr der Ringe erinnert, als er den Ring von Frodo nochmal anschauen wollte, im 1. Teil nachdem alle den Weg ins Auenland geschafft hatten. Und ja ungefähr so wie das Auenland, so sieht es hier im Erawan Nationalpark aus. (wir müssen ja mal wieder zum Thema kommen ;-)) Wir sind extra nicht am Sonntag, sondern erst am Montag hierher gefahren, und doch war ziemlich viel los, aber so sind wir den Affen schon nicht alleine ausgeliefert ;-). Wobei sich schnell herausstellte, dass die alle recht süß sind und einen in Ruhe lassen.


In den Wasserfällen darf man auch baden. Auf jeder Ebene sah man ein paar Mutige schwimmen, ein paar hörte man auch immer mal wieder quiecken, wenn sie einer von den Fischen erwischt hatte. Denn im Wasser schwimmen ganz viele Fische, die einen anknabbern und dabei die abgestorbene Haut entfernen. Soll ja anscheinend gerade bei Neurodermitis ganz gut sein, keine Ahnung, für mich ist das definitiv nichts! Christian dagegen fand das ganz lustig:

 

Auf einer Ebene gibt es auch eine natürliche Wasserrutsche:

 

Und hier sind wir gleich ganz lange gesessen.

Super lustig, wie sie sich über die rutschigen Steine gehangelt haben, um dann tolle "Poserfotos" zu machen! Lustig sind auch unsere Russischen Mit-Touristen, die erkannte man daran, dass sie gleich in Badehose, Bikini und Flipflops in den Park kamen und gerade noch ein Handtuch dabei haben. Was sollte man auch sonst im Dschungel tragen?!


Da wir Hunger bekamen, traten wir langsam den Weg Richtung Bus an. Auf dem Rückweg wäre ich um ein Haar auf eine Schlange getreten. Die war so ca. 1,5 m lang und ob die jetzt giftig war oder nicht, will ich gar nicht wissen! Christian wollte sie noch filmen, aber vor Schreck (?) ist das leider nichts geworden. Ein paar andere Touristen haben gleich Fotos gemacht, aber alle hatten doch ziemlichen Respekt vor dem Tier. Obwohl es hier so idyllisch aussieht, darf man nicht vergessen, dass man sich in einem Dschungel befindet.


Am nächsten Tag fuhren wir mit dem ersten Bus wieder zurück nach Bangkok, dort gab es Mittagessen bei McDonalds, denn wer weiß, wann wir wieder sowas wie westliches Essen bekommen können, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Mit Air Asia gehts weiter nach Yangon ehemals Rangun in Myanmar!

 

Fotos

 

Fr

10

Feb

2012

Koh Phayam

Die letzten Tage haben wir es uns auf Koh Phayam gut gehen lassen!

Koh Phayam ist eine Insel:


Hier wohnen wir:


direkt am schönsten Strand der Insel:


gibts auch lecker Abendessen:


Und solltet ihr euch wundern, warum wir nicht braun werden:

Christian war einkaufen ;-)!


Was zum Anschauen haben wir natürlich auch gefunden:

 

 

Fotos

 

 

Schön wars!

 

Di

07

Feb

2012

Bangkok, Stadt der Engel

Nach 3 Tagen in Singapur sind wir auch schon in Bangkok gelandet, nachdem unser Flugzeug nach einigen Runden über Bangkok endlich auch eine Landeerlaubnis hatte. Warum, war uns spätestens beim Immigrationschalter klar, denn dort standen unmengen an Menschen. Bangkok hat uns mit starkem Regen empfangen, aber immerhin wars warm. Wir haben uns erstmal ein Zimmer gesucht und waren richtig begeistert, dass man für so wenig Geld ein richtig sauberes Zimmer bekommen kann. Wir wohnen nicht weit von der Khaosan Road entfernt direkt am Fluß. Ja, die Khaosan Road, die haben wir uns als erstes angeschaut und waren gar nicht begeistert. Warum die Straße so beliebt ist, ist uns bis jetzt ein Rätsel geblieben! Zum Glück sind wir ein Stück weg von dem Trubel! Besonders praktisch ist die Fähre, mit der man gemütlich in andere Stadtteile fahren kann. Als erstes haben wir das Wat Pho besichtigt. Gerade der riesen liegende Buddha ist schon schwer beeindruckend!

Am Samstag waren wir auf dem bekannten Wochenendmarkt und haben geshoppt, was das Zeug hält! Wer hätte gedacht, dass auch Christian in einen richtigen Kaufrausch fallen kann. Jetzt hoffen wir, dass uns bald mal jemand besucht, dem wir irgendwas mit heim geben können ;-)! Nach 7 Stunden haben wir immer noch nur einen Bruchteil des ganzen Marktes gesehen und komplett die Orientierung verloren. Nur gut, dass die meisten Stände unterdacht sind, denn es gab einen Regenschauer wie bei einer Sintflut. Vollkommen fertig sind wir abends wieder in unserem Zimmer angekommen!
 
Da wir unsere Weiterreise noch nicht groß geplant hatten, haben wir einige Zeit damit verbracht, zu planen und organisieren, wie es nun weitergehen soll. Da wir außer für Indien keinen Reiseführer dabei haben, haben wir uns jetzt vom Lonely Planet einzelne Kapitel als Pdf Datei heruntergeladen.

In Indien waren wir ja schon alte Hasen. Von Thailand haben wir ja so gut wie keine Ahnung! Aber jetzt steht er, der Plan ;-)!
 
Montag waren wir in der Botschaft von Myanmar und haben ein Visum beantragt. Es hat wiedermal in Strömen geregnet und die Schlange ging bis vor die Tür! Nach 3 Stunden waren wir endlich fertig und haben uns einfach ein bißchen durch Bangkok treiben lassen. Bangkok gefällt uns sehr gut, es ist nur schade, dass das Wetter so schlecht ist! Apropos Wetter, in Indien hatten wir keinen einzigen Regentag, und seitdem wir Indien verlassen haben, regnet es fast täglich, obwohl das zu dieser Jahreszeit gar nicht sein sollte!
 
Nach 2 Tagen konnten wir unsere Reisepässe samt Visum wieder abholen. Eigentlich wollten wir davor noch den Wat Phra Kaew und den Grand Palace besichtigen, so sind wir extra früh aufgestanden und mit der Fähre hingefahren. Nur diese Idee hatten nicht nur wir, sondern zig Reisegruppen und und und. Wir haben uns die Menschenmenge im Eingangsbereich mal angeschaut und da das, was es hier zu sehen gibt, nichts wirklich Neues für uns ist, haben wir kehrt gemacht und beschlossen, unseren Tag anderweitig zu verbringen. Denn ein Problem galt es ja noch zu bewältigen. In Myanmar kann man nämlich kein Geld am Automaten holen, daher muss man das komplette Budget dabeihaben und zwar in Dollar. In nagelneuen Dollarscheinen, andere nehmen sie nämlich nicht. So, wo bringt man jetzt in Bangkok Dollar her und kann man da nur Baht umwechseln oder vielleicht doch die Kreditkarte belasten. So sind wir lustig von einer Bank zur anderen getingelt. Die einen konnten mehr, die anderen weniger englisch. Ziemlich schnell war zumindest klar, dass wir erstmal alles in Baht brauchen. Und die ungefähr 10. Bank hat uns dann in die Haupzentrale geschickt und dort haben wir nagelneue Dollarscheine bekommen. Geht doch, der Spaß hat ja auch nur ca. 5 Stunden gedauert. Und dann gings im Laufschritt ab zur Botschaft und dort standen wir wieder in der Schlange. Aber Glück gehabt, bei unserem Visum stimmt alles und nun brauchen wir eigentlich nur noch einen Flug!  
 
Aber erstmal gehts auf die Insel. Und da wir eh schon sooo viel fliegen müssen, haben wir uns für Koh Phayam entschieden. Am nächsten Tag sind wir 8 Stunden Bus gefahren und nach 1 Nacht in Ranong gings mit der Fähre auf Koh Phayam.

 

Fotos

 

Mi

01

Feb

2012

Kulturschock Singapur

Kulturschock Singapur

Mit Singapurairline sind wir sehr bequem und gut unterhalten nach Singapur gebracht worden.
Über den Wolken sind die seichten Filme die Besten. Wir haben uns 'Resturlaub' angeschaut und gut dabei amüsiert. In der Luft zwischen Indien und Singapur einen Film in fränkisch anzusehen hat schon was!

