Uns ist es zu heiß !

Bevor wir von unseren letzten Tagen erzählen, interessiert Euch bestimmt die Auflösung unserer Frage: der beliebteste westliche Film in Indien ist: Titanic!!!!

And the winner is: Rebecca!!! (sehr gut, denn die Adresse kennen wir auswendig ;-))

Da die Antworten ja sowohl im Gästebuch als auch als Kommentare gegeben wurden, gibt es noch einen 2. Gewinner, nämlich die Angi!!!!

Die Postkarten sind auch schon fast unterwegs!!!

 

Ja und ein Spinnenfoto von diesem Abend gibt es leider nicht, denn wir wollten verhindern, dass die Spinne noch irgendwohin rennt. Stellt sie euch einfach Handteller groß vor mit einem richtig widerlichen dicken Körper!!!! Dafür machen wir jetzt immer fleissig Fotos von Spinnen, die wir seitdem komischerweise recht häufig sehen. Und nun weiter zum Strandhopping:

 

Unsere Suche nach den besten Stränden Indiens hat uns als nächstes nach Cochin geführt. Cochin ist sehr sehr touristische, deshalb hat es uns umso mehr gewundert das beim Cherai Beach, dem unser eigentliches Interesse galt, kaum Touristen waren. Der Cherai Beach ist nur 14 km von Cochin entfernt und sieht so aus:

Cherai Beach
Cherai Beach
Cherai Beach
Cherai Beach

Nach kurzer Suche haben wir ein sehr schönes Zimmer direkt am Strand gefunden. Es war alles andere als billig, aber immerhin konnten wir den Preis für das Zimmer von 4000 auf 2000 Rps runter handeln. Der Strand war wirklich wunderschön, man konnte kilometerweit den Strand entlang gehen und das Wasser hatte die Temperatur eines Thermalbades. Leider war das Zimmer nur für 2 Tage frei. Das war einerseits sehr schade da es hier wirklich toll war, andererseits machte uns die Hitz hier schön langsam zu schaffen. Man konnte gar nicht soviel trinken wir man schwitzte. Unser Rekord liegt bei 8 Liter Wasser plus diverser Kaltgetränke. Daher beschlossen wir, dass wir uns abkühlen müssen. Die einzige Möglichkeit hier in der Nähne ist das bergige Wayanad.

Ab in die Berge!

Wir sind mit dem Zug nach Calicut gefahren, von hier gings weiter mit dem Bus nach Sultan Batheri. Zuvor in Calicut ist uns noch was kurioses passiert: Wie so oft wurden wir von einem älteren Inder angesprochen und gefragt, woher wir kommen. Als ich sagte das wir aus Germany kommen, hat er sofort ein paar prominente Deutsche aufgezählt:Beckenbauer, Günther Grass...(den Rest hab ich nicht verstanden). Später hat uns der Inder nochmal auf der anderen Straßenseite gesehen und uns die deutschen Promis zugerufen. Zugerufen trifft es wohl nicht so richtig, er hat richtig geschrien, hat sich fast aggressiv angehört. Als wir uns umgeschaut haben, wer uns wohl so beschimpft, haben wir gesehen, dass es der Inder von eben war. Er hat über das ganze Gesicht gestrahlt und weiter die Promis zu uns rüber geschrien. Wir haben ihm gewunken und den Daumen nach oben gezeigt und haben noch lange über Beckenbauer (so hieß er ab jetzt für uns) geschmunzelt.

Die Busfahrt in die Berge war abenteuerlich. Die indischen Verkehrsregeln sehen in der Praxis so aus: wer groß und schwer ist hat Vorfahrt. Ein Auto oder TukTuk hat da gegen einen Bus keine Chance. Die Busse und LKWs sind die Herrscher der Straßen. Dementsprechend wird gefahren! Es wird weder Material noch Mensch geschont. Nach 3 Stunden sind wir in Sultan Batheri angekommen. Sultan Batheri liegt in Wayanad. Das Baumhaus, in dem wir letztes Jahr waren ist hier ganz in der Nähe. Unser 1. Ausflug began bei einem alten Jaintempel, dann ging es weiter zu den Edakkal Caves. Wir haben da ja mit mehreren Höhlen gerechnet. Aber eigentlich war dort der Weg das Ziel. Es begann mit einer Straße, die man noch ein ganzes Stück bergauf laufen musste. Dann kam man an den Eingang und es kostete noch 15 Rps pro Person und 20 Rps pro Kamera Eintritt. Weiter ging es erst auf ganz normalen Steinstufen und dann ziemlich waghalsig über Steine und durch eine kleine Höhle nach oben. Ganz oben hatte man einen tolle Sicht, wenns nur nicht so diesig gewesen wäre und dort war die eigentliche Höhle. Die sah so aus:

Die Höhle
Die Höhle

Dort trafen wir auch die ersten Inder und waren mal wieder ein beliebtes Motiv. Aber das war noch nichts gegen den Abstieg, denn da kamen uns sehr viele junge indische Männer entgegen, die uns alle die Hand gaben und zig Fotos gemacht haben. Einer hat mich glatt zum Abschied auf die Wange geküsst!!!! Affen waren hier auch wieder unterwegs und somit war das eigentlich so: wir haben die Affen fotografiert und die Inder uns!!! mh??

