Bagan

Bagan

Nach einem langen Tag auf dem Irrawaddy sind wir in Bagan angekommen. Unser Hotel ist in New Bagan und dorthin fuhren wir mal wieder mit einem (überteuertem) Taxi. Wir haben hier recht viel Zeit eingeplant, da es lt. Reiseführer ca. 2.000 Tempel gibt.

Am 1. Tag wollten wir es ruhig angehen lassen. Wir haben gefrühstückt und uns gegen halb 11 Uhr Fahrräder ausgeliehen und sind einfach mal losgefahren. Nach einem kleineren Tempel, neben dem fleissig neue Tempel gebaut werden, haben wir eine größere Pagode besichtigt. Mittlerweile war es schon richtig heiß (ca. 36 Grad) und so haben wir hier:

eine längere Pause gemacht.

Da wir ja noch was sehen wollten, sind wir trotz der Hitze weiter geradelt und hatten auch Glück, ein paar Wolken haben sich immer mal wieder vor die Sonne geschoben und dann ging das ganz gut. Irgendwo haben wir wohl eine Abzweigung übersehen, so dass wir zwar viele Tempel von weitem sahen, aber nicht den Weg dorthin. Wir haben es auch mal querfeldein versucht:

War aber keine gute Idee, und nach dem kleinen Umweg konnten wir die nächsten Tempel besichtigen. Als wir in ein kleines Dorf kamen, war Zeit dür die nächste Pause und (zur Abwechslung) eine Portion Fried Noodle with Vegetable. Eine junge Frau hat uns dort angesprochen, ob wir nicht ihr Dorf besichtigen wollen. Schon unglaublich, wie die Menschen hier wohnen und leben! Den Weg zurück hat sie uns auch erklärt. Wir haben in der Ecke noch ein paar Tempel angeschaut und wollten dann zurück, um bei einer Pagode bei New Bagen den Sonnenuntergang zu sehen. Wir mussten uns richtig beeilen und dachten schon, wir haben uns wieder verfahren:

War aber nicht so. Und so waren wir bei Sonnenuntergang hier:

So ganz spurlos ist der Tag auch nicht an uns vorübergegangen:

Tags drauf haben wir einen Ausflug gemacht, erst waren wir ein altes Kloster besichtigt und danach gings zum Mount Popa. Mount Popa ist der Sitz der Nats, der Geister, die hier besonders verehrt werden. Rauf gehts über zig Stufen, auf denen mal wieder auch Affen unterwegs sind. Oben wars ganz nett, so ganz verstanden haben wir zwar nicht, was das jetzt zu bedeuten hat, aber die Sicht war toll!

 

Am nächsten Tag sind wir schon um 9.00 Uhr auf den Rädern gesessen. Diesmal Richtung Old Bagan. Schon gegen halb 11 Uhr war es eigentlich viel zu heiß!!! Daher sind wir am frühen Nachmittag wieder ins Hotel gefahren und haben uns im Pool erfrischt! Unglaublich wie kalt 20 Grad sein können!!!! Da wir jetzt schon den ein oder anderen Tempel gesehen haben, ist der schier undenkbarste Fall eingetreten: Ich hatte keine Lust mehr Tempel zu besichtigen!!! Christian war darüber gar nicht sooo unglücklich und so war der Plan für den kommenden Tag, es uns einfach mal am Pool gutgehen zu lassen.

Hier hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, am nächsten Morgen war es bedeckt und ziemlich kühl am Pool. Gegen Mittag hat es dann angefangen zu regnen und erst am nächsten Tag wieder aufgehört!

Unser Flug zurück nach Yangon am folgenden Tag startete erst gegen 17 Uhr. So haben wir für den Nachmittag noch ein Taxi organisiert, um noch ein paar weiter weg gelegene Tempel zu sehen. Im Reiseführer habe ich etwas von einem Höhlentempel gelesen, den ich unbedingt sehen wollte, weil da stand, dass der ganz anders, als die anderen Tempel sei. Unser Taxifahrer war ganz begeistert von unserem Plan und meinte, diesen Tempel würden 98 % der Touristen nicht anschauen und er sei sehr schön. Bei diesem Tempel musste man erst einige Stufen nach unten gehen, um zum Eingang zu kommen. Die Tempel hier haben sog. Schlüsselwächter, die aufsperren, wenn Touristen kommen. Unser Schlüsselwächter hat erstmal gefragt, ob wir auch Taschenlampen dabei haben. Natürlich ;-). Auf Nachfrage, ob wir elektrisches Licht haben wollen, haben wir spontan Nein gesagt, eine sehr gute Entscheidung, wie sich gleich herausstellen sollte.

Wie immer mussten wir die Schuhe draussen ausziehen. Man kam erst in einen größeren Raum mit einer Buddhastatue, an der Seite ging ein Gang weg. Der Schlüsselwächter ging voran und hat am Boden Kerzen angezündet, wir hinterher. Am Boden war Sand, und gerade hier in Myanmar soll es ja viele Skorpione geben, auf Nachfrage meinte der Schlüsselwächter: "It`s safe yet" Na, da sind wir ja froh, wenn das jetzt sicher ist und denken am besten gar nicht weiter drüber nach. Es ging 2 mal ums Eck und ohne Kerzen oder Taschenlampe wäre es stockdunkel gewesen. Durch das Kerzenlicht war die Atmosphäre unbeschreiblich. Ein bißchen, wie bei Indiana Jones. Von dem Weg gingen immer wieder Kammern ab, hierher kommen die Mönche zum Meditieren. Eigentlich kann man das schier nicht mit Worten erklären, es war einfach nur toll und ein super Abschluss unserer Tempelbesichtigungen!

Da wir noch etwas Zeit hatten, hat unser Taxifahrer den Vorschlag gemacht, ob wir nicht noch die Aussicht vom Turm genießen wollen. Gesagt, getan, die Aussicht ist tatsächlich der Hammer:

Danach gings zum Flughafen. Der Taxifahrer meinte zum Abschied:" you are always warmly welcome in Bagan"! Wow, so hat uns noch kein Taxifaher verabschiedet (aber so viel Geld für so wenig Arbeit hat auch noch keiner von uns bekommen). Unser Flug war wie immer, Flugzeug landet, ein paar steigen aus, wir steigen ein, Türen zu und los gings! Diesmal hats beim Steigen gar nicht gewackelt und die Sicht nochmal auf die Tempel war herrlich. Ich sitze genau richtig und habe einen wunderbaren Blick auf den Sonnenuntergang, so macht fliegen selbst mir Spaß!

In Yangon gibt es bei nationalen Flügen kein Gepäckband. Lustig, wir laufen einfach mal ein paar anderen Touris hinterher, die dann beim Ausgang schnell merken, es fehlt noch was. Also alle wieder zurück. Das Gepäck steht derweil vor dem Flughafengebäude auf einem Fahrzeug und jeder geht einfach hin und holt seins. MaungMaung holt uns am Flughafen ab und wir vereinbaren, dass er uns am nächsten Tag um halb 9 Uhr abholt. Denn ein wichtiger buddhistischer Pilgerort steht noch auf unserer Liste: the golden Rock

 

Fotos

 

 

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