Unsere ersten Eindrücke waren:
Es ist hier SUPER teuer und SEHR sauber. Dieser Eindruck wurde natürlich dadurch verstärkt, dass wir gerade aus Indien kamen. Für das, was wir hier an einem Tag brauchen, hätten wir in Orchha (Indien) eine Woche leben können.

Da wir Beide eine Erkältung von Indien mitgebracht hatten, war der Elan das Zimmer am ersten Tag überhaupt zu verlassen sehr gering. Ist ja auch schön, wenn man sich ohne Bedenken barfuß bewegen kann und mal nicht das ganze Bad nass ist, wenn man geduscht hat. So haben wir uns am ersten Tag nur mal die Gegend um unser Hotel angesehen.

Am 2. Tag wollten wir dann entweder eine Stadtrundfahrt mit einem Touribus oder mit einem Boot oder gleich Beides machen. Aber da hat uns das Chinesische Neujahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn genauso, wie wir das ja schon aus Vietnam kennen, ist auch in Singapur während der Feiertage zum Neujahr fast alles zu. So gab es leider keine dieser Touren und auch die meisten Museen waren geschlossen. Da wir ja schon genug Tempel gesehen haben, sind wir zur Orchad Road gefahren und haben uns mal eine Einkaufsmeile angeschaut. Der Wahnsinn!!! Die Malls sind sowas von groß und sooo teuer, dass man schon ein paar Hundert Euro zum Verprassen bräuchte! Dann haben wir uns noch den Hafen angeschaut. Da es leider zum Regnen anfing, beschlossen wir, genug gesehen zu haben und sind wieder in unser tolles Zimmer gefahren.

Tags drauf waren wir dann noch in little India, in Chinatown und dort bei den Festlichkeiten zum Neujahrsfest. Hier haben wir auch eine Kleinigkeit gegessen. Schon interessant, wie die Chinesen so kochen:

Da macht einer das, wofür die Inder mind. 5 Köche brauchen ;-)!
Danach gings zum Hafen und weiter über die Brücke zu den nächsten Festlichkeiten zum Neujahrsfest, wo wir noch einen Happen probiert haben.

Da uns Singapur aber an sich zu teuer war, sind wir tags drauf nach Bangkok geflogen.

Uns hat Singapur wider Erwarten sehr gut gefallen und auch die Einreise war problemlos! Wir können diese Stadt jedem empfehlen, der sich für das moderne Asien interessiert.

 

Fotos

 

Di

31

Jan

2012

9 1/2 Wochen in Indien

Incredible India

Nach 66 Tagen eine kleine Statistik über unsere bisherige Reise:

Wir haben
...in 25 verschiedenen Betten geschlafen
...ca. 4.830 km in ca 91 Stunden per Bahn

(das ist immerhin mehr als zweimal die Strecke Berlin-Istanbul)
...ca. 240 km in 19 Stunden per Bus und
...ca. 290 km in 7 Stunden per Taxi zurückgelegt
...ca. 10 Kakerlaken getötet
...gefühlte 10.000 Stufen erklommen, um tolle Fotos zu machen 

...jeden Snack im Zug mal gegessen (ohne krank zu werden)

Die Inder haben
...uns unzählige Male fast zum Wahnsinn getrieben
...uns ganz oft mit ihrer Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft überwältigt
...immer gewusst, in welcher Richtung es weitergeht

(auch wenn sie das mit dem rechts und links noch üben sollten)
...immer noch ein freies Zimmer für uns gefunden
...uns immer ein tolles Essen serviert

(manchmal ohne Besteck oder auch mal extrem scharf)
...uns immer das Gefühl gegeben willkommen in Ihrem Land zu sein!!!

Top 3 der angebotenen Dienstleistungen/Waren:
1. Tuktuk
2. Mariuahna/nice smoke
3. "come to my Shop"  (AND BUY!!!)


Claudis Highlights:
1. das Festival in Orchha
2. die Höhlen von Ellora

Christians Highlight:
1. der goldene Tempel
2. Orchha

Und noch ein Satz zum Schluß:
Eigentlich kann man Indien gar nicht beschreiben, Indien muß man erleben, mit allen Sinnen!

Di

31

Jan

2012

Delhi - der letzte Tag in Indien

Delhi - der letzte Tag in Indien
 
Nach einer Nacht im Zug sind wir morgens um 7 Uhr wieder in Neu Delhi angekommen. Ziemlich praktisch, man muß den Bahnhof einfach Richtung Paharganj verlassen, einmal die Straße überqueren und schon steht man wieder im Backpackerviertel von Delhi.
 
Wir haben uns für die letzte Nacht ein Zimmer mit Fenster gesucht und leider nicht bedacht, dass isolierte Fenster in Indien nicht selbstverständlich sind. Somit war es in unserem Zimmer fast so kalt wie draußen, ca. 12 Grad um die Zeit! Eigentlich wollten wir ja erst mal schlafen, aber da es Puri Bhaji zum Frühstück gab, konnten wir nicht widerstehen. Lecker wars! Anschließend klebten wir die Spalten zwischen Fensterrahmen und Wand mit unserem Panzertape ab und fragten nach einer Heizung, die wir auch bekommen haben:

indische Heizung
indische Heizung

Da wir dann auch nicht mehr schlafen wollten, haben wir uns vor die Tür gewagt. Es waren nur wenige Touristen unterwegs und bei weitem nicht mehr so ein Trubel wie im November. Wir konnten auch kein Lokal mit einem vollständig geschlossenen Raum finden, hier läuft eben das Leben auf der Straße ab, im Sommer, wie im Winter. Somit haben wir uns in unser, mit Hilfe des Heaters auf ca. 15 Grad aufgewärmtes Zimmer zurückgezogen. Claudi wollte dann die versprochene heiße Dusche ausprobieren. Als das Wasser nach 10 Minuten immer noch eiskalt kam, haben wir mal nachgefragt. Daraufhin standen vier Inder in unserem Zimmer und haben es immerhin geschafft, dass das Wasser zumindest lauwarm wurde. Somit wurde das Thema Duschen auf Singapur verschoben.
 
Zum Glück hatten wir WiFi und einen Fernseher. Mit (mal wieder) zig Klamottenlagen und zwei Decken haben wir den restlichen Tag gut überstanden (Fotos sortieren, Berichte schreiben, Filme zusammenstellen und ja Harry Potter lief auch noch nebenbei). Abends gabs dann im kalten Restaurant das letzte Mal ein leckeres indisches Abendessen. Die Nacht war besser als erwartet und pünktlich um 8 Uhr starteten wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge Richtung Flughafen. Und diesmal hat es wirklich geklappt: Wir haben Indien verlassen ohne eine Nacht an einem Flughafen zu verbringen!!!
 
Goodbye incredible india!
 
 
PS: wie immer sind wir uns nicht ganz einig ob wir wiederkommen oder nicht ;-)

Fr

20

Jan

2012

Varanasi

Varanasi

Nach 1 Woche in Orchha ist es uns richtig schwer gefallen wieder unsere Rucksäcke zu packen und weiter zu ziehen. Nach einem letzten Abendessen im Milan ging es mit einer Rikschaw zum Bahnhof nach Jhansi, von wo aus wir mit dem Nachtzug nach Varanasi gefahren sind.

Eigentlich stand Varanasi schon bei unserem 1. Indienurlaub auf dem Plan, nur damals haben wir es nicht geschafft. Somit war es uns diesmal wichtig, endlich auch die wohl heiligste Stadt Indiens zu besuchen. Nachdem wir ja jetzt schon einiges hier in Indien gesehen haben, glaubten wir, dass uns nicht mehr viel schocken kann, aber da wurden wir in den letzten Tagen eines Besseren belehrt.

Varanasi ist bekannt für die verschiedenen Ghats, das sind Treppen, die in den Ganges führen. Am beeindruckendsten sind die Verbrennungsghats, dort werden die Toten am Ufer verbrannt. Fotografieren ist verboten! Die Toten werden in ein langes Leintuch eingewickelt und erstmal in den Ganges gelegt. Dadurch soll das Karma gereinigt werden. Danach werden sie direkt am Fluß verbrannt. Im Wasser stehen ein paar Männer mit Sieben und suchen in der Asche nach Gold oder Schmuck.