Nach einer kurzen Chai Pause gings weiter zu den Meenmutty Waterfalls. Als wie die Tour gebucht haben, hat da einer schon gemeint, dass sei ein "adventure", aber wir hatten erstmal keine Ahnung, wie der das jetzt meint. Die Wasserfälle kosten 600 Rps Eintritt und ohne Guide geht nichts. Auf dem Schild stand nur, dass man noch 1 km laufen muss. Tatsächlich geht der Weg extrem nach unten und teilweise war er auch nur gehbar, da dort Seile gespannt waren an denen man sich festhalten konnte. Unsere Sneakers waren auch nicht unbedingt das richtige Schuhwerk für so einen rutschigen Weg. Der Guide war mit Flipflops unterwegs. Der Wasserfall selbst war schon sehenswert, wäre da nicht der Gedanke gewesen, wie man da jemals wieder hoch kommen soll!!! Bei uns wäre so ein Weg undenkbar! Wir haben wie immer alles gut dokumentiert:

 

Und auch hier sind uns wieder viele Inder begegnet:

Gruppenfoto
Gruppenfoto

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem lokal Bus zu einem See gefahren. Der kostete auch wieder Eintritt (15 Rps pro Person und 20 Rps pro Kamera). Am Eingangsbereich stand, dass man keine Plastikflaschen mit hinein nehmen darf, also haben wir noch schnell unsere Wasserflasche ausgetrunken und was verkaufen sie drinnen: alles wie überall in Plastikflaschen, das soll mal einer verstehen!? Wir sind dann mit einem Tretboot ein bißchen über den See gefahren und dann noch drumherum gelaufen. Da haben wir festgestellt, dass ganz viele Spinnen ihre Netze über dem Weg gespannt haben und auch noch drinn sitzen. Das war gar nicht so einfach auf einem Foto gut festzuhalten, aber wir haben es mal versucht:

Riesenspinne
Riesenspinne

Affen waren natürlich auch unterwegs und langsam sind wir es ja auch schon gewohnt!
Zurück gings wieder mit dem Bus und da wir so einen Hunger hatten, sind wir gleich noch etwas essen gegangen. Das Veg. Jaipuri mit Parotta war superlecker, nur Besteck gabs keins, aber mit viel Brot (Parotta) ging das schon!
Einen Tag haben wir noch mit Shopping und Spazieren gehen in Sulthan Batheri verbracht.
Hier hat uns in einem Shop ein Kamerateam vor die Kamera gezerrt, irgendwas gesagt (wir haben kein Wort verstanden) was mit 'Merry Christmas' endete und uns das Mikrofon hingehalten. Wir haben dann einfach auch mal Merry Christmas gesagt und in die Kamera gegrinst?! Ob wir jetzt im Regionalfernsehen kommen oder was auch immer das sollte, hat uns leider keiner erklärt.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Kannur!
Da wir zu geizig für ein Taxi mit Fahrer waren (2.500 Rps), haben wir uns entschieden mit dem local Bus (154 Rps) zu fahren. Ein anderer fährt hier gar nicht, da in Wayanad wenig Touristen unterwegs sind. Los gings um 7.00 Uhr. Aber erstmal sind wir mit einem Tuktuk zum Busbahnhof gefahren. Der windigste Bus, den wir bis dahin gesehen haben, war unsrer. Scheiben gab es keine, aber so komische Rollos waren an den meisten Fenstern runtergelassen. Wir haben dann alle unsere Jacken gebraucht und es war trotzdem noch saukalt. Sogar die Kapuzen haben wir aufgesetzt und was hätt Claudi um Handschuhe gegeben. Als wir dann die Serpentinen hinter uns hatten, wurde es langsam warm, nur das ewige Gewackle war ziemlich anstrengend. An Schlaf war nicht zu denken und selbst lesen war schwierig, da man nichts wirklich still halten konnte. Um 12.00 Uhr sind wir endlich in Kannur angekommen!!
Damit wir nicht so schnell wieder auf einen Bus zurückgreifen müssen, sind wir erstmal zum Bahnhof gefahren, um ein Zugticket für den 27.12. klar zu machen, denn online wären wir gleich auf der Warteliste gelandet. Erstmal standen wir in der falschen Schlange an, dann mussten wir weiter über alle Gleise zu einem anderen Gebäude, dort musste man die Zettel ausfüllen (mit Zugnummer, Zugname und und und) und was hat uns der Typ hinter dem Schalter gesagt: only Waitlist is possible! Na Prima, und auf die Frage, ob man da Chancen hat reinzukommen, meinte er: difficult!! Somit wirds spannend, aber wir machen uns erstmal keinen Stress, denn irgendwas geht immer ;-)!

Mit einem Tuktuk sind wir zum Kannur Beach House gefahren und dort gabs erstmal leckere indische Hausmannskost, diesmal haben wir ein ebenerdiges Zimmer und wenn wir auf der Terrasse sitzen, sehen wir das Meer!!! (haben wir uns auch verdient, nach dieser stressigen Fahrt!) Das Meer ist herrlich. Und der Plan für die nächsten Tage ist: Frühstücken, schwimmen, schlafen, essen, schlafen, schwimmen, Abendessen, schlafen usw...

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen schöne Weihnachten!!!

Fotos

 

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