 

Dann gibt es noch Badeghats, Wäschewaschghats, Ghats von denen aus die Bootstouren losgehen und Ghats auf denen (ohne Sch...) nur menschliche Sch.... rumliegt!!!

Die Inder glauben, dass man, wenn man in Varanasi stirbt, den ewigen Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt durchbrechen kann und direkt ins Nirvana gelangt. Daher kommen viele Inder zum Sterben nach Varanasi. Der Ganges gilt besonders hier als heilig: die Mutter Ganga. Daher wird hier im Ganges auch gebadet, um die Sünden wegzuwaschen und wieder ein gutes Karma zu bekommen und viele füllen sich extra Gangeswasser ab oder trinken es an Ort und Stelle.


Gespräch zwischen uns am 2. Tag:
Claudi: Und wie gefällt es DIR hier?
Christian: Mh, ich bin da so ein bißchen hin und hergerissen...(kurze Pause), aber eigentlich ist es ein Drecksloch!!


Und das kommt so:
Die wichtigsten Ghats sind in der Altstadt. Man kann direkt am Fluß entlang oder durch die engen Gassen der Altstadt von einem zum anderen Ghat gehen. Hier sind nicht nur Fußgänger, sondern auch Mopeds, Fahrräder, Kühe, Hunde, Ziegen und Büffel unterwegs. Die Gassen sind höchstens 2 m breit. Ungefähr so wie die Zipfelgasse in IN, also das letzte enge Stück beim Holzmarkt. Und überall, also wirklich überall liegen Exkremente und/oder irgendeiner (mal Mensch mal Tier) pinkelt gerade gegen eine Wand. Das ist unglaublich!!! Am schlimmsten wird es, wenn sich dann alles zusammen zu einem Brei entwickelt!


Wir haben auch die klassische Bootstour bei Sonnenaufgang gemacht. Ich (Claudi) war mehr von der Fahrt zu den Ghats beeindruckt, man könnte auch sagen geschockt. Durch den Smog war das Licht der Straßenbeleuchtung ein ganz warmes gelb, das sah so ein bißchen aus wie eine Filmkulisse. An den Straßenrändern lagen ganz viele vermummte Gestalten, einige total verwahrloste Menschen saßen auch um Lagerfeuer herum, die sie aus Müll und Kuhdung machen. Sogar auf den Fahrradrikschaws haben vermummte Gestalten geschlafen! Unglaublich unter welchen Bedingungen die armen Menschen hier leben müssen!

Die Bootstour selbst war ganz nett, kalt und wir hatten leider ein bißchen Pech mit dem Licht.

Spätnachmittags sind wir dann gleich nochmal 1 Stunde mit einem Boot rumgetuckert. Aber glaubt nicht, dass wir freiwillig auch nur den kleinen Finger in das (heilige) Wasser getaucht hätten!! Laut unserem Reiseführer ist die Anzahl der Keime 4.000 mal höher als der Grenzwert, bis zu dem das Wasser zum Baden geeignet ist!

Wir sitzen mittlerweile im Nachtzug nach Delhi und hätten nie gedacht, dass wir uns mal soo freuen nach Delhi zu kommen!

 

Fotos

 

Mi

18

Jan

2012

Khajuraho und Orchha

Khajuraho

 

So, da waren wir also nach vielen endlosen Stunden in Zug und Bus endlich in Khajuraho angekommen, mit dem Plan, hier einmal etwas länger zu bleiben, da mussten wir leider feststellen, dass Khajuraho so gar nicht chillig ist.

Wir wohnten zwar in einem schönen Hotel etwas außerhalb, aber der Ort hat abgesehen von den Tempeln leider gar nicht viel Charme.

 

In unserem Hotel haben wir Monika kennengelernt. Monika kam gerade aus Orchha und hat uns gleich erzählt, wie schön, ruhig und gemütlich es dort ist. Somit war wohl der erste Same gepflanzt ;-).

 

Aber erstmal haben wir die Süd- und die Osttempel besichtigt. Diese beiden Tempelgruppen gelten als nicht so spektaktulär, waren einen Besuch aber mehr als Wert. Besonders die Jaintempel, die zu den östlichen Tempelgruppen gehören, sind einfach toll! Die bekannten Tempel mit den meisten Kamasutrafiguren sind die sog. Westtempel, für die auch Eintritt verlangt wird. Alle anderen kann man umsonst besichtigen.

 

Als Langzeitreisende kann man es ruhiger angehen lassen, daher beschlossen wir, sie am nächsten Tag zu sehen. Leider kam die Sonne am nächsten Tag gar nicht raus, so dass es ziemlich kühl war und das Licht zum Fotografieren war auch nicht besonders. Die Tempel dagegen waren herrlich! Man kann das immer gar nicht so richtig in Worte fassen, am Besten schaut Ihr euch einfach die Fotos an.

 

Monika hat derweil versucht, jemanden zu finden, der sich ein Taxi nach Ochhra mit ihr teilt. Da wir von Kharjuraho auch schnell die Nase voll hatten, sind wir am nächsten Tag alle zusammen nach Orchha gefahren, wo uns Monika auch gleich die wichtigsten Dinge zeigen konnte. Hier trifft man sich Vormittags in Didis Cafe, in dem es richtigen Filterkaffee gibt und Abends im Milan Restaurant, wo es lecker indisches Essen, aber auch super Pizzen und Nudelgerichte gibt.

 

Monika:"Scheiße!"

Christian:"Ja Scheiße!"

 

So lief die morgendliche Begrüßung zwischen Christian und Monika nach der 1. Nacht ab! Es war die bis jetzt kälteste Nacht. Laut Wetterbericht hatte es gerade mal 8 Grad und unser Zimmer hat 2 kleine Fenster ohne Scheiben, nur mit Moskitogittern! Obwohl wir mehrere Decken hatten, war es einfach nur kalt!

 

Zum Frühstück saßen wir dann bei Didi auf der Dachterrasse und endlich gegen 12 Uhr hat sich die Sonne durch den Nebel gekämpft! Zum Frühstück gab es heißen Tee/Kaffee und Porridge, da keiner Lust hatte, etwas Kaltes zu sich zu nehmen.

 

Aber die Nacht war schnell wieder vergessen: an diesem Tag war nämlich hier in Orchha ein Festival und es gab sooo viel zu sehen! Sadhus mit geschmückten Kühen, ein Markt und der Trubel vor dem Tempel .... es war toll sich inmitten der vielen Menschen zu bewegen. So stellt man sich Indien vor!

 

Für die nächste Nacht haben wir uns noch ein paar Decken geben lassen und so schlafen wir jetzt: 2 Paar Socken, 2 Hosen, 2 T-Shirts, 1 Jacke und 7 Decken!!! Und glaubt nicht, dass wir nachts schwitzen! Das Mineralwasser ist nachts wie aus dem Kühlschrank! Aber es wird zum Glück von Tag zu Tag etwas wärmer. Wir haben natürlich heißes Wasser im Bad, aber leider, wie so oft in Indien, kommt das nicht aus dem Duschkopf, sondern drunter gibts einen Wasserhahn mit heißem und einen mit kaltem Wasser. Da das Wasser gleich richtig heiß wird, muss man sich im großen Eimer warmes Wasser mischen und mit dem kleinen Eimer kann man dann duschen.

 

Es gibt hier in Orchha auch eine kleine Insel, auf der stehen 2 Paläste und diverse kleine Tempel. In einem Tempel haben sich ein paar Männer zusammengetan und singen die Geschichte vom Ramayana. Das dauert insgesamt etwa 5 Jahre. Seit 3 singen sie schon ununterbrochen, hat man uns erzählt. Man hört sie immer, außer es ist Stromausfall und die Lautsprecher funktioniern nicht. Es ist ganz lustig, weil nicht alle wirklich gut singen können. Wir werden jetzt also jeden Abend von ihnen in den Schlaf gesungen und morgens wachen wir mit ihnen auf. Mittlerweile fällt es uns nur noch auf, wenn man sie gerade mal nicht hört! Sowas gibts wohl nur in Indien!

 

Aber das ist bestimmt nicht das einzige, was es nur in Indien gibt. Beim Abendessen schaut immer mal wieder eine (hungrige) Kuh im Milan vorbei:

Hier in Orchha gefällt es uns, trotz der Kälte, sehr gut und wir haben schon einige Touristen getroffen, die nur ein paar Tage bleiben wollten, aber jetzt schon seit Wochen hier sind. Auch wir könnten ewig hier bleiben, aber die nächsten Zugtickets haben wir schon besorgt. Somit werden wir die nächsten Tage hier noch genießen, bevor es weiter geht in die heiligste Stadt Indiens: Varanasi!

Di

10

Jan

2012

Einmal quer durch Indien in 11 Tagen (ca. 2600km)

Weihnachten bei Rosi und ihrer Familie im Kannur Beach House war wie letztes Jahr wieder sehr schön und chillig. Hier geht es an Weihnachten ungefähr so zu, wie bei uns an Helloween. Die Kinder und Jugendlichen verkleiden sich als Weihnachtsmann und gehen von Tür zu Tür. Nur hier sammeln sie nicht Süssigkeiten, sondern gegen eine kleine Spende verteilen sie sie. Am 1. Weihnachtsfeiertag haben wir einen Weihnachtsmann am Strand getroffen:

 

Diesmal war das Meer viel ruhiger und man konnte herrlich schwimmen. Es war nur soooo heiß, dass man nach spätenstens 15 Minuten am Strand wieder zurück in den Schatten musste! 

 

Da es ja nicht möglich war, gleich ein Zugticket bis nach Goa zu bekommen, haben wir uns eins nach Mangalore besorgt, mit dem Plan von dort zu schauen, dass wir weiterkommen. Um halb elf gings in Kannur los. In Mangalore am Bahnhof haben wir ganz zufällig ein Pärchen getroffen, das wir vom Strand in Kannur kannten. Von ihnen haben wir erfahren, dass wohl in ca. 1 Stunde ein Zug nach Goa geht und man dafür am Ticketschalter noch Fahrkarten bekommt. Somit haben wir uns einfach mal in der Schlange angestellt. Als dann endlich nur noch so 4 vor uns waren und der Zug in so 10 Minuten gehen sollte, ging der Spaß erst richtig los: von beiden Seiten haben sich zig Männer vorgedrängelt! Dann kam ein Wachmann mit Knüppel und hat versucht Ordnung zu machen, indem er alle extrem angebrüllt hat. Ein alter Mann, der sich auch vorgedrängelt hatte, ist da total ausgestiegen und hat so dagegen angeschrien, dass ihm gleich der Sabber aus dem Mund lief. Dem Wachmann war das sichtlich unangenehm und er hat mit einer Engelsstimme versucht, den Alten wieder zu beruhigen. Wir waren derweil gut damit beschäftigt, irgendwie unseren Platz in der Reihe zu verteidigen und haben tatsächlich 3 Minuten vor offizieller Abfahrt ein Ticket bekommen. Also auf zum Zug, nur wo einsteigen??? Indische Züge sind extrem lang und man kommt nicht überall durch. Aber was solls, einfach mal rein in den Zug. Natürlich waren wir total falsch, aber dafür konnten wir das billige Ticket noch upgraden und sind somit gemütlich im AC3 nach Goa gefahren. 


Goa ist ja ein ganzer Bundesstaat mit ca. 100 km Strand. Wir sind in Margao ausgestiegen. Mittlerweile war es fast halb 10 abends und wir hatten Hunger!!!! Daher haben wir uns ein Zimmer mitten in der Stadt genommen und wollten nur noch schnell irgendwo was essen. Aber so leicht war das gar nicht um die Zeit. Entweder waren die Restaurants komplett überfüllt oder zu und auf der Straße waren mehr Hunde als Menschen unterwegs. Schließlich haben wir in einem dubiosen Restaurant (man könnte auch Absteige sagen) noch Pommes gegessen und ein Bier getrunken und fielen dann fix und fertig ins Bett! 


Den nächste Tag haben wir am Strand von Benaulim verbracht. Wie wir aus Erzählungen wussten, ist es hier noch nicht so überfüllt und es hat uns auch ganz gut gefallen:

 


Und wenn wir schon mal in der Gegend sind, haben wir uns gedacht, schauen wir uns mal noch Old Goa an. Laut Reiseführer soll es ja mal eine Zeit gegeben haben in der Old Goa und Lissabon in Konkurrenz standen, welche die schönere Stadt ist. Wer gewonnen hat, dürfte klar sein ;-). Mit einem Bus gings also Tags drauf nach Old Goa. Dort gibt es einige Kirchen und Museen zu besichtigen. Gerade die Kirchen mit ihren dicken Mauern waren sehr angenehm bei 35 Grad im Schatten.

Zurück in Margao waren wir noch Chinesisch essen, bevor es wieder zum Bahnhof und mit dem Nachtzug über Mumbai nach Jalgaon ging. Nach 22 Stunden Zugfahren mit 4 Stunden Aufenthalt in Mumbai waren wir auch schon da. Und falls ihr jetzt denkt, 22 Stunden Zugfahren ist stressig, dann lasst euch sagen, in Indien ist es das besonders, außer man mag Kakerlaken und stört sich nicht am Uringeruch!!! Apropos Uringeruch, den bekommt man erst wieder aus der Nase, wenn man gute 500 Meter von jeglichen Gleisen entfernt ist. Aber was ist strengstens verboten?? Rauchen im Zug und auf den Bahnsteigen. Versteh das mal wer will! Hätten die Inder Raucherabteile würds glatt angenehmer riechen. Ein angetrunkener Wichtigtuer mit einem (echten?) Ausweis der Indian Railway Corporation wollte mir glatt 500 Rupies wegen Rauchen auf dem Bahnsteig abnehmen. Dank Interaktion eines anderen Inders, habe ich dann nur die offiziellen 200 Rps bezahlt. Die Inder machen das geschickter, die rauchen einfach auf dem Zugklo! 


In Jalgaon fanden wir dann das wohl beste Budgethotel in Indien, das Hotel Plaza:

Von hier aus haben wir die Höhlen von Ajanta und Ellora besichtigt. Beschreiben kann man das nicht, das muss man sehen.

 

Der Inhaber des Hotel Plaza war der Hammer! So freundlich sind wir in Indien selten aufgenommen worden und so ungern sind wir auch nie weitergereist. Das Hotel ist eine absolute Wohlfühloase!!


Auf dem Weg zu unserem eigentlichen nächsten Ziel, nach wiedermal 9 Stunden Zugfahrt, haben wir Halt in Jabalpur gemacht. Hier hat uns der indische Winter glatt erwischt. Saukalt ist es, zumindest fühlt es sich so an, wenn man Tage zuvor noch geschwitzt hat. In den 3 Tagen in Jabalpur haben wir keinen einzigen westlichen Touristen gesehen. Dafür waren außer den Kühen und Hunden auch Schweine mitten in der Stadt unterwegs. Überhaupt war Jabalpur ein bißchen so, wie wir uns Pakistan vorstellen.

Jabalpur ist bekannt für die sog. Marble Rocks, die aber eigentlich aus Kalkstein sind. Dort sind wir ein bißchen auf einem Boot rumgeschippert. Da die geschäftstüchtigen Inder für ein kleines Boot sooo viel Geld haben wollten (ca. 3 Abendessen ohne Bier) und auch nicht bereit waren zu handeln, haben wir uns kurzerhand einer indischen Familie angeschlossen. In der Nähe haben wir noch einen (süßen) Wasserfall, einen Balancing Rock und ein kleines Fort besichtigt.

 
Immer in Richtung unseres eigentlichen Ziels gings auch hier mit dem Zug weiter bis nach Satna. Nach einer (schrecklichen) Übernachtung sind wir in aller Früh (6:30 Uhr) und dick angezogen mit dem Bus losgefahren. Da auch hier mal wieder nur local Busse fahren, waren unsere Ansprüche recht gering: Fensterscheiben sollte er haben und nicht übervoll sein. Beides ging zum Glück in Erfüllung, nichtsdestotrotz wars alles andere als warm. Auf dieser Strecke haben sie sich mal wieder selbst übertroffen: 115 km in 4 Stunden!!! Aber jede Tortur hat auch mal ein Ende. Dafür haben wir ein super Hotel zu einem guten Preis gefunden, mit heißer Dusche und nachdem wir noch 2 zusätzliche Decken bekommen haben, ist es nachts auch richtig warm.


Bestimmt fragt ihr Euch was unser eigentliches Ziel überhaupt ist: Khajuraho, denn hier stehen die berühmten Kamasutratempel. Und eins noch, solltet ihr hier jemals herwollen: nehmt das Flugzeug!!!!!! 


Beim nächsten Mal mehr vom Kamasutra :-)!

Sa

24

Dez

2011

Uns ist es zu heiß !

Bevor wir von unseren letzten Tagen erzählen, interessiert Euch bestimmt die Auflösung unserer Frage: der beliebteste westliche Film in Indien ist: Titanic!!!!

And the winner is: Rebecca!!! (sehr gut, denn die Adresse kennen wir auswendig ;-))

Da die Antworten ja sowohl im Gästebuch als auch als Kommentare gegeben wurden, gibt es noch einen 2. Gewinner, nämlich die Angi!!!!

Die Postkarten sind auch schon fast unterwegs!!!

 

Ja und ein Spinnenfoto von diesem Abend gibt es leider nicht, denn wir wollten verhindern, dass die Spinne noch irgendwohin rennt. Stellt sie euch einfach Handteller groß vor mit einem richtig widerlichen dicken Körper!!!! Dafür machen wir jetzt immer fleissig Fotos von Spinnen, die wir seitdem komischerweise recht häufig sehen. Und nun weiter zum Strandhopping:

 

Unsere Suche nach den besten Stränden Indiens hat uns als nächstes nach Cochin geführt. Cochin ist sehr sehr touristische, deshalb hat es uns umso mehr gewundert das beim Cherai Beach, dem unser eigentliches Interesse galt, kaum Touristen waren. Der Cherai Beach ist nur 14 km von Cochin entfernt und sieht so aus:

Cherai Beach
Cherai Beach
Cherai Beach
Cherai Beach

Nach kurzer Suche haben wir ein sehr schönes Zimmer direkt am Strand gefunden. Es war alles andere als billig, aber immerhin konnten wir den Preis für das Zimmer von 4000 auf 2000 Rps runter handeln. Der Strand war wirklich wunderschön, man konnte kilometerweit den Strand entlang gehen und das Wasser hatte die Temperatur eines Thermalbades. Leider war das Zimmer nur für 2 Tage frei. Das war einerseits sehr schade da es hier wirklich toll war, andererseits machte uns die Hitz hier schön langsam zu schaffen. Man konnte gar nicht soviel trinken wir man schwitzte. Unser Rekord liegt bei 8 Liter Wasser plus diverser Kaltgetränke. Daher beschlossen wir, dass wir uns abkühlen müssen. Die einzige Möglichkeit hier in der Nähne ist das bergige Wayanad.

Ab in die Berge!

Wir sind mit dem Zug nach Calicut gefahren, von hier gings weiter mit dem Bus nach Sultan Batheri. Zuvor in Calicut ist uns noch was kurioses passiert: Wie so oft wurden wir von einem älteren Inder angesprochen und gefragt, woher wir kommen. Als ich sagte das wir aus Germany kommen, hat er sofort ein paar prominente Deutsche aufgezählt:Beckenbauer, Günther Grass...(den Rest hab ich nicht verstanden). Später hat uns der Inder nochmal auf der anderen Straßenseite gesehen und uns die deutschen Promis zugerufen. Zugerufen trifft es wohl nicht so richtig, er hat richtig geschrien, hat sich fast aggressiv angehört. Als wir uns umgeschaut haben, wer uns wohl so beschimpft, haben wir gesehen, dass es der Inder von eben war. Er hat über das ganze Gesicht gestrahlt und weiter die Promis zu uns rüber geschrien. Wir haben ihm gewunken und den Daumen nach oben gezeigt und haben noch lange über Beckenbauer (so hieß er ab jetzt für uns) geschmunzelt.

Die Busfahrt in die Berge war abenteuerlich. Die indischen Verkehrsregeln sehen in der Praxis so aus: wer groß und schwer ist hat Vorfahrt. Ein Auto oder TukTuk hat da gegen einen Bus keine Chance. Die Busse und LKWs sind die Herrscher der Straßen. Dementsprechend wird gefahren! Es wird weder Material noch Mensch geschont. Nach 3 Stunden sind wir in Sultan Batheri angekommen. Sultan Batheri liegt in Wayanad. Das Baumhaus, in dem wir letztes Jahr waren ist hier ganz in der Nähe. Unser 1. Ausflug began bei einem alten Jaintempel, dann ging es weiter zu den Edakkal Caves. Wir haben da ja mit mehreren Höhlen gerechnet. Aber eigentlich war dort der Weg das Ziel. Es begann mit einer Straße, die man noch ein ganzes Stück bergauf laufen musste. Dann kam man an den Eingang und es kostete noch 15 Rps pro Person und 20 Rps pro Kamera Eintritt. Weiter ging es erst auf ganz normalen Steinstufen und dann ziemlich waghalsig über Steine und durch eine kleine Höhle nach oben. Ganz oben hatte man einen tolle Sicht, wenns nur nicht so diesig gewesen wäre und dort war die eigentliche Höhle. Die sah so aus:

Die Höhle
Die Höhle

Dort trafen wir auch die ersten Inder und waren mal wieder ein beliebtes Motiv. Aber das war noch nichts gegen den Abstieg, denn da kamen uns sehr viele junge indische Männer entgegen, die uns alle die Hand gaben und zig Fotos gemacht haben. Einer hat mich glatt zum Abschied auf die Wange geküsst!!!! Affen waren hier auch wieder unterwegs und somit war das eigentlich so: wir haben die Affen fotografiert und die Inder uns!!! mh??

Nach einer kurzen Chai Pause gings weiter zu den Meenmutty Waterfalls. Als wie die Tour gebucht haben, hat da einer schon gemeint, dass sei ein "adventure", aber wir hatten erstmal keine Ahnung, wie der das jetzt meint. Die Wasserfälle kosten 600 Rps Eintritt und ohne Guide geht nichts. Auf dem Schild stand nur, dass man noch 1 km laufen muss. Tatsächlich geht der Weg extrem nach unten und teilweise war er auch nur gehbar, da dort Seile gespannt waren an denen man sich festhalten konnte. Unsere Sneakers waren auch nicht unbedingt das richtige Schuhwerk für so einen rutschigen Weg. Der Guide war mit Flipflops unterwegs. Der Wasserfall selbst war schon sehenswert, wäre da nicht der Gedanke gewesen, wie man da jemals wieder hoch kommen soll!!! Bei uns wäre so ein Weg undenkbar! Wir haben wie immer alles gut dokumentiert:

 

Und auch hier sind uns wieder viele Inder begegnet:

Gruppenfoto
Gruppenfoto

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem lokal Bus zu einem See gefahren. Der kostete auch wieder Eintritt (15 Rps pro Person und 20 Rps pro Kamera). Am Eingangsbereich stand, dass man keine Plastikflaschen mit hinein nehmen darf, also haben wir noch schnell unsere Wasserflasche ausgetrunken und was verkaufen sie drinnen: alles wie überall in Plastikflaschen, das soll mal einer verstehen!? Wir sind dann mit einem Tretboot ein bißchen über den See gefahren und dann noch drumherum gelaufen. Da haben wir festgestellt, dass ganz viele Spinnen ihre Netze über dem Weg gespannt haben und auch noch drinn sitzen. Das war gar nicht so einfach auf einem Foto gut festzuhalten, aber wir haben es mal versucht:

Riesenspinne
Riesenspinne

Affen waren natürlich auch unterwegs und langsam sind wir es ja auch schon gewohnt!
Zurück gings wieder mit dem Bus und da wir so einen Hunger hatten, sind wir gleich noch etwas essen gegangen. Das Veg. Jaipuri mit Parotta war superlecker, nur Besteck gabs keins, aber mit viel Brot (Parotta) ging das schon!
Einen Tag haben wir noch mit Shopping und Spazieren gehen in Sulthan Batheri verbracht.
Hier hat uns in einem Shop ein Kamerateam vor die Kamera gezerrt, irgendwas gesagt (wir haben kein Wort verstanden) was mit 'Merry Christmas' endete und uns das Mikrofon hingehalten. Wir haben dann einfach auch mal Merry Christmas gesagt und in die Kamera gegrinst?! Ob wir jetzt im Regionalfernsehen kommen oder was auch immer das sollte, hat uns leider keiner erklärt.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Kannur!
Da wir zu geizig für ein Taxi mit Fahrer waren (2.500 Rps), haben wir uns entschieden mit dem local Bus (154 Rps) zu fahren. Ein anderer fährt hier gar nicht, da in Wayanad wenig Touristen unterwegs sind. Los gings um 7.00 Uhr. Aber erstmal sind wir mit einem Tuktuk zum Busbahnhof gefahren. Der windigste Bus, den wir bis dahin gesehen haben, war unsrer. Scheiben gab es keine, aber so komische Rollos waren an den meisten Fenstern runtergelassen. Wir haben dann alle unsere Jacken gebraucht und es war trotzdem noch saukalt. Sogar die Kapuzen haben wir aufgesetzt und was hätt Claudi um Handschuhe gegeben. Als wir dann die Serpentinen hinter uns hatten, wurde es langsam warm, nur das ewige Gewackle war ziemlich anstrengend. An Schlaf war nicht zu denken und selbst lesen war schwierig, da man nichts wirklich still halten konnte. Um 12.00 Uhr sind wir endlich in Kannur angekommen!!
Damit wir nicht so schnell wieder auf einen Bus zurückgreifen müssen, sind wir erstmal zum Bahnhof gefahren, um ein Zugticket für den 27.12. klar zu machen, denn online wären wir gleich auf der Warteliste gelandet. Erstmal standen wir in der falschen Schlange an, dann mussten wir weiter über alle Gleise zu einem anderen Gebäude, dort musste man die Zettel ausfüllen (mit Zugnummer, Zugname und und und) und was hat uns der Typ hinter dem Schalter gesagt: only Waitlist is possible! Na Prima, und auf die Frage, ob man da Chancen hat reinzukommen, meinte er: difficult!! Somit wirds spannend, aber wir machen uns erstmal keinen Stress, denn irgendwas geht immer ;-)!

Mit einem Tuktuk sind wir zum Kannur Beach House gefahren und dort gabs erstmal leckere indische Hausmannskost, diesmal haben wir ein ebenerdiges Zimmer und wenn wir auf der Terrasse sitzen, sehen wir das Meer!!! (haben wir uns auch verdient, nach dieser stressigen Fahrt!) Das Meer ist herrlich. Und der Plan für die nächsten Tage ist: Frühstücken, schwimmen, schlafen, essen, schlafen, schwimmen, Abendessen, schlafen usw...

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen schöne Weihnachten!!!

Fotos

 

Do

15

Dez

2011

Endlich am Meer

Nach einem kurzen Flug sind wir in Trivanandrum gelandet. Weiter gings mit dem Taxi nach Varkala. Laut Reiseführer (von 2007) soll Varkala nicht besonders überlaufen sein und einen tollen Strand haben. Der Strand sieht so aus:

Varkala
Varkala
Varkala
Varkala


Und wir finden, dass das schon ein bißchen viele Leute sind, daher haben wir uns diesen Strand gesucht:

Marari Beach
Marari Beach
Marari Beach
Marari Beach

Aber noch ein paar Worte zu Varkala. Varkala liegt auf einer Klippe und an vorderster Front ist die Tourimeile. Dort befinden sich die Unterkünfte, Restaurants und Shops. Wir haben in einer Hütte direkt an der Tourimeile mit Blick aufs Meer gewohnt. Bei unserem ersten Frühstück haben wir ein Dosa bestellt. Das ist ein indisches Frühstück, sieht ähnlich aus wie ein Pfannkuchen, nur nicht süß und wird dann mit den Händen in Stücke gerissen und in verschiedene Dips getunkt, einer davon ist immer scharf, der andere würzig. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, ist das richtig lecker. Wir haben also 2 Dosa bestellt und 2 Croissant(??) bekommen! Auf Nachfrage haben wir dann festgestellt, dass das Restaurant von Nepalesen geführt wird und wenn die Croissant sagen klingt das glatt wie Dosa!!! Indisches Frühstück gab es da leider gar nicht :-(. In Varkala ist alles auf die Touristen ausgelegt und so kommt es auch, dass jedes Restaurant indische, chinesische, italienische, mexikanische, israelische, thailändlische, und kontinentale Gerichte anbietet. Und natürlich frischen Fisch. Der wird abends vor den Restaurants ausgestellt, manchmal sogar mit ein paar Eiswürfeln und dann kann man sich seinen Fisch gleich selbst aussuchen! Welchen man nimmt ist aber fast egal, lecker waren alle, die ich probiert habe: Butterfish, Baracuda und Red Snapper! Da wir aber eher die ruhigeren Strände mögen, sind wir mit dem Zug nach Alleppey gefahren.

Im Zug haben wir unsere Plätze nicht gefunden, aber dafür eine Schulklasse mit lauter Jungs so um die 13 Jahre alt aus Mumbai, die spontan zusammengerückt sind und uns einen Platz angeboten haben.

Schulkasse im Zug
Schulkasse im Zug

Was glaubt ihr wohl, welchen Film sie uns als ihren Lieblingsfilm genannt haben:
a) Terminator                          b) Dirty Dancing
c) Titanic                             d) Avatar

Wer als erstes die richtige Antwort als Kommentar hinterlässt bekommt eine Postkarte aus Indien mit einem unglaublichen Motiv!!!

Durch die vielen Fragen und diesmal eben nicht das übliche von wegen verheiratet und so, verging die Zugfahrt, trotz ca 38 Grad recht schnell. Im Zug haben wir auch noch einen Australier kennen gelernt. Mit ihm sind wir dann kurzerhand mit dem lokal Bus in die Stadt gefahren. Ein lokal Bus hat genau 2 Fensterscheiben, eine vorne und eine hinten und Türen hat er wohl gar keine, zumindest keine, die zugehen! Dafür wackelts ziemlich und man muss sich gut festhalten, gerade wenn man, wie ich direkt an der offenen Tür steht! Dafür kostet der Spaß gerade mal 5 Rps. Wir hätten davon ja gerne Fotos gemacht oder noch besser kurz mitgefilmt, aber man brauchte beide Hände, um nicht um bzw. rauszufallen. Ben, der Australier hat uns dann erzählt, dass er schon mal in Deutschland war und zwar in Nürnberg, Hamburg, Dresden, Leipzig und Berlin. Weiter im Süden war er nicht, weil man ihm nämlich erzählt hat, dass Bayern sich von Österreich kulturell nicht unterscheidet und in Österreich war er ja auch.

Am nächsten Tag haben wir uns dann auf die Suche nach einem ruhigen netten Strand gemacht. Und was wir gefunden haben, habt ihr ja schon gesehen! Hier haben wir leider nur für 2 Nächte ein Zimmer bekommen. Denn der Nachteil an den ruhigen Stränden ist, dass es nur ganz wenig Unterkünfte gibt. Wir haben jetzt eine Hütte 2 Minuten vom Strand entfernt. Und hier ist es passiert: Ich kann mich nicht mehr an mein Passwort in der Arbeit erinnern!!!

Außerdem haben wir wieder etwas dazugelernt:
1. Wenn einem beim Öffnern der Badtür eine Kakerlake entgegenkommt, sitzt im Bad irgendetwas, vor dem die Kakerlake richtig Angst hat.
2. Wenn die Kakerlake groß ist, ist das Ding im Bad bestimmt noch größer.
3. In Indien gibt es richtig widerliche, große Spinnen!!!

So war das nämlich gestern Abend. Erstmal ist so ne rießige Kakerlake aus dem Bad gerannt, als Claudi die Tür aufgemacht hat und dann saß im Bad hinter der Tür eine wahnsinns Spinne. Die durfte ich dann fangen und als wir die im Eimer (!!) nochmal angeschaut haben, sah man, das sie gerade eine andere Kakerlake ausgelutscht hat (Vielleicht hätten wir die doch einfach im Bad lassen sollen). Somit langen uns doch 2 Tage in dieser Hütte ;-). So ne große Spinne hab ich bis jetzt nur im Zoo gesehen. Wir freuen uns schon richtig auf Australien ;-)!!

Weiter gings mit dem Taxi nach Cochin, auf der Suche nach dem nächsten schönen einsamen Strand! Davon erzählen wir beim nächsten Mal.

 

 

Fotos

 

Di

06

Dez

2011

Bangalore & Mysore

Bangalore

Entgegen unseren ursprünglichen Plänen, sind wir spontan nach Bangalore geflogen.
Bangalore ist touristisch nicht besonders interessant, wir waren in einem Aquarium (Eintritt 5 Rps), da war es ein bißchen, wie bei uns beim Dehner, in einem Stadtpark:

und bei McDonalds, McSpicy Paneer und McSpicy Chicken gabs. Der Chickenburger war wirklich scharf, der mit Paneer leider gar nicht. Außerdem waren wir in einer Mall und da lief glatt ein Inder mit einem Bayern Trikot rum. Bei Esprit haben wir auch mal reingeschaut, da war es teurer als bei uns!

Weiter gings nach Mysore. Mysore ist bekannt für Sandelholz, besonders Sandelholzöl und Schachteln aus Sandelholz werden einem ständig angeboten. Wir sind wiedermal in einer Räucherstäbchenmanufaktur gelandet, haben aber nichts gekauft. (Unser Anfangsgewicht war ja am Flughafen schon um gut 4 Kilo höher, als wir es geplant hatten, da hat also nichts unwichtiges mehr Platz). So werden übrigens Räucherstäbchen hergestellt:

Mysore hat auch einen City Palace. Fotos darf man innen leider nicht machen, man muss sogar seinen Fotoapparat abgeben!!! Auf dem Schild steht, dass das abgeben nichts kostet. Wenn man aber die Fotoapparate wieder holt, will der Typ dahinter doch Geld und behält einfach das, was man ihm gibt, außer man sagt genau, wieviel man zurück möchte! Die Touristin vor uns hat ihm glatt 50 Rps gegeben, wir haben ihm 20 gegeben und 10 zurückverlangt! So sans die Inder ;-)!
Was das kaufmännische Geschick angeht können sie es leicht mit den Ferengi aufnehmen.

Der Palast selber ist ganz schön und richtig kitschig!!! Die Inder haben sich vom Fotoverbot gar nicht beeindrucken lassen und mit ihren Handys fleissig fotografiert! Wir haben uns lieber mal an das Verbot gehalten.

Sonntags wird der Palace von 19.00 bis 20.00 Uhr mit 97.000 Lampen beleuchtet. Das ist wunderschön und sieht so aus:

Indien ist ja was das Essen angeht ein Paradies für jeden Vegetarier. Nur steht nie dabei, ob es scharf ist oder nicht. Und so sind wir hier schon öfter an unsere Schmerzgrenze gestoßen!!! Aber mit viel Bier ging das schon ;-)! In unserem Hotel in Mysore gibt es ein Roof top Restaurant. Hier rennt immer mehr Personal rum, als Gäste da sind. Allein in der Küche stehen immer so 7 bis 8 Köche und warten, dass irgendwas passiert. Wenn sie kochen, sieht das so aus:

Auf dem Chamundi Hill waren wir auch. Rauf gings mit dem lokal Bus und einem indischen Rennbusfahrer! Oben haben wir dann festgestellt, dass an Freitagen wohl jeder, der nichts anderes vor hat hier oben dem Tempel einen Besuch abstattet. Ein seltsamer selbsternannter Guide hat sich uns dann angenommen und wir wurden überall irgendwie dazwischen gequetscht. Schuhe musste man natürlich wieder ausziehen. Wie das mit den Göttern funktioniert, hat uns der Guide auch nochmal ausführlich erklärt (das machen sie nämlich immer und langsam können wir es uns sogar merken) Also, der Brahma ist der Schöpfer (creater), Vishnu ist der Erhalter (protector) und Shiva ist der Zerstörer (destroyer). Ganesh, der mit dem Elefantenkopf, ist der Sohn von Shiva und Parvarti. Parvarti aber hat viele Namen unter anderem auch Kali oder Sariswarti, wobei Kali eine besondere Rolle hat, Kali zerstört Dämonen, ich glaub, der Guide hat erzählt, sie würde sie fressen, oder so.... Nachdem Claudi noch von ein paar Kühen verfolgt wurde (lag bestimmt am pinken T-Shirt) sind wir die 1.000 Stufen runter gelaufen. Auf dem Weg kommt man an einer rießen Bullenstatue vorbei: Shiva soll nämlich auf einem Bullen geritten sein! Außer Kühen sind uns dann noch viele Affen begegnet:

 

 

Und der ein oder andere Inder, der gerne fotografiert werden wollte:

 

 

 

Übrigens habe ich eine Umschulung begonnen:

 

 

 

Während wir diesen Eintrag fertig machen, sitzen wir schon in einem Restaurant auf der Klippe am arabischen Meer. Mehr davon beim nächsten Mal!

 

 

 

Fotos

 

Di

22

Nov

2011

Amritsar - Die heilige Stadt der Sikhs

Der Wecker klingelte um halb 6 und wir hatten eine 7 Stunden Zugfahrt nach Amritsar vor uns. Aber alles lief ganz relaxt, vom Hotel aus konnten wir zum Bahnhof laufen. Auf der Anzeigetafel stand bereits unser Zug, also ab zum Gleis. In Indien hat jeder Fahrgast einen festen Platz, daher hängen außen an den Waggons die Namenslisten, damit man sich nicht mit dem Gepäck durch den ganzen engen Zug zwängen muss. Wir haben unsere Namen schnell gefunden und schon saßen wir drinn, im Expresszug nach Amritsar. Das Zugticket hatten wir bereits in Deutschland gebucht. Für die knapp 9 Euro pro Person bekamen wir Zeitung, Wasser, Tee und Frühstück. Der Service war besser als bei unserem Flug nach Delhi mit Virgin Atlantic :-). Nur die Klimaanlage funktionierte im Zug nicht, ist wohl kein rein deutsches Problem :-). Nach der langen Fahrt, die Claudi mal wieder fast ganz verschlafen hat, waren wir trotzdem ziemlich geschafft.

Als fast einzige Touris im Zug waren wir Frischfleisch für die Rikschafahrer. Uns hat noch am Gleis ein Rikschafahrer angesprochen, wir haben nur nicht gleich verstanden, dass der uns mit dem Fahrrad transportieren will und sofort zugesagt. Das ist schon eine seltsame Situation, da er sich damit ja seinen Unterhalt verdient und er von uns Touris bestimmt das doppelte bekommt (wir haben nicht gehandelt, sondern sofort den Preis akzeptiert, den er genannt hat), als das, was ein Einheimischer (oder auch mal drei) für die gleiche Strecke bezahlt hätten. Wir dagegen fühlen uns schon komisch, wenn sich so ein dünnes Männchen da abstrampelt und die Kilos will ich gar nicht ausrechnen, die wir und unser Gepäck auf die Waage bringen. Damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt: wir haben 50 Rps bezahlt, also nicht mal 1 Euro für ca. 3 km. Nur an der Brücke, als es bergauf ging, mussten wir absteigen, durften aber nicht mitschieben, bergab war dann abenteuerlich, aber keine Sorge, die Bremsen haben wunderbar funktioniert (brake by wire) und auch der Chaosverkehr drumherum hat sich gut angepasst ;-)

Dann stellte sich die nächste drängende Frage: wohin fahren wir überhaupt genau, denn eine Unterkunft hatten wir noch nicht reserviert. Und wie das nunmal immer so ist, wusste der Fahrradrikschafahrer natürlich eine, aber die war so grauenvoll, dass wir erstmal auf den Lonely Planet zurückgegriffen haben. Nachdem wir noch 3 Zimmer angesehen hatten, und alles ja mal entschieden werden muss, haben wir das noch beste Zimmer möglichst nahe am goldenen Tempel genommen. Unsere Ansprüche hatten wir derweil den Gegebenheiten angepasst und das, was dabei rausgekommen ist sieht man hier:

unser 'Bad'
unser 'Bad'

...ein Bild über den Rest des Bades möchte ich euch ersparen ;-)

Nach nur einer Nacht haben wir das Hotel gewechselt. Unsere neue Unterkunkt war sauberer und man hatte von der Dachterrasse aus einen herrlichen Blick auf den goldenen Tempel:

Blick von unserer Terrasse auf den "golden temple"
Blick von unserer Terrasse auf den "golden temple"

Mich hat der goldene Tempel ja mehr beeindruckt, als das Taj Mahal. Der goldene Tempel wird hauptsächlich von Einheimischen besucht. Man sieht nur ganz wenig Touristen. Bevor man den Tempel betritt, muss man seine Haare bedecken, und zwar mit einem Tuch. Wie ja immer, muss man seine Schuhe abgeben. Beim Eingang des goldenen Tempel geht es dann erstmal durch ein Wasserbad, das ähnlich wie bei uns im Freibad ist, so dass man den Tempel mit sauberen Füßen betritt!
Nach dem Wasserbad stehen 2 Wachmännter in traditioneller Kleidung direkt am Eingang und haben, wie im Film, als wir kamen ihre Speere überkreuzt, so dass wir stehen bleiben mussten. Sie fragten uns, ob wir Waffen, Dorgen oder Zigaretten dabei haben. Als wir verneinten, gaben sie uns den Weg frei. Ja, da fühlt man sich schnell mal, wie in 1001 Nacht.

Die Stimmung im Tempel ist unbeschreiblich!

Mittags gibt es dort auch kostenloses Essen für alle, das haben wir uns aber nicht angeschaut. Besonders atmosphärisch war der Tempel abends, als es bereits dunkel war. Aber seht einfach selbst:

 

 

 

Nur einen Nachteil hatte das Ganze. Man darf im ganzen Gebiet um den Tempel nicht rauchen!!!! Nicht auf der Strasse, nicht im Restaurant, nur in Privaträumen (und zum Glück auf unserer Dachterrasse)!


Wer in Amritsar ist, besucht auch die pakistanische Grenze. Die Grenzschließung jeden Abend hat sich zu einem Happening entwickelt. Auf indischer Seite werden die Grenzsoldaten von Ihren Landsleuten angefeuert und gebärden sich dementsprechend. Auf der pakistanischen Seite ist weniger Trubel. Auf indischer Seite dagegen gehts rund.

 

 

 

Fotos

 

Sa

19

Nov

2011

Welcome to India !

Bier in der Kaffeetasse
Bier in der Kaffeetasse

Welcome to India!

'Good Karma brought you here' so wurden wir 2007 im alten Terminal des Indira Gandhi Flughafens empfangen.
Nun, diesmal sind wir im neuen Terminal gelandet und hier sieht es aus wie in jedem anderen Flughafen der Welt: die Toiletten sind sauber (Claudi: dort gibt es zwar eine "Klofrau", aber die beschimpft mich nicht, als ich ihr kein Geld gebe, nein viel besser, die will gar kein Geld),kein einziger Stromausfall (2007 waren es mindestens 3 und wo war Claudi da gerade?)

und kein komischer Geruch liegt hier in der Luft. Na hoffentlich ist das schon unser Good Karma ;-)
Nur, sind wir überhaupt in Delhi gelandet???

Aber diese Frage erledigt sich, als wir unseren Taxifahrer, mit dem Schild "Claudia + Christian" in der Hand, gefunden haben. Denn die Kommunikation lief ungefähr so:

"Hello Sir, welcome to india"
"Ähh, ja..thank you!"
"Where are you from"
"Germany"
"Are you married ?"
"No"
"Sorry"
"No problem"
"You are a nice couple"
"Thank you"

Somit sind 2 Dinge klar:
1. Der Mann hat hier die Dinge zu klären (nur blöd, dass Claudi im Handeln und Anschnauzen dann doch immer mal wieder besser ist) und
2. Unverheiratete über 30 zu outen ist den Indern peinlich und für uns immer wieder recht amüsant! Haben wir uns mit diesem wohl schlimmen Schicksal doch recht gut arrangiert.

Um ein Hotel hatten wir uns bereits von Deutschland aus gekümmert. Im Internet zufällig gefunden, für gut befunden und kurzerhand gebucht. Es liegt nahe am New Delhi Bahnhof mitten im Backpackerviertel und dem Main Bazaar. Und somit sitzen wir jetzt mittendrinn zwischen den Händlern, Obstverkäufern, Bettlern, Kühen, Hunden, Rikschafahrern und Backpackern. Wenn man den Bazaar entlang läuft sieht man viele Schilder, auf denen Zimmer angeprießen werden. Bestimmt gleichwertig, nur billiger, that`s India!

Nachdem wir ja nun zum 3. mal in Indien sind, können wir mit dem Chaos recht relaxt umgehen. Auch die Bettler und Schwindler bringen uns nicht mehr groß aus dem Konzept. Wir sind erstaunt, dass uns Delhi damals doch so geschockt hat. Diesmal fühlen wir uns gleich irgendwie wie daheim. Vielleicht schadet es gar nicht, hier öfter herzukommen! Auch das Wetter passt, tagsüber so 23, abends knapp unter 20 Grad.

Angekommen im Hotel, war das wichtigste auf der Speisekarte des Top-of-the-roof Restaurants unseres Hotels nicht auffindbar:  Bier!
Eigentlich ein Grund das Hotel zu wechseln ;-). Nichtsdestotrotz bestellten wir am ersten Abend einfach mal ein Bier und haben prompt auch eins bekommen. Eingeschenkt wirds in eine Kaffeetasse und die Flasche wird unter den Tisch gestellt. Die meisten Hotels hier haben wohl keine Genehmigung um Bier auszuschenken, somit dient die Kaffeetasse als Tarnung und die Flaschen wird neben oder unter dem Tisch auf dem Boden versteckt oder auch mal in Zeitungspapier eingewickelt. Na egal, hauptsache es schmeckt, PROST!

Besonders viel zu erzählen gibt es eigentlich gar nicht, denn nach dem Stress, den wir in den letzten Wochen hatten, lassen wir hier die Tage ruhig angehen und haben ausser dem Lodi-Garden und unserem Viertel noch nicht viel gesehen.

Wichtig zu berichten ist noch:

dass Claudi fast während des gesamten Flugs geschlafen hat!!! Soviel zu Ihrer Flugangst und Behauptung, dass sie im Flieger nniiieee schlafen kann!
und es steht 3:0, nämlich 3 für Deutschland und 0 für die Kakerlaken (Teebaumöl muss man halt dabei haben ;-))  
und auch daran merken wir, dass wir immer besser mit asiatischen Gegebenheiten umgehen können. (Heute habe ich schon eine Kakerlake leben lassen, muss ja auch an mein Karma denken ;-), Claudi war nicht begeistert!!!)


Soviel aus Delhi, nachher wollen wir noch das Red Ford besichtigen und vielleicht ein bißchen shoppen und feilschen.

Namaste
Claudia und Christian




 

Fotos

 

Welches ist das indische Klopapier?
Welches ist das indische Klopapier?
und die indischen Zigaretten?
und die indischen Zigaretten?

So

07

Aug

2011

Noch 100 Tage

Jetzt, 100 Tage bevor es endlich los geht, steht unsere Route für Indien fest:

 

Es wird ein Mix aus für uns bekannten und unbekannten Orten:

Start ist am 16.11 in Delhi

Rajasthan:
Pushkar, Udaipur, Ranakpur
In diesen Städten waren wir bereits 2007.

Gujarat:
Hier sind wir relativ planlos. Mögliche Ziele könnten Girnar Hill und Diu sein.

Von Diu wollen wir versuchen mit einem Schiff/Fähre nach Mumbai zu kommen, um von dort Richtung Gokarna/Karnatakar zu fliegen.
Gokarna kennen wir bereits, hier wollen wir die Zeit über Weihnachten verbringen und chillen. Gokarna ist der südlichste Punkt unseres Indienbesuchs. Ab jetzt geht es wieder nach Norden. Ziel ist Varanasi. Unterwegs wollen wir die Höhlen bei Aurangabad und den ein oder anderen Naturpark besuchen. Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit auf Tigersafari zu gehen....Von Varanasi fliegen wir dann wieder nach Delhi, um das Land Richtung Singapur zu verlassen.

Für die oben beschriebene Route haben wir 2,5 Monate geplant. Wir legen Wert darauf nicht von einem Hotspot zu nächsten zu jagen. Falls es sich zeigen sollte, dass wir uns zu viel vorgenommen haben, wird die Route entsprechend geändert.

Unsere geplante Route in Indien
Unsere geplante Route in Indien